Gehälter: Tausche einen BREBAU-Chef gegen zwei Senatoren (m/w/d)
Hinter den Kulissen findet gerade ein Machtkampf zwischen Weser-Kurier und Senat statt. Die Zeitung verlangt die Offenlegung des Gehaltes von BREBAU-Chef Bernd Botzenhardt (52), doch der bockt. Zum einen hatte er 2015 seinen Vertrag – inkl. Klausel zur Nicht-Veröffentlichung der Bezüge – mit den damaligen Eigentümern Sparkasse und Landesbank geschlossen, und zum anderen möchte er sein Salär vermutlich nicht preisgeben, weil dieses bspw. die Vorstandsgehälter der mehrfach größeren Gewoba geradezu überragt.
Botzenhardt hatte Glück und will dieses auch festhalten. Von der Aachener „gewoge AG“ kommend, stellten ihn 2015 die damals freigiebigen BREBAU-Gesellschafter Sparkasse und Landesbank zu einem sehr ordentlichen Gehalt ein – wie das halt so in der Sparkassen- Landesbanken-Welt üblich war.
Mittlerweile ist die BREBAU ins Eigentum Bremens übergegangen. Dort besteht der Senat darauf, dass alle kommunalen Firmen die Gehälter ihrer Top-Leute öffentlich darlegen. Mit der Begründung: Was der Steuerzahler bezahlt, darf er auch wissen. „Transparenzgebot“ lautet das Zauberwort. „Altfälle“ wie Botzenhardt (und vier weitere Manager mit „Neu-Verträgen bspw. von Universum und neuer zweiter BREBAU-GF) berufen sich auf die „informationelle Selbstbestimmung“, mit der sie dem Senat die Veröffentlichung untersagen.
BREBAU-Chef Botzenhardt hat 2024 noch eine weitere Aufgabe übernommen. Die Stadt berief ihn zusätzlich zum Chef der BRESTADT. Diese bremeneigene Gesellschaft soll den radikalen City-Umbau in der Praxis umsetzen.
Über Botzenhardts Einkommen schweigen sich offiziell alle aus.
Hier nun „Butter bei die Fische“: Die Bezüge als BREBAU-Chef dürften sich inklusive Tantieme auf rund 500.000 Euro belaufen. Seine Tätigkeit für die BRESTADT soll ihm – wie zu hören ist – weitere etwa 100.000 Euro einbringen.
Das besondere am „Fall“ Botzenhardt ist, dass sein Gehalt in keinem Verhältnis zu den Vorständen der viel größeren, mehrheitlich kommunalen Gewoba steht. Deren Vorstandsfrau Anja Passlack, zuständig für 40.000 Wohnungen, Jahreseinnahmen von 300 Millionen Euro und einem Gewinn von 27 Millionen Euro, erhält laut Beteiligungsbericht des Senats 283.000 Euro Jahressalär.
Die BREBAU verfügt – mal zum Vergleich – über rund 10.000 Wohnungen, nimmt rund 50 Millionen ein und erwirtschaftet einen Gewinn von 5 Millionen plus.
Wie gesagt, der BREBAU-Boss kann sich freuen, einst mit der Sparkasse verhandelt zu haben, die ihn vermutlich unbedingt nach Bremen lotsen wollte.
Die Sparkasse Bremen ist eine private, keine kommunale Bank. Dort sind hohe Bezüge nichts Ungewöhnliches. Das Geldinstitut weist, obwohl in Form einer Aktiengesellschaft geführt, die Vorstandssalärs nur als Gesamtsumme, nicht individualisiert, aus. Im Jahr 2024 gingen 3,2 Millionen Euro an die damals vier Chefs. Nach üblicher Rechenformel (4+1, der CEO wird nach dem Dividieren wie zwei gezählt) dürfte der Vorstandsvorsitzende Dr. Tim Nesemann zu den Einkommens-Millionären gehören.
