NEXT von Radio Bremen fällt auf üble Art über Bremens Reiche her
Radio Bremen ist ein öffentlich-rechtlicher Sender. Laut Rundfunkstaatsvertrag mit vielerlei Aufgaben belastet. Eine davon lautet, zur Bildung der Bevölkerung beizutragen. Heute habe ich für Sie ein Werk der jungen RB-Redaktion „NEXT“ im Angebot. Ich präsentiere Ihnen, liebe Leserschaft, die Transkription eines NEXT-Stückes auf Instagram über Bremens reichste Bürger m/w. Ich hoffe, dass Sie den mitgelieferten Link (unten) öffnen können. a) Um sich ein eigenes Bild zu machen und b) die auf Instagram nebenstehenden Kommentare einiger User zu lesen.
Hier die Transkription des RB-Beitrages auf „Insta“:
REICHSTE BREMER
„Es gibt einen neuen, ersten Platz bei den reichsten Menschen aus Bremen.
Ich wette, ihr habt noch nie von denen gehört.
Auf Platz 5 ist laut „Manager Magazin“ die Familie Fuchs. Die haben aus einer Reparaturwerkstatt ne Firma gemacht, die heute im Universum nach Aliens und Exoplaneten sucht. OHB baut aber auch Militärsatelliten. Die sind gerade unnormal am „Ballen“ und haben ihr Vermögen angeblich verdoppelt in nur drei Jahren. Die Füchse besitzen jetzt circa eine Milliarde Euro.
Platz 4 ist fast schon ein Promi in Bremen. Kurt Zech, der „Bruder“ hat Bremen Monopoly gespielt. In der Stadt läuft kaum ein großes Bauprojekt ohne ihn. Und mittlerweile gehört ihm gefühlt die halbe Stadt. 1,4 Milliarden Euro soll er wohl auf Tasche haben.
Also Platz 3 ist für echt behämmerster Fiebertraum. Die Familie Lürssen baut im verarmten Bremen-Nord Luxusjachten für Oligarchen, Ölscheichs und die Kardashians. Kriegsschiffe, allerdings auch. Das Business läuft anders gut. In nur drei Jahren soll sich deren Vermögen verdoppelt haben. 1,6 Milliarden Euro laut „Manager Magazin“.
Platz 2. Unsere Gedanken sind bei den Chefs von WPD. Die Entwickler Windparks sind nicht mehr die Reichsten in Bremen. Gut, dass sie genug Geldscheine haben, mit denen sie ihre Tränen trocknen können. Sie haben frühzeitig auf die Aktie Windenergie gesetzt. Und das zahlt sich jetzt aus. 4,4 Milliarden Euro sollen Blanke und Meier gehören.
Platz 1. Wer zur Hölle ist Familie Hollweg? Sie sind mit einem Großhandel für Gebäudetechnik dumm reich geworden. Jetzt sind sie big im Kunsthandel unterwegs mit der „Karin und Uwe Hollweg Stiftung“. Jetzt sind sie die reichsten in Bremen. 5 Milliarden Euro schwer, sagt das „Manager Magazin“.
Klarstellung von Bremen NEXT:
Die Jacobs-Familie aus Bremen ist übrigens noch reicher, wohnt aber inzwischen woanders.
Korrektur durch NEXT: „Im Video sagen wir, dass Familie Hollweg im „Kunsthandel“ tätig war. Tatsächlich waren sie im Großhandel tätig und haben eine große Kunstsammlung. Ob sie aber auch mit Kunst explizit gehandelt haben, ist nicht klar.“
Soweit die NEXT-Transkription:
Das, liebe Leserinnen und Leser, ist Jugendsprache a la NEXT von Radio Bremen.
