Mega-Böller verbieten oder den Preis eher – à la Mäurer – krass in die Höhe treiben?
Böller und Raketen sind offensichtlich Teufelszeug. Während die einen damit das alte Jahr wegschießen wollen, gibt es gleichzeitig einige, deren Hirnmasse geradezu eingekocht sein muss. Auf jeden Fall werfen sie Brutal-Kracher auf Passanten und auf Polizisten, Feuerwehrleute sowie Rettungskräfte. Mindestens genauso übel sind völlig verantwortungslose Zeitgenossen, die Raketen waagerecht auf Menschen abschießen. Kann ein Böllerverbot helfen? Oder wäre auch ein anderer Weg denkbar? Achtung: Ich mach’ heute mal „auf Mäurer“. 🙂
Wer in der Silvesternacht das Abbrennen ganzer Batterien mit super-lauten Krachern erlebt hat, denkt vermutlich: Warum diese irrsinnigen Mengen? Weniger ginge doch auch. Die armen Tiere. Sammeln die ihren Dreck hinterher eigentlich auch auf? Wo nehmen die bloß das viele Geld her?…
Erfährt man dann am Neujahrsmorgen noch, dass – sorry – Halbhirne Polizisten, Feuerwehrleute und – völlig pervers – Sanitäter und Notärzte mit Krachern und Raketen unter Beschuss genommen haben – dann kommt bei vielen der Gedanke auf: Warum wird dieser Mist nicht komplett verboten?
Offensichtlich lebt in unserem Land eine (zu) große Menge an Menschen, die weder verantwortungs- und rücksichtsvoll noch mitfühlend sind. Auf den Punkt gebracht: Die sind offenbar einfach dumm.
WK-Kollege Benjamin Piel hat das in seinem Leitartikel zum Wochenende treffend beschrieben. Leute, die in Tenever mutmaßlich vom Staat unterstützt werden, greifen ausgerechnet diesen Staat mit Böllern an, der sie womöglich „füttert“. Welch abstruse Situation!
Ich frage mich: Kann man diesen Menschen, die überwiegend an sich und nur an sich denken, mit einem Böller-Verbot beikommen? Und: Bestraft man mit einem Feuerwerks-Verbot nicht auch alle, die ein paar Leuchtraketen in den Himmel schicken wollen? Ohne blöde herumzuböllern?
Spontan dachte ich am Neujahrsmorgen: Schluss mit dem ganzen Mist, der laut ist, die Luft verpestet und Unmengen an Dreck hinterlässt.
Ein Verbot funktioniert aber halt nur, wenn jene, die sich nicht daran halten, bestraft werden. Und zwar umgehend. Nicht, wie an unseren Gerichten inzwischen üblich, nach Monaten oder nach über einem Jahr.
Außerdem: Kommt eine größere Gruppe zum Feiern zusammen, kann man Einzelne, die trotzdem Feuerwerk zünden, kaum dingfest machen.
Deshalb zwei Vorschläge à la Ulrich Mäurer (praktiziert beim Einfordern der Polizei-Mehrkosten bei Risiko-Fußballspielen):
Stufe 1: Rettungsdienste, Ärzte und Krankenhäuser tragen bundesweit alle Kosten zusammen, die durch Feuerwerks-Verletzungen entstanden sind. (Alkoholschäden fallen nicht darunter, weil unmäßig gesoffen wird ja auch an anderen „besonderen“ Tagen.)
Die genannten Stellen melden die Gesamtsumme dem Bundesgesundheitsministerium. Die Ministerin Nina Warken stellt den vermutlich mehrstelligen Millionen-Betrag den Herstellern und Großhändlern der Böller und Raketen in Rechnung.
Das Geld wird anschließend (je nach Mitgliederzahl) den Krankenkassen erstattet. Schließlich kommen ja alle Krankenversicherten für den Aufwand in Arztpraxen und Krankenhäusern auf.
