Neu: Anschlag auf Kaefer – wann stellt der Staatsschutz linke Täter? Demo gegen Geheimdienst

01.03.2026 18 Von Axel Schuller

Allmählich wachsen die Zweifel an den Ermittlungsbehörden: In Bremen brennen Autos, werden Gebäude – ja sogar Polizeireviere – angezündet, Auflieger von Sattelschleppern quer auf einer Autobahn (A 281) abgestellt – und der „Staatsschutz“, eine polizeiliche Spezialabteilung für politische Delikte, findet die Täter nicht. An der Personalstärke kann es kaum liegen: Nach meinen Recherchen arbeiten für den Staatsschutz ähnlich viele Beamte wie für den Verfassungsschutz  – 55 bis 60 Beamte m/w.

Liebe Leserschaft, spüren Sie das auch? Jede neue Polizeimeldung über brennende Autos nähren das Gefühl der Hilflosigkeit, ja des Ausgeliefert-Seins. Wer über keine Garage verfügt, fürchtet um das eigene, teuer erworbene Auto. Und der Gedanke ist ja (leider) überhaupt nicht weit hergeholt.

Gerade jetzt – während ich diesen Blog schreibe – meldeten sich erneut linksradikale Täter auf dem Portal „Tumulte“ zu Wort:

Ich zitiere (wörtlich inkl. Schreibfehlern), ohne mir die von den Extremisten gewählte Klassifizierung der Kaefer-Dienstleistungen zueigen zu machen – ich kann sie adhoc nicht gegenchecken.

Zitat Anfang:

Sabotage der Atomindustrie!

Am 01.03 (gegen 2 Uhr) haben wir den Kaefer Konzern in Bremen angegriffen und ein Teil seiner Infrastruktur sabotiert. Konkret haben wir das Schulungszentrum für industriellen Klettertechnik sowie mehrere Fahrzeuge durch Feuer zerstört. Das konkrete Zielt der Aktion war es, Kaefer als Dienstleister der Atom- und Rüstungsindustrie sowie diverser Bereich der Ressourcenausbeutung nachhaltig zu schaden. Kaefer ist ein Zahnrad in dieser tödlichen und zerstörischeren Maschinerie – und zwar ein verdammt wichtiges.
Bei dem Standort handelt es sich um ein alleinstehendes, überschaubares Gebäude in einem Industriegebiet, welches als Materialdepot und Werkstatt genutzt wird. Personen befanden sich nicht im Gebäude. Eine Gefährdung von Menschen wurde ausgeschlossen. (…)“

Zitat Ende

Diese jüngsteTerror-Entwicklung und ein Blick in die Vergangenheit muss endgültig Besorgnis erregen: Erinnert sei an den Farbanschlag auf das Privathaus von Verfassungsschutz-Chef Thorge Koehler in der Neustadt. Erst flogen Farbkugeln, dann fielen die Täter über einen VW Golf her, zerstachen die Reifen, zertrümmerten Front- und Heckscheibe des Fahrzeugs. Dabei gehört der Wagen einer Nachbarin.

In diesem Fall lag ein Zusammenhang zur linksradikalen Szene auf der Hand. Die Extremisten hatten sich über einen enttarnten V-Mann in den Reihern der Interventionistischen Linken „geärgert“.

Ebenfalls aus dem linksradikalen Spektrum stammten laut Bekennerschreiben die Täter, die einen Lieferwagen eines Woltmershauser Restaurants abfackelten.

Auch auf Linksradikale fiel zum Jahreswechsel der Verdacht, den Auflieger eines Sattelschleppers vom Hof einer Großspedition im GVZ geklaut und anschließend nachts quer auf der Autobahn A 281 „abgestellt“ zu haben.

Es grenzte an ein Wunder, dass kein Auto in den Auflieger raste; ein aufmerksamer Trucker konnte seinen Laster rechtzeitig stoppen und nachfolgende Fahrer warnen.

By the way, Frau Innensenatorin Dr. Eva Högl (SPD): Wann werden Sie dem Helden der Autobahn einen passenden Orden verleihen?

Es gibt leider noch x weitere Fälle von militanten Attacken. Zum Beispiel den Brandanschlag auf die OHB-Zentrale; die in Brand gesetzten Fahrzeuge der in bestimmten Kreisen verhassten Wohnungsgesellschaft „Vonovia“; den Farbanschlag auf die BLG-Zentrale; den Brandanschlag auf Polizeireviere in Schwachhausen und im Steintor; die Anschläge auf Makler-Büros und -Autos; Brandsätze gegen Tesla-Ladestationen und so weiter und so fort. 

Und jüngst standen am Samstagabend in Hemelingen mehrere Kabelrollen in Flammen. Die Feuerwehr benötigte sage und schreibe vier Stunden, um das Feuer zu löschen.