Kein Wort zum Mäzenatentum (Hollweg), zu den teilweise unglaublichen Aufbauleistungen (Zech und Fuchs) sowie zu der Innovationskraft (Dr. Klaus Meier/Kelloggs-Quartier). Oder völlig schräg: „Im verarmten Bremen-Nord.“
Frage: Will der Öffentlich-Rechtliche Sender damit Neid schüren oder eher seine junge „Kundschaft“ dazu anhalten, sich selbstständig zu machen? Zu ackern, Geld zu verdienen, um irgendwann auch vielleicht in der Aufzählung vom „Manager Magazin“ aufzutauchen?
Als „kleines Vorbild“ könnte NEXT ja mal zunächst das Salär von Bürgermeister Dr. Andreas Bovenschulte (SPD) nennen. Der erhält zwar keine Million, aber immerhin rund 180.000 Euro im Jahr.
Für Jugendliche, die noch höher hinaus wollen, könnte NEXT natürlich auch die Gagen der öffentlich-rechtlichen Intendanten nennen. Die schleppen ganz schön ab, Digga. Und die, liebe NEXT-„Fabrikanten“, tragen kein (persönliches haftendes) wirtschaftliches Risiko.
Die WELT hat jüngst die Liste der ÖRR-Oberen veröffentlicht:
Ex-WDR-Intendant Tom Buhrow: 427.900 Euro
SWR-Intendant Kai Gniffke: 392.530 Euro
ZDF-Intendant Norbert Himmler: 382.560 Euro
NDR-Intendant Joachim Knuth: 360.371 Euro
WDR-Intendantin Katrin Vernau: 348.000 Euro
BR-Intendantin Katja Wildermuth: 340.267 Euro
Radio Bremen-Intendantin: Yvette Gerner: 284.536 Euro
MDR-Intendant Ralf Ludwig: 280.750 Euro
HR-Intendant Florian Hager: 255.000 Euro
SR-Intendant Martin Grasmück: 245.000 Euro
RBB-Intendantin Ulrike Demmer: 220.000 Euro
Dazu kommen meistens noch Gelder für „Aufwandsentschädigungen.
Also, liebe NEXT-Fans. Jetzt habt ihr doch mal konkrete Ziele, für die es lohnt, sich ins Zeug zu schmeißen.
Munter bleiben!
Herzlichst
Ihr Axel Schuller
Es folgt der Link zum NEXT-Video:
https://www.instagram.com/reel/DQ1Pd2kDLKC
P.S. für alle, die den Newsletter zum Blog nicht abonniert haben: Nachtrag zum vorigen Weser-Kurier-Blog: Die Eigentümer und der Aufsichtsrat der Bremer Tageszeitungen konnten sich am 22.11. erneut nicht auf eine Weiterbeschäftigung des Vorstandes David Koopmann über 2025 hinaus einigen. Der Termin für einen erneuten Versuch: 11. Dezember 2025. Und noch etwas: Ist Ihnen auch aufgefallen, dass das Blatt am vergangenen Freitag einen ausführlichen Artikel zum Neustädter Hafen mit einem Foto der Industriehäfen auf der anderen Weserseite illustriert hat? Kann (im schlimmsten Fall) passieren, aber: Keine Korrektur und keine Bitte um Entschuldigung. WK, das geht gar nicht. Da ich gerade dabei bin: Seit geraumer Zeit erscheinen im WK die Restaurant-Tests ohne auch nur einen winzigen Hinweis, welche Preise jeweils aufgerufen werden. Noch einmal: Das geht gar nicht.
Vor allen der angeblichen „Reichen“ unseres Mini- Bundeslandes ziehe ich den Hut. Alle haben mit viel Mut und unendlichem Engagement ihre Firmen ideenreich entwickelt und zum Erfolg geführt. Und mal zum Mitschreiben: Alle haben viel für dieses Bundesland getan.
Kein Wort davon, wie viele Mitarbeiter diese herausragenden Unternehmer beschäftigen und wie hoch die Steuern sind, die sie zahlen, damit der Staat und das Land funktioniert. Diese Unternehmer sind mit Herzblut aktiv und haben die Chancen genutzt, klug und mit hohem Risiko.