Stufe 2: Polizei und Feuerwehr addieren bundesweit die durch das Silvester-Geschehen entstandenen Zusatzkosten, melden die Summe nach Berlin. Innenminister Alexander Dobrindt stellt den hohen Millionen-Betrag ebenfalls den Herstellern und Großhändlern von Böllern und Raketen in Rechnung. Das Ministerium überweist das Geld (aufgeteilt nach eingesetztem Personal) an die Polizeien und Feuerwehren der Kommunen und Länder zurück.
Ergebnis: Böller-Hersteller und Großhändler werden die enormen Kosten auf die Waren umschlagen. Raketen werden dadurch (hoffentlich) so teuer, dass man sich diese nur in Maßen leisten kann. Böller werden nicht mehr angeboten. (Der online-Verkauf muss natürlich unterbunden und die Gesetzeslage angepasst werden).
Ja, ich höre schon die stets Sozialbewegten sagen: Feuerwerk darf kein Luxus werden…
Warum eigentlich nicht? Erstaunlicherweise befinden sich unter den Exzessiv-Feuerwerkern übermäßig viele, bei deren im TV gezeigten Großeinkauf man denkt: Na hoffentlich haben die nach dem nächsten 15. noch genug zu essen.
Ja, ich weiß: Das hört sich elitär an. Ist es aber gar nicht: Umgekehrt wird ein Schuh daraus: Geben arme Menschen weniger Geld für den Böller-Unfug aus, verfügen sie (und, nicht zu vergessen, ihre Familien) im Januar über mehr Geld. Das ist sozialpolitisch „wertvoller“, als wenn diese ihr halbes oder gar dreiviertel Monatssalär binnen weniger Minuten in die Luft jagen.
Liebe Leserschaft, was halten Sie von diesen Gedanken? Oder, haben Sie andere Ideen, wie man des Feuerwerks Herr werden kann?
Den derzeitigen (beschriebenen) Zustand halte ich jedenfalls für unerträglich.
Munter (und bitte gewogen) bleiben!
Herzlichst
Ihr Axel Schuller
P.S.: Liebe Blog-Leserschaft, herzlichen Glückwunsch! Sie gehören zu den (manchmal) eben doch besser informierten Bremerinnen und Bremern. Weser-Kurier und Radio Bremen haben am 2.1.26, mittags, endlich wahrgenommen, dass Linksextremisten am 23.12. das Auto einer Woltmershauser Gaststätte abgefackelt haben. Sie, meine liebe, diskussionsfreudige Leserschaft, hatten das bereits am 31.12.25 auf bremensogesehen gelesen.
Die durchaus originelle und ernstgemeinte (?) Idee, die Hersteller in die Verantwortung zu nehmen, ist so neu nicht.
Die EU hat schon vor einigen Jahren die sog. Erweiterte Herstellerverantwortung beschlossen, nach der die Hersteller von bestimmten Arzneimitteln und Kosmetika die Kosten der 4. Reinigungsstufe zu 80% tragen müssen. Dort werden einige Arzneimittel und Kosmetikrückstände herausgefiltert.
Die Umsetzung ist kompliziert.
Bei Feuerwerk eher sehr kompliziert.
Mein Sylvester sah so aus: Mein Hund Murphy und ich sowie zwei Streifen haben die Hemelinger/Arberger und Mahndorfer Marsch bewacht. Dort rasten gerade wahnsinnig viele Gänse auf ihrem Zwischenstopp zu ihren Brutgebieten. Jugendliche stehen dort immer auf dem Deich und ‚böllern“. Das ist für die Rastvögel fatal. Denn jedes Mal, wenn sie aufsteigen, verbrauchen sie mehr Energie als sie durch Futter aufnehmen können. Dieses Jahr ist dort kein einziger Böller explodiert. Danke an die Polizeiinspektion Verden. Ich bin, wie Uli Mäurer, seine Frau Wohner-Mäurer, Frau Gabi Schwab vom Bremer Tierheim und viele andere für ein absolutes Böllerverbot. Der „Knaller“ am frühen Neujahrsmorgen: Als ich nach Hause kam, stand ein SUV mit Ukraine- Kennzeichen auf meinem Parkplatz. Neben dem Auto ca.10 Feuerwerksbatterien. Als ich die Leute angesprach, haben die nur gesagt: „Merz bezahlt alles“…..