Apropos „Millionäre“. WK-Chefredakteur Benjamin Piel schrieb jüngst über den neuen BLG-Vorstandschef Matthias Magnor, dieser sei weit entfernt von den Einkommens-Millionären. Seltsam: Die BLG-Bilanz 2024 weist für Magnors Vorgänger Frank Dreeke Einkünfte von 1,494 Millionen Euro aus. Und Magnor soll den Job für die Hälfte ausüben? Never ever.
Angela Titzrath, abberufene Chefin der Hamburger Hafenfirma HHLA lag laut Handelsblatt mit einer Gesamtvergütung von 1.519 Millionen Euro „knapp vor dem Bremer Amtskollegen Frank Dreeke“.
Die beiden Hafenmanager und der Chef der städtischen Sparkasse Köln-Bonn gehören angeblich zu den drei bestbezahlten kommunalen Geschäftsführern.
Nicht schlecht dran ist auch der Chef der Handelskammer Bremen. Für deren Hauptgeschäftsführer Dr. Mattias Fonger wendet die Kammer (eine Körperschaft des öffentlichen Rechts) mittlerweile 290.690 zuzüglich einer „leistungsvariablen Vergütung von 27.963 Euro auf.
Während für Fonger wohl noch ein Dienstwagen drin sein dürfte, gewährt Bremen „seinen“ kommunalen Geschäftsführern mit neuen Verträgen bloß noch eine „Mobilitätspauschale. Sie soll, wie ich höre, 400 Euro im Monat betragen und vorrangig dazu dienen, möglichst viel mit Bus und Bahn zu fahren. Im Wettbewerb mit anderen Ländern und Kommunen um Führungskräfte ist die Verweigerung eines Dienstwagens vermutlich nicht unbedingt von Vorteil.
Woher rührt eigentlich die Pflicht zur umfassenden Offenlegung der Bezüge kommunaler Chefs in Bremen?
Treibende Kraft war nach meiner Erinnerung die damalige Finanzsenatorin Karoline Linnert (Grüne). Sie war darüber sauer, dass in Zeiten der davor regierenden großen Koalition von SPD und CDU viele öffentliche Dienstleistungen in GmbHs, AGs und Anstalten des öffentlichen Rechts ausgegliedert worden waren. Einige dieser neuen „Firmen“-Chefs erhielten meist nicht nur deutlich mehr Geld als ein bremischer Senator, sondern traten zuweilen mit einem – sagen wir mal – überraschend ausgeprägten Selbstbewusstsein auf.
Linnert „rächte“ sich an ihnen, indem sie die volle Transparenz bei den Gehältern aller kommunalen Top-Manager durchsetzte. Schließlich seien Politiker-Einkünfte ja auch für jedermann nachvollziehbar.
Wer übrigens in den bremischen Übersichten nie auftaucht, sind die Chefs der Krankenkassen und der Kassenärztlichen Vereinigungen. Deren Salärs findet man im Bundesanzeiger. Allesamt deutlich jenseits des Bürgermeister-Brutto-Einkommens von rund 200.000 Euro. Wobei der Regierungschef weder Beiträge für die Arbeitslosen- und Rentenversicherung abführen muss.
Munter bleiben!
Herzlichst
Ihr Axel Schuller
Lieber Axel Schuller,
die Debatte um die Gehälter kommunaler Manager wird in Bremen mit großer Leidenschaft geführt – vor allem dann, wenn sich daraus moralische Empörung destillieren lässt. Doch die entscheidende Frage bleibt oft unbeantwortet:
Welchen Erkenntnisgewinn hat „Lieschen Müller“ tatsächlich davon, die exakten Bezüge einzelner Geschäftsführer zu kennen? Wird dadurch auch nur eine Wohnung mehr gebaut, ein Hafen effizienter betrieben oder die Innenstadt schneller belebt?
In der Wirtschaft zählen Ergebnisse, nicht Anwesenheitsjahre, Parteibücher oder familiäre Lebensentwürfe.
Wer in Bremen Unternehmen führt, trägt Verantwortung für Millionenbudgets, Tausende Wohnungen oder komplexe Transformationsprojekte. Solche Aufgaben bewegen sich in klar definierten Markt- und Gehaltsstrukturen. Wer glaubt, Spitzenkräfte zu Verwaltungstarifen nach Bremen holen zu können, verkennt die Realität.
