Unmöglich: Das Innenressort verweigert dem „Held von der A 281“ ein Dankeschön
Die Geschichte macht mich auch weiterhin fassungslos: In der Nacht zum 24. Januar 2026 blockierte ein Sattelauflieger zwei Fahrbahnen inkl. Standspur auf der Autobahn A 281 zwischen GVZ und Bremer Airport. Als fast genauso erstaunlich empfinde ich die Ignoranz, mit der die Bremer Innenbehörde mit dem Retter umgeht. Denn: Nur dem beherzten, mutigen Handeln eines 67-jährigen Lastwagenfahrers verdanken einige der nachfolgenden Autofahrer ihr Leben. Und trotzdem: Innensenatorin Dr. Eva Högl (SPD) wird den Trucker – so ihre Behörde – nicht ehren. Neun Wochen nach dem Ereignis teilte das Ressort bremensogesehen mit: „Eine förmliche Belobigung sprechen wir in solchen Fällen nicht aus.“
Liebe Leserschaft, bremensogesehen hatte bereits am 24. Januar über den – aus meiner Sicht – versuchten Mordanschlag unbekannter Täter auf mehr als ein Dutzend Menschen berichtet, die in der Nacht zum besagten Sonnabend auf der A 281 unterwegs waren. Dieser Autobahnabschnitt erschließt nicht nur das Güterverkehrszentrum, sondern auch die Stadtteile Woltmershausen sowie Strom und Seehausen mit der Stadt.
Unbestritten ist, dass der 67-jähriger Lastwagenfahrer mehrere Leben gerettet hat. Obwohl der zuvor aus dem GVZ geklaute Sattelauflieger im Dunkeln schwer zu erkennen war (auch, weil sich keine Ladung darauf befand), kam der Trucker dank einer Vollbremsung kurz vor dem stählernen Hindernis zum Stehen. Anschließend erwies er sich als Menschenfreund und Lebensretter. Er schaltete den Warnblinker ein und setzte ein Stück zurück, um dann den nachfolgenden Verkehr rechtzeitig zu warnen. Was ihm sehr gut gelungen ist. Keines der nachfolgenden Autos fuhr in den Auflieger hinein. Alle Autofahrer blieben unversehrt, niemand starb – was sehr wohl hätte geschehen können.
Als die Polizei am – man muss schon sagen – Tatort eintraf, standen über ein Dutzend Fahrzeuge auf der A 281. Einige übrigens nicht nur mit einer, sondern auch mit mehreren Personen besetzt.
Und dieser Retter soll nicht ausgezeichnet, nicht einmal belobigt werden?
Die Behörde von Fr. Dr. Högl teilte auf mehrmalige Anfrage von bremensogesehen mit:
„Wir haben den Fall geprüft. Das Verhalten des LKW-Fahrers war vorbildlich – er hat besonnen reagiert und andere Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmer geschützt. Dafür gebührt ihm Respekt und Anerkennung. Eine förmliche Belobigung sprechen wir in solchen Fällen jedoch nicht aus. Das ist kein Urteil über die Person oder ihre Handlung. Belobigungen sind an bestimmte Voraussetzungen geknüpft, die wir einheitlich und unabhängig von äußeren Anfragen prüfen und anwenden.“
Auf meine erneute Anfrage, was denn der letzte Satz („…an bestimmte Voraussetzungen geknüpft, die wir einheitlich und unabhängig von äußeren Anfragen prüfen und anwenden.“) zu bedeuten habe, erhielt ich folgende Antwort:
„Nicht jede anerkennenswerte Leistung erfüllt automatisch die formalen Kriterien für eine förmliche Belobigung. Die Voraussetzungen dafür sind klar definiert und werden in allen Fällen einheitlich angewandt.“
„Behördis“, die Weigerung, den Mann zu ehren, fußt jetzt aber hoffentlich nicht darauf, dass ein Außenstehender die Idee dazu hatte? Oder etwa doch? Die Formulierung „unabhängig von äußeren Anfragen“ riecht leider ziemlich – nach beleidigt-sein.
Ein Blick ins Netz weist folgende zurückliegende Auszeichnungen und Belobigungen des Bremer Innenressorts (KI unterstützt) aus:
Zitat ANFANG:
„Der Bremer Innensenator Ulrich Mäurer (jetzt Innensenatorin Dr. Eva Högl – beide SPD) verleiht regelmäßig Rettungsmedaillen und spricht öffentliche Belobigungen für mutiges Handeln und Lebensrettung aus.