Lieber Axel Schuller, so sehr ich Ihre Beiträge und Kommentare schätze, liegen Sie diesmal leider daneben! Es gibt zu meinem Bedauern noch kein EU-Gesetz, welches das regionale Abschießen von Raketen und Böllern verbietet. Anders könnten sich die Bundesländer und Kommunen verhalten. Doch wir leben im Bundesland Bremen, in dem kein Mitglied in der Bürgerschaft es sich mit möglichen Wählern verderben möchte (leider auch nicht mit Bürgergeld- oder Sozialhilfe-Empfängern). Ich lebe in dem Stadtteil Walle, in dem es kaum noch alltägliche Rechtsverfolgung gibt. Polizisten und insbesondere Rettungskräfte haben inzwischen Angst vor jedem Einsatz mit sog. polarisierenden Kräften der „Neubürger“, von mir auch als Clans bezeichnet.
Warum sollte dieses ausgerechnet zum Jahreswechsel anders sein? Und final: Weshalb kriechen alle Politiker bundes- und landesweit vor den pyrotechnischen Lobbyisten? Ist da doch wohl zuviel Spiel im gemeinsamen Playoff? In Bremen z. B. die Firma Comet, Bremerhaven (die längst den Chinesen gehört). Fazit: Wir Gegner der privaten Böllerei und Befürworter von öffentlichen Feuerwerken bleiben intensiv und stark.
@Horst Carlsen: Ich habe an keiner Stelle davon gesprochen, dass EU-Recht ein Böller-Verbot zulasse.
Weihnachten steckt noch allen in den Knochen, dann geht’s los. Die jährliche Debatte über das Böllerverbot. Mit Engagement, und manchmal auch richtig komisch, wird die jeiweilige Position aufgebaut und kraftvoll verteidigt. Ich freue mich immer wieder, dass Deutschland kein anderes Problem hat. Also, auf ein gutes Neues und bis zum 26.12. 2026 zur fröhlichen Debatte über das für und wieder zum Böllern. Ach ja, für alle ein gutes Jahr 2026!
Wozu neue Regeln „erfinden“?
Machen wir es wie die Nachbarn in NL
https://www.zdfheute.de/politik/ausland/niederlande-boellerverbot-feuerwerk-silvester-100.html
Warum können andere Länder wie das kleine Holland Dinge umsetzen, während wir uns in Entscheidungslosigkeit verlieren? Kein Mensch (und auch kein Tier) braucht diese sinnlose Knallerei! Einfach verbieten!
Als Besitzer eines leider nicht schussfesten Hundes kann ich nur sagen, liebe Frau Dreyer, dass die Böllerei alles andere als eine Petitesse ist. Der schiebt nicht erst Silvester Panik, sondern schon mehrere Tage vorher, wenn die Beklopptesten der Bekloppten nicht mehr an sich halten können und schon einmal Kostproben ihres aus den Vorjahren übrig behaltenen Sprengarsenals in die Luft jagen. Diese Kostproben sind noch perfider, weil sie völlig unerwartet losgehen, weder Hund noch Mensch können sich darauf einstellen.
Wenn ich nur einen Bruchteil des Schreckens meines Hundes auf die frei lebende Tierwelt hochrechne, sehe ich nicht die geringste Veranlassung, diesem völlig entbehrlichen Geballere weiteren Raum zu geben. Und wie der Erfolg der Petition der GdP zeigt, nimmt die Zahl der Menschen, die davon die Schnauze voll haben, deutlich zu.