Soweit mir bekannt haben alle diese „Reichen“ ihre Firmen selbst aufgebaut. Diese Chance hat Jeder. Was NEXT macht, ist den jungen Leuten von vornherein Selbstvertrauen und den Mut zu harter Arbeit und zum Risiko zu nehmen. Es gibt ja Bürgergeld.
Einfach nur pubertäres Dumm-Gequatsche ohne Niveau und Sachverstand. Hingehuscht wohl in einer kurzen Raucher-pause . Ein weiterer Grund mehr, der uns bestätigt, dass wir den WK schon vor über 5 Jahren abbestellt haben!
Bei der rhetorischen und inhaltlichen Qualität dieser Zeitung bleibt es ein Rätsel warum es noch AbonnentInnen gibt.
Es scheint, dass die Bildungspolitik Bremens ihre kontinuierliche Fortsetzung bis in den Weserkurier gefunden hat, insoweit überrascht die Qualität dieser Berichterstattung und vieler anderer nicht wirklich.
moin, wenn die Zahlen stimmen kann nur noch die Sprache stören.
Für mich ein Teil von ausgewogener Information.
Die Bezüge der öffentlich-rechtlichen Beschäftigen und GEZ möchte ich als Thema an die NEXT Redaktion weiter geben. Hoffe sie lesen hier.
Der ÖRR weigert sich schlicht, seinen Bildungsauftrag zu erfüllen oder investigativen Journalismus zu betreiben. Da bringt das Manager Magazin also eine Liste der reichsten Deutschen heraus – und statt diese mit potentiellem Bildungsangebot zu unterfüttern oder mit einer fundierten Kritik daran, wie diese zu ihrem Vermögen gekommen sind, werden dort nur die Gefühle der Konsumenten getriggert.
Man könnte fragen und antworten, wo diese Leute eigentlich ihre Steuern zahlen. Man könnte fragen, ob nicht ungerechtfertigterweise KMU-Subventionen an Konzerne geflossen sind. Man könnte fragen, warum Bremen das dritthöchste Pro-Kopf-Bruttoinlandsprodukt unter den deutschen Ländern hat und dennoch praktisch das ärmste Bundesland ist. Bei den Pro-Kopf-Steuereinnahmen liegt Bremen nämlich nur auf Platz 11 – mit 7.800 € pro Einwohner. Und das trotz solcher „toller“ Unternehmen.
Die Antworten auf diese Fragen sind für den Staatsfunk aller Wahrscheinlichkeit nach zu beunruhigend für die Untertanen.
BIP pro Kopf (2024)
1. Hamburg 79.176 €
2, Bayern 57.343 €
3. Bremen 56.981 €
Das ist lockerflockige Hetze im AFD-Stil!
Moin! Ich habe natürlich unverzüglich an die WK-Chefredaktion (Benjamin Piel) geschrieben (das kann ja wohl nicht wahr sein!) und moniert, dass der Neustädter Hafen mit einem Foto aus dem Industriehafen vorgestellt wurde. Außerdem habe ich kritisiert, dass der WK offenbar mit „heißer Nadel“ und ohne fundamentale Lokalkenntnisse produziert wird, wie andere Beispiele belegen. Herr Piel (übrigens ein belebendes Element in der WK-Chefredaktion) hat sich sofort entschuldigt und angekündigt, diesen gravierenden Fehler in einer der nächsten Ausgaben zu korrigieren. Und er vergaß nicht, darauf hinzuweisen, dass er persönlich aus Mangel an Ortskenntnissen nicht stutzig geworden sei.
Moin vorab, lieber Herr Dr. Wewerka, lieber Herr Lohmann:
NEXT ist ein Radioprogramm bei Radio Bremen und hat mit dem Weser Kurier nichts zu tun.
Zu den Aussagen des Moderators im NEXT Video kann ich nur mit dem Kopf schütteln und fragen: Und dafür werden unsere GEZ Gebühren „verbraten“?