Liebe Leserschaft, so viel Ungemach „schreit“ nach einer offiziellen Anfrage an die Pressestelle der Bremer Polizei (von Mitte Februar).

Zitat:

„bremensogesehen (bsg): Liegen inzwischen Erkenntnisse zum Brandanschlag auf das Fahrzeug der Gaststätte in Woltmershausen/Pusdorf vor? 

Pressestelle: „Die Ermittlungen werden in der kriminalpolizeilichen Abteilung Staatschutz geführt und dauern an. Für weitere Auskünfte verweisen wir zuständigkeitshalber an die Staatsanwaltschaft Bremen.

bsg: Liegen mittlerweile Erkenntnisse dazu vor, wer den Lkw-Auflieger auf der A 281 quer zur Fahrbahn und dem Strandstreifen aufgestellt hat?

Polizei: Die Ermittlungen werden in der kriminalpolizeilichen Abteilung für Gewaltdelikte geführt, eine Ermittlungsgruppe (EG Strom) wurde eingerichtet, und dauern an. Auch hier spricht die Staatsanwaltschaft.

bsg: Wer untersucht den Farbanschlag auf das Haus des Verfassungsschutz-Chefs Koehler, inkl. Beschädigungen an dem Auto eines Nachbarn (der Verfassungsschutz selbst oder doch der Staatsschutz)?

Polizei: Die Ermittlungen werden in der kriminalpolizeilichen Abteilung Staatsschutz geführt und dauern an. Die Staatsanwaltschaft erteilt auch hier weitere Auskünfte.

bsg: Wie ist aktuell die personelle Besetzung der polizeilichen Staatsschutzabteilung? Nach meinen Recherchen sind es rund 60 Personen

Polizei: Aus polizeitaktischen Gründen werden grundsätzlich keine Informationenzur personellen Ausstattung bestimmter Ermittlungsbereiche herausgegeben.“

Zitat Ende

Logisch, dass ich daraufhin die Staatsanwaltschaft Bremen um Auskunft bat. Schließlich hatte die Polizei ja diese übergeordnete Ermittlungsbehörde als federführend genannt.

Hier die leider wenig weiterführende Antwort der Pressestelle der Staatsanwaltschaft Bremen.

Ich zitiere:

„Sehr geehrter Herr Schuller,

die Polizei hat Ihre Anfrage auskömmlich beantwortet. Insoweit bitte ich um Verständnis, dass konkrete Ermittlungserkenntnisse aus laufenden Ermittlungsverfahren erst kommuniziert werden können, wenn die Ermittlungen abgeschlossen sind.“

Liebe Leserschaft, bleibt mir bloß ein Depri-Fazit: 

Die meisten der aktenkundigen bekannten Brandanschläge und Übergriffe wurden bislang offenbar nur verwaltet, aber nicht aufgeklärt. 

Dies ist laut einem mit der Materie vertrauten Mitarbeiter unter anderem auf Folgendes zurückzuführen: „Die Linken sind schlauer als die Rechten. Die Linken baldowern vor Anschlägen die Umgebung genau aus. Lichtverhältnisse, Kamera-Besatz auf dem Grundstück, etc. Außerdem befolgen diese Täter alle Ratschläge, die man im Netz hinsichtlich der Vermeidung aller DNA-Spuren finden kann, maskieren sich bis zur Unkenntlichkeit und entfernen sich extrem schnell von den Tatorten.“

Bin mal gespannt, ob uns das Innenressort und seine Behörden irgendwann doch noch Tatverdächtige zu den teilweise lebensgefährlichen Taten präsentiert können.

Munter bleiben!

Herzlichst

Ihr Axel Schuller 

P.S.: Gestern haben sich auf dem Marktplatz rund 1.000 Leute zur Demo versammelt. Das Motto: „Grundrechte – gegen Geheimdienst und Rechtsruck – verteidigen“. Dabei trat auch Dr. Christoph Spehr, Mitglied im Landesvorstand der Linken und Partner von Gesundheitssenatorin Claudia Bernhard, auf. Er warb dafür, auf „die Mehrheit der abhängigen Klasse“ zuzugehen. „In Stadtteilen, in Vereinen, in Kollegschaften“. „Wir müssen raus aus der Subkultur und mehr Verankerung wagen. Nur so können wir die Gesellschaft verändern.“  Spehr bediente sich des üblichen Sozialisten-Sprechs, Aber: Er goss dabei kein Öl ins Feuer der Koalitionskrise mit SPD und Grünen. 

Was die Vertreter aller anderen Mitveranstalter, auch an Hasstiraden vornehmlich gegen die CDU, von sich gaben, können Sie im WK nachlesen. 

P.P.S.: Wer das komplette Bekennerschreiben der Kaefer-Attentäter erhalten möchte, bitte über das Kommentar-Formular melden