Und wem das Leid von Tieren nicht als Grund ausreicht, dem sollten das Wohl von Polizei und Rettungskräften bzw. die knapper werdenden Ressourcen unseres Gesundheitswesens am Herzen liegen.
@Herr Teupe: Das mit dem Auto mit UA-Kennzeichen und den 10 Feuerwerksbatterien haben Sie sich ausgedacht. Das kann nicht sein, Geben Sie es zu. Bitte!
@Herr Schuller: Hätte ich nicht kürzlich einen größeren völlig durchnässten Feuerwerkskarton mit polnischen Aufklebern entsorgt, würde ich dem Vorschlag große Wirkung zutrauen. Jetzt glaube ich, dass Billigimporte z.B. aus Polen diesen völlig aushebeln würden.
Herr Paul, es ist in der Tat wirklich so gewesen. In meiner Wohnanlage (kleine Einheit) lebt eine ukrainische Restfamilie ohne Mann. Die Leute waren hier mehrere Tage bei Bekannten, denke ich, zu Besuch. Das mit den Tieren kann ich absolut nachvollziehen. Wir suchen immer noch 2 Katzen, die seit Sylvester weg sind. Ich habe gestern erst die Knaller-Batterien entsorgt. Selbst das haben die nicht gemacht.
Böllerei: Ich bin gegen jede Art von Böllerei. Das ist nicht entscheidend. Entscheidend soll sein, was die Mehrheit der Bevölkerung möchte oder nicht möchte. Halbe Sachen sind nie optimal. Eine klare Linie könnte aber nur entstehen, wenn man etwas genehmigt oder verbietet.
Vielleicht gibt es aber auch ein sogenanntes eingeschränktes Verbot in der Richtung, dass bestimmte Artikel wie Batterien o. Ä. gründsätzlich verboten werden und als extremes Gegenteil davon z. B. Knallerbsen erlaubt werden. Es darf auch nicht zu viel Kontrolle und Administration damit verbunden werden. Dieses nur einmal zum Nachdenken. Ich selber bin für ein generelles Verbot mit Strafen für Nichteinhaltung der generellen Linie.
Nun zeigt endlich ´mal Rückgrat und verbietet diese unselige Ballerei , ihr Politiker! Es haben sich schon Zig-Millionen dafür ausgesprochen, so dass keine Stimmenverluste zu befürchten sind, wobei man auf die Stimmen von Gehirnamputierten ohnehin verzichten kann . Der Vorschlag von Axel Schuller ist nicht schlecht, aber wie lassen sich die Kosten bei chinesischen Böllerproduzenten eintreiben ? China ist nicht der DFB !
Das Problem mit Konservativen ist, dass sie Menschen bevormunden, also zu ihrem Glück zwingen wollen. Da gibt es auch keine strukturellen Unterschiede zwischen Dunkelgrün, Schwarz, Rot oder Blau. „Nach unten treten ist immer richtig.“
Unterdrucksetzen und Ventile zum Frustabbau beseitigen oder teuer machen ist die Standardlösung für alles, was den Untertanen gefällt. Gleichzeitig werden bei echten relevanten Missständen – kriminelle Machenschaften großer Konzerne (geplante Obsoleszenz, gefährliche Pharmaprodukte etc.) oder mafiöse Strukturen – durch Wegschauen gefördert. Weil ja jeder einen Freund hat, der davon profitiert, gerade innerhalb der Funktionselite.
Ist hier keiner mit den Eigentümern oder Angestellten von Comet in Bremerhaven befreundet?
Bis auf Frau Dreyer haben sich alle Kommentatoren für ein Böllerverbot ausgesprochen. Das ist doch etwas.