Beispiele aus den vergangenen Jahren:
- März 2025: Eine 68-jährige Bremerin erhielt eine öffentliche Belobigung, da sie einer Rentnerin half, die Opfer eines betrügerischen Enkeltricks wurde.
- August 2024: Drei Kinder und Jugendliche (fünf, sechs und acht Jahre alt) wurden mit einer öffentlichen Belobigung für die Rettung vor dem Ertrinken ausgezeichnet.
- Mai 2024: Eine 54-jährige Bremerin erhielt eine öffentliche Belobigung für ihre Zivilcourage, als sie einem Uhrmacher zur Hilfe kam, der in seinem Geschäft angegriffen wurde.
- September 2020: Ein 28-Jähriger wurde mit der Rettungsmedaille ausgezeichnet, nachdem er einen Mann aus der Weser gerettet hatte.“
ENDE des Auszuges aus dem Internet.
Gemessen an den aufgezeigten Fällen soll der „Held der A 281“ – ernsthaft? – nicht einmal eine Belobigung erhalten?
Das Dollste:
Der Trucker wird aller Voraussicht nach nie etwas von den lobenden Äußerungen der Höglschen Presseabteilung erfahren („Das Verhalten des LKW-Fahrers war vorbildlich – er hat besonnen reagiert und andere Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmer geschützt. Dafür gebührt ihm Respekt und Anerkennung.“). Denn, diese Sätze wurden ja nur an den Blog gemailt.
Es wäre schon ein Wahnsinns-Zufall, wenn der Trucker den Blog vor die Augen bekäme, oder er von einem meiner Abonnenten angesprochen würde.
Unterm Strich: Ich empfinde es weiter als nicht nachvollziehbar, ignorant und peinlich, dass der Mann mehrere Menschen vor schweren körperlichen Schäden oder womöglich sogar vor dem Tod bewahrt hat – von „seinem Staat“ jedoch keinerlei Dank erhält.
Übrigens: Die Staatsanwaltschaft hat bisher nicht herausgefunden, wer Ende Januar den Sattelauflieger im nahe GVZ gestohlen hatte. „Insoweit können aktuell auch keine Angaben zu einem etwaigen Tatmotiv gemacht werden“, teilte die Pressestelle der Staatsanwaltschaft mit. Somit bleibt weiter unklar, ob „gewöhnlich“ Kriminelle oder doch Polit-Radikale den Sattelauflieger auf der Autobahn abgestellt hatten. Die Ermittlungen, so die Behörde, dauern an.
Munter bleiben!
Herzlichst
Ihr Axel Schuller
P.S. Schauen Sie sich bitte unbedingt die Kommentar-Vielfalt zum jüngsten Gastkommentar von Barbara Heller zum Ostermarsch an.
Um was geht’s?
Zivilcourage.
Nicht nachvollziehbar ist, dass ständig in den Medien dazu aufgerufen wird, unter Berücksichtigung des Eigenschutzes und in diesem, zugegeben komplexen Vorgang und der „großen Lage“, die beteiligten Behörden gegenüber „Bremen so gesehen“ mauern!
Für mich ist das eindeutig ein „Hinweis“ auf kollektives Behördenversagen und den Versuch, Ermittlungsfehler zu vertuschen.
Oder ist es vielleicht sogar politisch motiviert, weil die Vorzeichen in Richtung Antifa/Linke gehen?
Der Lebensretter hat mit all „diesem“ nichts zu tun. Er hat sein eigenes Leben riskiert, um anderen
das Leben zu retten.
Das ist nicht nur anerkennenswert, sondern verdient Respekt und Auszeichnung. Hut ab vor solchen Leuten!
Bürokratie ist der Krebs dessen Metastasen das System lahmlegen. Je weiter weg von der Wirklichkeit desto intensiver die Tätigkeit.
Der eigentliche Skandal ist das ein Mann mit 67 Jahren noch als LKW-Fahrer unterwegs sein muss.
Das Verhalten des Lkw-Fahrers war zwar vorbildlich, aber überhaupt nicht zu vergleichen mit dem selbstlosen Einsatz von Menschen, die bei einem Raubüberfall dazwischengehen oder Ertrinkende retten und sich dabei selbst in Gefahr für Leib und Leben begeben. Was der Lkw-Fahrer gemacht hat, hätte hoffentlich auch jeder andere Fahrer getan. Die Gefahr für ihn war nicht viel größer als bei einem Autofahrer, der am Ende eines plötzlich auftretenden Staus den Warnblinker anmacht, um den nachfolgenden Verkehr zu warnen.