Ich lege das wohl am Besten unter „Futterneid“ ab. Denn, was kann man von dieser Generation anderes erwarten, wenn ihnen alle Wege geebnet und Hindernisse aus dem Weg geräumt wurden? Von Leistung und Eigenverantwortung haben die keine Ahnung.
Diese Neiddebatte mit völlig ideologisch Verirrten lohnt sich wahrlich nicht ! Die soziale Marktwirtschaft ermöglicht nun ´mal mit harter Arbeit und vielen Risiken , aber auch mit Glück derartige Reichtümer, von denen in sehr vielen Fällen (siehe Hollweg) auch soziale Einrichtungen profitieren.
Ich habe mir den Beitrag bei Instagram angesehen und festgestellt: Es gab im ÖRR schon viel Dümmeres und Tendenziöseres. Deshalb war ich nur mäßig geschockt. Die großem, wenn nicht riesigem, persönlichen Reichtum gegenüber kritische Grundeinstellung wird hier polemisch ausgelebt. Will sagen: So wäre die Redaktion über jeden Reichen egal welcher geographischen Herkunft hergefallen. Kein Grund, irgendwas persönlich zu nehmen.
Bei den Plätzen 1 (Gebäudetechnik) und 2 (Windkraft) gibt es ethisch nicht so richtig was rumzumeckern, also bleiben nur die Geldscheine zum Tränentrocknen als polemische Ohrfeige. Bei den anderen Plätzen sind es Hinweise auf heimliches Mogulentum (Platz 4) und eine anrüchige Produktpalette (Plätze 3 und 5), die die Legitimation des erworbenen Reichtums in Frage stellen sollen.
Darf man im ÖRR so über reiche Bremer Mitbürger berichten? Ich finde ja. Wie öde und langweilig wäre ein „ausgewogen“ gestaltetes Kurzvideo geworden?
Wenn die hier milde Angegriffenen in Bremen grundsätzlich unter einem ihren Ruf schädigenden Medienecho leiden würden, wäre das sicher ein Video zu viel gewesen. Das genaue Gegenteil ist aber der Fall. Insbesondere die Familien Zech, Fuchs und Meier können sich über einen Mangel an positiver Resonanz in den örtlichen Medien nicht beklagen. Und wer spricht heute noch von den dubiosen Praktiken aus den Anfangszeiten Zechs im Gefolge des Umbaus des Weserstadions? Hier ein rückblickender Link:(https://www.spiegel.de/politik/deutschland/schmiergeldaffaere-in-bremen-jede-menge-sprengstoff-a-198480.html.
Wie auch immer, m.E. leistet in diesem Fall und ausnahmsweise ein ÖRR-Beitrag mal einen Beitrag zur insgesamt ausgewogenen Berichterstattung. Gefeiert werden die Betroffenen nun wirklich genug.
Lieber @Helmut Detken, ich habe das Gefühl, Sie sind nicht ganz im Bilde. Die „soziale Marktwirtschaft“ ist in Deutschland seit den 1990er-Jahren demontiert und durch eine „neoliberale Ordnung“ ersetzt worden.
Das Dumme an dieser „neoliberalen Ordnung“ ist, dass sie Einkommen aus Arbeit und produktivem Kapital steuerlich bestraft und Einkommen aus unproduktivem Kapital massiv begünstigt.
Ich unterstelle mal, dass Ihr Unternehmen zum produktiven Kapital gehört. Da wäre es meiner Meinung nach besser zu erkennen, dass Sie durch diese irrwitzige Konstruktion wirtschaftlich langfristig stranguliert werden.
Es hat nichts mit Neid zu tun, wenn man dagegen ist, dass der Anteil der Rentiers schneller wächst als der Kuchen selbst. Es ist Überlebensinstinkt!