Eigentlich wollte ich keine Leserbriefe schreiben…aber im Blog von Axel Schuller treffe ich viele Leute wieder mit denen ich schon immer gerne geschnackt habe. Ein Böllerverbot durch Kostenumlage: Die Idee finde ich nicht so prickelnd. Damit würde eine Bürokratielawine auslöst werden. Und zwar nur deshalb, weil wir uns (mal wieder) scheuen, naheliegende aber unbequeme Entscheidungen zu treffen. In der jüngsten Vergangenheit hat das mit neuen Regeln im Zusammenleben eigentlich doch ganz gut geklappt. Z.B. kein Rauchen mehr in Speiselokalen oder im Auto, wenn Kinder mitfahren. Das Einhalten eines Diskretionsabstands am Bankschalter und beim Bäcker in der Brötchenschlange und das Husten in die Armbeuge, wenn man es nicht unterdrücken kann. Einen Untergang des Abendlandes hat das alles nicht ausgelöst. Auch ein Böllerverbot werden wir überstehen und uns in 10 Jahren darüber wundern, das solche Gefährdungen von Menschen und Tieren mal erlaubt waren. Nur zur Erinnerung: Noch 1810 musste die Rathversammlung von Bremen bei Androhung von Strafe ausdrücklich verbieten, dass in die Balge (ein inzwischen zugeschütteter Nebenarm der Weser hinter dem Schütting) geschissen wird, wenn dort Reinigungsarbeiten ausgeführt werden. Also: Geht doch!
Ein bisschen liegt es auch an „Wir schaffen das“.
Schließe mich den obigen Kommentaren voll und ganz an und habe im letzten und in diesem Jahr Petitionen für ein Böllerverbot unterstützt. Ich bin auch frustriert, dass die Debatte jedes Jahr aufs Neue folgenlos bleibt – im letzten Jahr habe ich mich zudem sehr über Olaf Scholz geärgert, der sich öffentlich gegen ein Böllerverbot ausgesprochen hat, obwohl Umfragen seit langem zeigen, dass die Mehrheit für ein Böllerverbot ist. Merz schweigt dazu lieber, macht aber auch nichts.
Für mich ist tatsächlich der Hauptgrund für das Böllerverbot das erhöhte Risiko von bleibenden Verletzungen für Kinder und Jugendliche. Auch in meiner Kinderzeit und als meine Kinder klein waren, haben wir Feuerwerk gezündet, wobei es durchaus heikle Vorfälle gab, wo wir mit dem Schrecken davongekommen sind. Fazit: Feuerwerkskörper gehören einfach in professionelle Hände! Wenn es dann stattdessen zentral organisierte Feuerwerke in jeder Stadt bzw. Stadtteil gäbe, könnte so ein Feuerwerk auch gemeinschaftsstiftend wirken (so wie es z. B. auch bei Musik und Licht am Hollersee ist). Es gibt ja inzwischen auch sensationelle LED-Shows, die eine hervorragende Alternative zu individuellen Feuerwerk sind – könnte man auch mehrfach zeigen mit frühen Zeitslots für Familien mit kleinen Kindern, die ihre Kinder nicht bis Mitternacht wach halten möchten. Ich finde es wichtig, das Verbot so umzusetzen, dass es nicht als Verzicht, sondern als Verbesserung mit Mehrwert erlebt wird. Dass die Niederlande jetzt vorangehen, tröstet mich etwas darüber hinweg, dass wir immer noch kein Böllerverbot haben, denn so kann man immerhin beobachten, wie das Verbot dort umgesetzt wird und ggf. aus den Fehlern dort lernen. Was wir aus dem ZDF-Beitrag dazu jetzt schon lernen können: Das Verbot zu einem Zeitpunkt in Kraft setzen, wo keine Hamsterkäufe möglich sind bzw. wegen „letzter Gelegenheit“ besonders viel Feuerwerk gekauft wird. Ideal wäre ein Timing, wo Beschluss und Umsetzung des Böllerverbots im gleichen Jahr erfolgen – das wäre eine sinnvolle Gesetzesinitiative für dieses oder nächstes Jahr. Der ôffentliche Druck muss auf jeden Fall hoch bleiben. Immerhin hat der niederländische Arzt auch 22 Jahre für das Verbot gekämpft – am Ende mit Erfolg!