Oder einfacher:
If you pay peanuts, you get monkeys.
Anders als im Rathaus sind Geschäftsführerverträge befristet. Stimmen die Ergebnisse nicht, ist der Vertrag weg – schnell und geräuschlos. Dieses Risiko gehört zum Job und rechtfertigt leistungsbezogene, branchenübliche Vergütung.
Dass dieses marktwirtschaftliche Prinzip in Teilen der Bremer Politik und einiger Redaktionen auf Skepsis stößt, liegt weniger an ökonomischen Fakten als an ideologischer Prägung.
Eine rote Linie ist allerdings dort erreicht, wo Posten zur Versorgung von Parteifreunden, Verwandten oder persönlichen Netzwerken missbraucht werden. Genau solche Strukturen kennen wir aus Teilen steuerfinanzierter NGOs – und dort zu Recht als Problem. Hier ist Transparenz zwingend. Hier gehört hingeschaut. Und hier darf es keine falsche Zurückhaltung geben.
Bemerkenswert ist jedoch, wie selektiv diese Sensibilität mitunter ausgeprägt ist. Wenn politische Spitzenämter und familiäre Verflechtungen zusammentreffen, reicht es offenbar schon, unterschiedliche Nachnamen zu tragen, um jede Nachfrage im Keim zu ersticken. (Klingbeil/Müller)
Dass Einfluss, Nähe und Macht auch ohne Namensgleichheit wirken können, wird dabei gern ausgeblendet. Für eine Stadt, die Transparenz predigt, ist das eine erstaunlich schmale Definition von Aufklärung.
Bremen braucht wirtschaftlich erfolgreiche Unternehmen – und Manager, die liefern. Wer für sein Unternehmen und damit für die Landeskasse gute Ergebnisse erzielt, sollte branchenüblich bezahlt werden dürfen. Transparenz ist kein Selbstzweck und kein Ersatz für Leistungsbewertung. Entscheidend ist nicht, was jemand verdient, sondern wie und wofür.
Alles Andere ist NEID…
Nun hoffe ich sehr, dass hier nicht eine neue Neiddebatte aufgezogen wird.
Ich kenne allerdings den Unterschied zwischen Geschäftsführern von vormals kommunalen Aufgaben und Senatoren.
Jeder Geschäftsführer hat viele Jahre sein Leistungsvermögen und seine Leistungsbereitschaft unter Beweis gestellt. Er hatte Erfolge und musste für Mißerfolge seinen Kopf hinhalten, oft bis zur sofortigen Freistellung. OK, die Vertragslaufzeiten von 5 Jahren waren seine Rückversichrung.
Bei Senatoren trifft das alles nicht zu. Schaut in die Vita der Mitglieder des Senats.
Guten Tag Herr Schuller,
als Journalist sollten sie nicht so viel mit „angeblich“, „vermutlich“, „soll“ arbeiten.Fakten zählen.
Danke für diesen Bericht.
Man muss bei dieser Debatte sauber zwischen privatwirtschaftlichen und kommunalen Unternehmen unterscheiden. In der Privatwirtschaft tragen Eigentümer und oft auch Geschäftsführer ein echtes unternehmerisches Risiko: Im Krisenfall drohen Kapitalverlust, Nachschusspflichten oder persönliche Haftungsrisiken. Hohe variable Vergütungen und Tantiemen sind dort Teil eines Risk-Reward-Modells.
Bei kommunalen Unternehmen ist die Risikostruktur eine andere. Im Ernstfall steht regelmäßig der öffentliche Träger im Hintergrund. Also letztlich der Steuerzahler. Defizite werden über Zuschüsse, Rekapitalisierung oder strukturelle Hilfen ausgeglichen. Das mag politisch oft notwendig sein, weil bestimmte Leistungen der Daseinsvorsorge nicht einfach eingestellt werden können. Aber genau deshalb ist auch die Vergütungslogik eine andere.