Lieber Torsten Büchse ! Ich könnte darauf nochmals antworten. Mache ich aber nicht, weil ich Kommentare über Kommentare speziell und generell ablehne ! Lassen Sie meine Meinung einfach ´mal so stehen ! Schönes Wochenende wünscht Helmut Detken
@Herrn Detken: Völlig unausgewogen und voller Polemik widerspreche ich Ihrer Beurteilung von Herrn Piel: Die Lektüre seiner Newsletter zum Wochenende ermüdet mich meistens schon nach zwei Absätzen. Außerdem kopiert er Herrn Schuller mit seinen Texthervorhebungen. Leider fehlt ihm jeder Wortwitz und seinen Argumenten jeder Tiefgang und Neuigkeitswert. Sein Bemühen, es Allen Recht machen zu wollen und nirgendwo anzuecken, finde ich langweilig, also das Gegenteil von Belebend.
Es spiegelt unseren momentanen gesellschaftlichen Zustand wieder.
Nach innen ätzen und hetzen.
Aber auf keinen Fall die erzkapitalistischen, wirklich schlimmen Finger angreifen.
Es wird zum Beispiel vollkommen kritiklos bei suprareichen Plattformen konsumiert. Netflix, Google, Temu, Uber, Shein, Apple, Microsoft, Amazon, Meta entziehen unserem Land Unsummen. Die Wertschöpfung findet nicht mehr lokal statt. Dadurch geht hier schleichend alles kaputt. Fertigung und Handel sind bald komplett chinesisch. Gerade hat sich ein chinesischer Konzern Saturn/Media gekauft. Darüber wird medial so gut wie gar nicht berichtet. Lieber wird nach innen getreten. Radio Bremen macht sich so direkt zum Handlanger von Musk, Bezzo, Zuckerberg und Co. Die sind übrigens alle beste Freunde von Trump. Nach dann viel Spaß mit euren neuen Freunden Radio Bremen.
Sehr geehrter Herr Paul, ich war in die Ermittlungen des K 54 (illegale Beschäftigungen) gegen Herrn Zech verdeckt eingebunden!
Ich hatte seinerzeit von Anfang an das Gefühl, dass sich nicht nur Bremen, sondern auch die halbe Kripo auf Herrn Zech eingeschossen hatte.
Dazu kam dann der Vorgang um den Senatsrat Zandke und sein Privathaus in der Mathildenstraße. Am Ende der teuren und umfangreichen Ermittlungen:
Nix dran. Noch Fragen?
Hochverehrter Herr Paul ! Bitte, lassen Sie mir meine Beurteilung von Herrn Piel. Dann akzeptiere ich auch Ihre ! Viele Grüße und ein schönes Wochenende. Helmut Detken
Herr Detken, nichts liegt mir ferner, als Ihnen Ihre Beurteilung von Herrn Piels Schaffen wegnehmen zu wollen. Weiterhin viel Spaß bei der Lektüre seiner Artikel und Kommentare! Und auch Ihnen ein schönes Restwochenende!
Sehr geehrter Herr Teupe, der von mir angeführte SPiEGEL-Artikel geht weit über das hinaus, was Sie erwähnen. Er macht deutlich, dass sich die damaligen Großkoalitionäre von SPD und CDU ihrerseits alle Mühe gegeben haben, Herrn Zechs Wachstumsbemühungen durch die Vergabe lukrativer städtischer Aufträge in mehr als einer Handvoll Fälle (Weserstadion, Siemens-Hochhaus, Polizeipräsidium, etc.) zu befördern. Insofern kann man sagen, dass Herr Zech seinen unternehmerischen Erfolg zumindest zu Beginn seines Wachstums auch dem Wohlwollen der hiesigen Politik verdankt. Das muss ja auch gar nicht schlimm sein, nur gibt es dann für Bremer Bürger keine Veranlassung zu einseitiger Dankbarkeit gegenüber Herrn Zech, der ebenso gute Gründe versprühen müsste, den Bremer Steuerzahlern dankbar zu sein.
Lieber Herr Paul, leider ist es oft so, dass strafrechtliche Relevanz von politischer Intonation erheblich abweicht!
Am Ende gilt für Ermittler immer: QED (quod est demonstrandum) und nix Spekulatius…wie bei Spiegel, Stern, BILD und Co.