Verteuern hilft nicht. Ein generelles Verbot ist klar angesagt. Das dann aber auch bundesweit.
Lieber Herr Paul, ich bin seit vielen Jahren Frauchen und liebe meine Hunde. Doch die Hunde, ob Angsthund oder auch nicht, haben alle bislang überlebt und auch keine bleibende Schäden davongetragen. Richtig ist aber: Silvester verbringen mein Mann und Ich plus Hund ab 18.00 Uhr im Bett. Zwischen uns beiden „Erwachsenen“ der furchtbar zitternde Hund. Da wir vorab den Champagner an das Bett stellen und auf das neue Jahr anstoßen, trinken für seit unendlicher Zeit nur „warmen Champagner“. Kann man sich dran gewöhnen. Na dann, uns ein gutes NEUES.
Warum eigentlich ein Verbot? Warum nimmt der Rechtsstaat nicht die Irren fest und verhängt eine spürbare Strafe in überschaubarer Zeit. Klar: der Staat kriegt das nicht hin. Und dieser unfähige Club soll jetzt das Böllerverbot überwachen? Sie merken jetzt wohl, wie merkwürdig diese jährliche Debatte ist.
Ich bin aktiv in der FDP und find Geböllere geil. Es ist Tradition und sieht gut aus.
Natürlich überwiegen die Gegenargumente, aber seit dem es Tote gibt, bin ich für ein Verbot. Schaun wir nach Bremen: Es kann nicht sein, dass die Idioten des Viertels, mit Verlaub ich hab schon genuch gegen die debattiert, und bei manchen dieser Linken ist die Bezeichnung Häufchen Elend deutlich passender, die Polizei mit ihren Raketen, die sie nicht in der Hose haben, angreifen.
Ich weiß nicht, ob auf dem Wege der Illegalisierung die Einfuhr von Polenböllern und sonstigem Verbotenen Knallgut Tote eingedämmt werden; wenn nicht weiter knallen!
Alles richtig und sinnvoll. Aber würde man die Hersteller für die Folgen der Nutzung ihrer Produkte in die Pflicht nehmen, dann würde ja Gerechtigkeit herrschen, es gäbe kaum noch Rauchwaren, Atomkraft, Kohlekraft, Alkoholische Getränke, Zuckerhaltige Getränke, Süßigkeiten u.s.w.
Das sind ja auch die Forderungen von progressiven Parteien aus dem linken Spektrum…. oops????. Vielleicht sollte man die mal dazu hören, wie man das fix umgesetzt bekommt. Volt, Mera25 und andere Parteien würden sich bestimmt darüber freuen, mal gehört zu werden.
Ich muss ja leider gestehen…ich bin an diesem Silvester „geflüchtet“. Schon vor Weihnachten krachten abends und nachts die dicken „Polenböller“ und meine Erfahrungen der vorherigen Jahre wollte ich nicht wiederholt haben. Ja, ich weiß, wenn man Böllern verbietet, muss man auch Rauchen, Auto fahren etc verbieten. So die Argumente der Liebhaber der Knallerei. Ich denke aber nicht nur an die armen Tiere, sondern auch an uns Menschen. Wenn man schaut, wo die meisten und größten Feuerwerke stattfanden, kommt man leider an den Wohngebieten mit den meisten Bürgergeldbeziehern nicht vorbei. @b. tuscherer: Es gibt zwar keinen Verkauf mehr in den Niederlanden. Aber ist doch fein, dass die Niederländer nur kurz über die Grenze fahren mussten, um sich für die nächsten Jahre schon mal einzudecken. Vielleicht sollten wir in ein paar Jahren in die Niederlande über Silvester fahren, um dort einen ruhigen Jahreswechsel zu verbringen.