Generell zeigt der Staat sich sehr undankbar gegenüber seinen Bürgern.
Ein noch viel gravierenderes Beispiel hier:
https://www.zeit.de/politik/deutschland/2025-12/helfer-aschaffenburg-abschiebung-zivilcourage-ahmed-mohamed-odowaa
( Leider nicht mehr ohne Bezahlschranke lesbar, aber die ersten freien Zeilen reichen schon )
Wäre ich jetzt der LKW Fahrer, wäre mir eine Belobigung auch egal, Hauptsache ich hätte Schlimmeres verhindert. Aber jeder mag dies anders sehen.
Ich gehe davon aus, dass auch das Nicht-Handeln seine Gründe hat, denn erfolgreiche Politikdarsteller lassen ja eigentlich keine Möglichkeit zur Selbstdarstellung aus. Was an diesem Stück fehlt, ist die zünftige Spekulation, warum sie darauf verzichten. Darum möchte ich hier mal zwei mögliche Denkansätze umreißen. Vorsicht es kann zynisch werden!
Spekulation eins: Der „Held“ ist vielleicht nicht vorführbar. Muss der Mann vielleicht Lkw fahren, weil der Staat ihn fertiggemacht hat? Eine Bühne würde der Opposition nutzen. Noch schlimmer wäre es, wenn der Mann zur Opposition gehört, die man in der BRD so gerne und ausgiebig verteufelt. Oder hat er die falsche Herkunft – aus einem Land, das man am liebsten von der Landkarte streichen würde? Oder hat die Staatsanwaltschaft noch Lust, den Mann zu verfolgen? Vielleicht hat er ja eine rote Ampel überfahren, um schneller am Ort der Gefahr zu sein. Nothilfe ist in Deutschland ja etwas ganz Böses, wie wir an den zahlreichen Verfahren gegen Ärzte ablesen können, die ihre Patienten gegen die Plandemie-Maßnahmen geschützt haben. – Nein, Gott beschütze, das kann man sich ja nicht ausdenken.
Spekulation zwei: Frau Högl musste sich vielleicht schon eine Standpauke von ihrem Deep-State-Führungsoffizier anhören. Warum ist sie zu unfähig, einen False-Flag-Anschlag abzusichern und so zu seinem Scheitern beigetragen hat? „Nicht mal das Ausweis des „Täters“ wurde platziert“ Firma XY hatte schon ein Produkt vorbereitet, das die öffentliche Hand dann überteuert kauft. Wie damals die Merkelpoller für Volksfeste. Erbitten wir auch Schutz von Jehova und Allah, der uns vor diesen unreinen Gedanken schützt.
Pressemitteilung der Innenbehörde vom vom 1.4.2026:
„Innensenatorin Dr. Eva Högl zeichnet zwei Bremer und eine Bremerin aus, die in einer Extremsituation ohne zu zögern handelten und damit zwei Kindern das Leben retteten.
Am 15. Januar 2026 kam es in einem Supermarkt in der Duckwitzstraße (Bremen-Neustadt) zu einem dramatischen Vorfall: Eine 40-jährige Mutter übergoss sich und ihre beiden Söhne (4 und 8 Jahre) mit Brennspiritus, trank selbst davon und flößte einem der Kinder die Flüssigkeit ein. Als sie versuchte, die Kinder anzuzünden, griffen drei Menschen sofort ein: Der Marktleiter (36) entwand der Frau wiederholt Feuerzeuge, die sie immer wieder aus ihren Taschen holte. Eine Kundin (62) entriss ihr die Spiritusflasche und wurde dabei selbst mit dem Stoff bespritzt. Ihr Ehemann (61) hielt die Mutter fest, bis die Polizei eintraf.
Innensenatorin Dr. Eva Högl: „Was diese drei Menschen in diesem Moment getan haben, war außergewöhnlich mutig. Sie haben nicht gezögert, nicht weggeschaut – sie haben gehandelt und damit zwei Kindern das Leben gerettet. Dafür bin ich von Herzen dankbar. Solcher Mut verdient Anerkennung.“
Die Kinder wurden im Krankenhaus behandelt und befinden sich inzwischen beim Vater. Die Ermittlungen wegen versuchten Totschlags dauern an
Vertreterinnen und Vertreter der Medien sind herzlich eingeladen zum Pressegespräch und zum Fototermin am
Mittwoch, 8. April 2026, .“
Liebe Leserschaft, diese Ankündigung einer Ehrung durch Frau Dr. Högl wollte ich Ihnen nicht vorenthalten.
