Dienstmütze – Polizei-Einsatz in einer Gröpelinger Shisha Bar mit Kippa auf dem Kopf?

12.01.2026 14 Von Axel Schuller

In unserer schönen Stadt jagt wirklich ein Irrsinn den nächsten. Liebe Leserschaft, ich will Ihre Text-Aufnahme-Kapazität wirklich nicht überstrapazieren. In echt! Aber: Turban-tragen im Job als Polizeibeamter? Geht gar nicht! Wenn diese von Linken und Grünen geforderte Regelung dennoch beschlossen werden sollte – dürfen dann deutschstämmige Polizisten mit einer Zipfelmütze á la Deutscher Michel auf Streife gehen?

Wie kann es bloß sein, dass der Grüne Michael Labetzke, ein ausgebildeter Bundespolizist, folgende Sätze von sich gibt?

„Das strikte Festhalten an Regeln aus Bismarcks Zeiten ist nicht mehr zeitgemäß.“ Und: „Wir würden mit einer offneren Regelung ein wichtiges Zeichen für eine diverse Gesellschaft senden.“

Der Linke Co-Fraktionschef Nelson Janßen spitzte es im Weser-Kurier weiter zu: „Die zunehmende Diversität in der Gesellschaft muss sich auch in der Repräsentanz des Staates wiederfinden.“

Mal zur Erinnerung: Der Staat und seine Polizei ist zur Neutralität verpflichtet. Punkt. Ende. Aus.

Polizisten wissen bereits vor ihrer Ausbildung, dass sie (wie Feuerwehrleute) im Dienst „Uniform“ tragen müssen. Und – bspw. im Sommer – nicht in Shorts und Badelatschen im Streifenwagen sitzen dürfen. Niemals. Never. Niente.

Polizisten tragen Pistolen (und hoffentlich bald alle Elektro-Schocker), weil sie, und nur sie, Gewalt für den Staat ausüben. Das setzt unbedingte Neutralität der Beamten voraus. Diese Staatsdiener sind einheitlich gekleidet, damit jedermann und jedefrau sie eindeutig bereits äußerlich als autorisierte Gesetzeshüter erkennen kann. Mit Uniform, bestehend aus einheitlichen Hosen, Hemden, Jacken und Dienstmützen. So. Und. Nicht. Anders.

Herr Labetzke, es ist doch völlig wurscht, wer die Uniform eingeführt hat. Selbst wenn es Caesar gewesen wäre.

Für Begriffsstutzige hier ein Blick in Wikipedia:

„Als Uniform bezeichnet man gleichartige Kleidung, um optisch einheitlich (lateinisch-französisch: uniform) in der Öffentlichkeit aufzutreten.

Ex-Innensenator Ulrich Mäurer (SPD) hatte einen Kompromiss vorgeschlagen. In den Räumen der Dienststellen: Turban, Kopftuch und Kippa – in Gottes Namen 🙂 – erlauben. Aber nicht im Außendienst. So ist es in der Bremer Justiz bereits geregelt.

Kaum ist „der Alte“ weg, tanzen Grüne und Linke auf den Tischen. Sie wollen partout „Diversität“ durchsetzen. Also Turban – und dann wohl auch Kippa und Kopftuch – im Streifenwagen.

Liebe Entscheider von Grünen und Linken, bitte mal kurz innehalten.

Stellen Sie sich folgende Situation vor: Ein uniformierter Polizist betritt in – sagen wir – Gröpelingen eine Shisha-Bar. Auf dem Kopf trägt er statt der Dienstmütze eine Kippa… Na, kommt jetzt auch bei Ihnen das Kopf-Kino in Gang?

Es ist ja ein Glücksfall, dass Kevin Lenkeit (SPD), Marco Lübke (CDU), Jan Timke (BD) und Dr. Marcel Schröder (FDP) sich vereint für die offizielle Dienstmütze ins Zeug legen. Aber: Die SPD befindet sich bekanntlich mit Grünen und Linken in einer Koalition. Die beiden Kleinen können die (noch) große SPD laut Koa-Vertrag ausbremsen.

Sollten Turban, Kippa, Kopftuch und womöglich „Michel“-Mütze (später vielleicht auch noch Nikab/Vollverschleierung) auf Streifenfahrt erlaubt werden, würde es mich nicht wundern, wenn der ohnehin schwindende Respekt vor der „Ordnungsmacht“ noch mehr abnehmen würde. Nach dem Motto: „Hej, Sie da mit dem Turban/Kopftuch/Kippa usw., sind Sie überhaupt Polizist?“ „Von Ihnen lasse ich mir nichts sagen.“

Liebe Leserschaft, jetzt sind Sie dran. Einheitliche Dienst-Uniform mit einheitlicher Schirmmütze, oder doch Misch-Uniform á la Grüne und Linke?

Munter bleiben

Herzlichst

Ihr Axel Schuller

P.S.: Daniel Günthers Verbots-Phantasien inkl. Teil-Unterstützung durch Dr. Andreas Bovenschulte (voriges Blog-Stück „Zersetzung – nimmt der Bürgermeister…“) hat wieder eine muntere Debatte nach sich gezogen. CDU-Landeschef Heiko Strohmann hat in seinem Kommentar den Link zu einem wunderbar ernsten TV-Ausschnitt mit Loriot zum Thema Journalismus beigesteuert. Prädikat: Lesenswert.