Danke, Herr Schuller, dass Sie oben diese Steilvorlage gegeben haben. Es ist eine reine Freude, dem Stechschritt mancher Mitkommentatoren zuzusehen, wenn auch etwas beängstigend. Für absolut jede Verbotsbestrebung findet man eine laute Minderheit, die das super findet.
Böller-, Haustier- und Behandlungsverbote für zu alte Menschen liegen da näher, als sich das manche vorstellen mögen. Man darf nicht unterschätzen, dass im Kopf des Spießers offensichtlich erhebliche Eigendynamik vorherrscht. Was die sich nicht alles zurechtfabulieren, kann man sich als Liberaler im eigentlichen Sinne gar nicht vorstellen, bevor man es gehört hat. Da müssen sogar Todeszahlen eingedämmt (!!!) werden, weil fünf Mitbürger an etwas gestorben sind, das ohnehin illegal ist. Noch mehr illegal machen hilft da bestimmt. – Toi, toi, toi!
Aber wenn man mal realistisch ist, reicht das nicht mal für den Davin Award.
Der Vorschlag, die Böller durch eine Sondersteuer richtig teuer zu machen, könnte für einen Schwarzmarkt sorgen.
Ähnlich, wie bei Zigaretten oder Alkohol, billig im Ausland eingekauft, und hier mit reichlich Gewinn weiterverkauft.
Wie bei schwarz gebranntem Schnaps wäre vermehrt mit selbst gebautem Feuerwerk zu rechnen; mit all den Folgen.
Ich kaufe seit Jahren kein Feuerwerk mehr, und lasse statt dessen eine alte Luftschutzsirene laufen. Das ist billiger, verbraucht, obwohl die Leistung 5 kW beträgt, wegen der paar Minuten Laufzeit nur wenige Cent Strom. Und macht keinen Dreck,.
Die Tiere in der Nachbarschaft reagieren dem Vernehmen nach unterschiedlich, aber wohl nicht ganz so verängstigt, wie bei den Böllern, da der Ton langsam ansteigt. Ein Schäferhund heult sogar mit, wie ein Wolf.
Dass sich Polizisten auf offener Straße mit Böllern, teilweise illegalen Böllern, beschießen lassen und danach im übertragenen Sinne mit Wattebäuschchen zurückschießen, gibt es wohl nur in Deutschland. Berlin und Bremen spielen da ja ganz besonders weit vorne mit. Ich denke, keine andere Polizei der Erde würde das so mit sich machen lassen. Man wird sich darauf besinnen, wozu man eigentlich als Gewaltmonopol auch Waffen tragen und benutzen darf.
Sehr geehrte Herr von Bernstorf, als ich nach Bremen gekommen bin, war die Sielwallkreuzung immer ein gesetzter Termin an Sylvester; bei allen Medien. Es gab da garantiert Randale und alle Medienvertreter „geierten“ gierig auf einen Ausrutscher auf Seiten der Polizei oder der Randalierer.
Bis auf einige Feuerchen und Körperverletzungsdelikte ist nie etwas passiert. Man spielte sogar zusammen Fußball mitten auf der Kreuzung.
Morgens in der Früh ging man dann auseinander und gut war…
Heute hat die Dimension der Randale eine völlig andere Qualität. Die „Chaoten“, und das sind die für mich, nehmen Körperverletzungsdelikte von Polizei, Feuerwehr, Rettungskräfte und auch Zivilisten billigend in Kauf oder legen es geradezu darauf an. Sie haben recht, das ist wie Wattebäuschchen gegen Basukas.
Entweder gibt es ein Böllerverbot oder die Einsatzkräfte werden aufgerüstet! Frau Dr. Högl, übernehmen Sie!