Ich bin Mitte der 90iger nach Bremen gekommen.
Noch nicht einmal so richtig Fuß gefast, habe ich einen leblos in einer Wohnung aufgefundenen Säugling durch Wiederbelebung das Leben gerettet.
Darüber haben die Gazetten ausführlich berichtet. Ich habe nach dem Vorfall nie wieder etwas von den Behörden gehört.
Etwa 10 Jahre später hat mein Dackel dem Hund des „Stadtjägers‘ Dönselmann nach 5 Tagen das Leben gerettet, indem er den „verschütteten“ Hund ausgebuddelt hat.
RTL, BILD, Sat1 und viele andere haben darüber berichtet. Ich war sogar Studiogast in einer Live-Sendung bei Sat 1 mit der Story, und in der wurde mein Hund von den Zuschauern über Telefonvoting zum Haustier des Jahres 2006 gewählt.
In Bremen war der Hype um den Hund ziemlich heftig. Er sollte damals sogar durch das Rathaus offiziell eine Belobigung erfahren!
Das haben wir abgelehnt. Allerdings hat sich dann die Feuerwehr Bremen bei uns gemeldet und meinen Hund zum „Ehrenfeuerwehr-Helferhund“ befördert wegen seiner Verdienste um die Rettung seines Artgenossen.
Warum erzähle ich das?
irgendetwas läuft in den Köpfen der Entscheidungsträger für Belobigungen in Bremen falsch. Ich rettete einem Baby das Leben und hörte nie wieder etwas, aber mein Hund rettet einen anderen Hund und wird zum Helden hochstilisiert.
Das Verhalten erinnert mich „fatal“ an das, was jetzt dem Lebensretter von der A281 – ich muss schon fast sagen – angetan wird.
Es ist völlig egal, ob es möglicherweise Vorbehalte und Ressentiments gibt. Nur seine Tat und sein Verhalten ist zu bewerten. Nix anderes.
Oder ist es vllt sogar eine tiefsitzende, oft unbewusste, emotionale Haltung, die auf Neid, gefühlter Ohnmacht und Minderwertigkeit ihrer „Gurkentruppe“ (Polizei) basiert?
Dr Eva Högl, setzen Sie sich über die Bedenkenträger hinweg und sprechen Sie eine Belobigung aus.
Der Fahrer des LKW, der andere Verkehrsteilnehmer gewarnt hat, ist es wert.
@Axel Schuller Der Nachtrag ist tatsächlich wichtig – vielleicht sogar ein eigenes Stück wert. Denn der Vorgang offenbart etwas, das in Bremen schiefläuft. Die Ehrung ist grundsätzlich richtig, aber was ist mit dem „Rest“?
„Ermittlungen wegen versuchten Totschlags dauern an.“ – Moment mal! Ist aus dem „versuchten Tötungsdelikt“, das eigentlich ein Mordversuch war, tatsächlich nur Totschlag geworden? Was gibt es da drei Monate lang zu ermitteln? Die Wahrheit ist wohl eher, dass der Fall seit drei Monaten auf dem Schreibtisch eines Technokraten liegt und nicht bearbeitet wird.
Was könnte man noch wissen? Die Frau befindet sich nicht in normaler Untersuchungshaft, sondern in einem psychiatrischen Krankenhaus (zur Behandlung und Begutachtung). Das ist nachvollziehbar. Aber es ist unklar, ob es jemals zu einer Anklage kommt oder ob das Verfahren wegen der psychischen Verfassung der Täterin eingestellt wird. Das wäre dann natürlich sehr erklärungsbedürftig und würde Fragen zur Rechtssystematik aufwerfen.
Da erscheint die Ehrung vor der Einstellung des Verfahrens eher als politisches Ablenkungsmanöver.
Handelte es sich hierbei nicht um einen mutmaßlichen Anschlag der linken Antifa (SA 2.0)?
Logisch, dass man aus linken SPD-Kreisen so eine Mordanschlagstat eher neutral betrachten könnte oder möglichweise sogar akzeptiert? Links ist doch gut und rechts ist so böse?
In Bremen wundert mich gar nichts mehr. Aber die Bürger wollen es seit fast 90 Jahren in Bremen so.