Und die Ermittlungsergebnisse müssen gerichtsverwertbar sein. Ob Herr Zech dem Bremer Steuerzahler Dankbarkeit gegenüber verspüren müsste, entzieht sich meinem Beurteilungsvermögen.
Neid und Missgunst sind furchtbare Charaktereigenschaften. Solche Texte wie in NEXT sagen Alles über die Geisteshaltung der Autoren aus. Erbärmlich!
Zum P.S.: Es ist ein schweres Versäumnis, wenn in Restaurantbesprechungen keine Preise genannt werden. Noch schlimmer ist es, wenn – wie im jüngsten Text im WK über das Café Engel nicht einmal Gerichte genannt noch deren Geschmack beschrieben und bewertet werden. Dann kann man sich solche „Gastrokritik“ auch ganz schenken. Verarschung haben weder Leserinnen und Leser des WK noch Gäste des Engel verdient.
Es ist sicher nicht verkehrt, dem Programm und den Beiträgen von Bremen NEXT Aufmerksamkeit zu schenken, auch wenn das selten ein Vergnügen sein dürfte. Eine fundierte Kritik des Auswurfs dieses „Angebots“ von Radio Bremen ist genauso überfällig wie notwendig und man kann die vernunftbegabten Menschen in Bremen nur ermuntern, zu prüfen und fundiert zu kritisieren. Es gibt keinen Zweifel daran, dass so manchem beim aufmerksamen „Genuss“ des Programms die Kinnlade runterfallen dürfte.
Der oben genannte Beitrag zum Thema „Reichste Bremer“ wäre da, im Verhältnis zu anderen Produkten, noch als eher gemäßigt einzuordnen.
Zu Bremens „reichsten“ Bürgern, also den nach monetärer Bewertung wohlhabendsten:
Sie haben ganz sicher erhebliche Einflussmöglichkeiten auf die Politik.
Bei der erschreckenden Abwärtsbewegung dieser Stadt in zu vielen Bereichen und dem offenkundigen erheblichen Kontrollverlust der Bremer „Politik“ kann man sich nur wünschen, dass die „reichen“ Bremer ihren erheblichen Einfluss konzertiert nutzen, um im Sinne aller Bürger den Niedergang dieser vormals florierenden Stadt aufzuhalten.
Lieber Jan Schuhmann, da sprechen Sie ja vielen aus dem Herzen.
„… sich nur wünschen, dass die ‚reichen‘ Bremer ihren erheblichen Einfluss konzertiert nutzen, um im Sinne aller Bürger den Niedergang dieser vormals florierenden Stadt aufzuhalten.“
Eine Rundfunkbeschwerde aus „berufenem Munde“ ist sicherlich wirksamer als unsere, mit der man sich nicht einmal wirklich auseinandersetzt. Nur leider habe ich den Verdacht, dass die Prioritäten „der Einflussgruppe“ woanders liegen. Wenn da zum Beispiel jemand den Chefredakteur einer längst irrelevant gewordenen Regionalzeitung anruft, weil die ein falsches Bild zu einem PR-Stück abgedruckt haben, statt die bemerkenswerten Auswürfe von Radio Bremen – vor allem bei Next und Funk – zu kritisieren, zeigt das, wo die Prioritäten liegen. Aber ich bin mir sicher, dass die angesprochenen Leute weder das noch andere (gute) Medienangebote außerhalb des abgewirtschafteten Mainstreams konsumieren. Das ist also gar nicht Teil ihrer Realität.
Und dann gibt es auch noch die unüberbrückbaren Widersprüche zwischen betriebswirtschaftlich attraktiven Geschäften mit der öffentlichen Hand und meist gegenläufigen Gemeinwohlinteressen. Da ist das Hemd näher als die Hose. Politik ist zu einem „Market for Lemons“ (George Akerlof) geworden – ein Markt, der sich aufgrund von Informationsasymmetrie in einer Todesspirale befindet und sich nur noch schlechte Produkte durchsetzen.