Wer also als Chef eines Eigenbetriebs kein vergleichbares persönliches Risiko wie in der Realwirtschaft trägt, sollte nicht automatisch nach privatwirtschaftlichen Spitzenmaßstäben vergütet werden, insbesondere nicht bei stark tantiemebasierten Modellen. Überschüsse kommunaler Unternehmen MÜSSEN in erster Linie dem klammen, öffentlichen Haushalt zugutekommen und nicht primär variablen Vergütungssystemen.
Das ist also keine NEIDdebatte, sondern eine Frage von Anreizstruktur, Verantwortung und FAIRNESS gegenüber den Bürgern, die im Zweifel für Verluste einstehen. Transparenz über Vergütung ist in diesem Kontext kein Selbstzweck, sondern Teil DEMOKRATISCHER KONTROLLE.
Lieber Herr Schuller,
der Inhalt Ihrer heutigen Kolumne enttäuscht mich sehr.
Nicht nur interessiert es niemanden wirklich, wer was verdient, noch liefert dieser Artikel irgend einen Erkenntnisgewinn – auch nicht für den geneigten Leser.
Die von Ihnen genannten Gehaltsempfänger erbringen einen hohen Arbeitseinsatz mit entsprechenden Ergebnissen, stellen sich täglich neuen großen, oftmals nicht konkret zu beurteilenden Herausforderungen (Umbau City) und erhalten hierfür einen Gegenwert. Was ist daran erwähnenswert bzw. verwerflich? Der Markt bestimmt die jeweiligen Gehaltshöhen, die dann zudem mit den jeweiligen Aufsichtsgremien verhandelt und im Nachgang dann vertraglich mit den entsprechenden Laufzeiten festgeschrieben werden. Daran ist nichts Negatives erkennbar.
Ihr Wunsch, den BreBau-Chef durch 2 Senatoren zu ersetzen, war hoffentlich ein abstruser „Ausrutscher“, denn das wäre ein echter GAU.
Ich kann Herrn Tuchscherer nur zustimmen. Überlassen wir es den genannten Persönlichkeiten, offen über Ihre Gehaltshöhe zu diskutieren oder auch nicht. Und wenn es jemanden wirklich interessiert, wer tatsächlich was verdient, kann sich ja die Bilanzen der Unternehmen zusenden lassen und selbst recherchieren .
Viel Erfolg dabei.
Mag ja sein, dass die Spitzen in privatwirtschaftlichen Unternehmen ihre Gehälter tatsächlich VERDIENEN, weil sie dafür sorgen, dass die Unternehmen wettbewerbsfähig und erfolgreich sind, Arbeitsplätze erhalten oder möglichst ausbauen und neue Märkte erschlossen werden. Dafür gibt es in Bremen eine Reihe guter Beispiele. Ohne diese Zugpferde der bremischen Wirtschaft, sähe es mit der finanziellen Lage unseres kleinen Bundeslands ganz ganz düster aus. Dass diese Gehälter nebst Boni und Tantieme etc. ein “Ausgleich” für das hohe Risiko und ggf. für eine mögliche Haftung sind, mag meinetwegen auch sein, ist in der Form aber sicher nicht zu generalisieren.
Per se kann man das also so nicht stehen lassen.
Im Unterschied dazu tragen die Spitzen kommunaler Unternehmen kein solches Risiko und sind auch nicht haftbar, sondern letztendlich der Steuerzahler. In Bremen kann man Jahr für Jahr das gleiche Schauspiel bestaunen, wie beispielsweise die Defizite der GENO mit Steuergeld ausgeglichen werden müssen. Wie ein ausgewiesener Experte der Materie vorrechnet, waren das in den vergangenen 20 Jahren insgesamt 1,6 Milliarden Euro. Hört, hört! Wenn nun diese Spitzenkräfte von kommunalen Unternehmen ebensolche Gehälter beanspruchen wie in der Privatwirtschaft, aber ganz ohne Risiko und Haftung, dann kann man wohl nur davon sprechen, dass sie ihre Gehälter und Boni etc. BEKOMMEN, nicht aber verdienen. Sie sorgen nämlich nicht für Prosperität, sondern für leere Haushaltskassen im Land. Jahr für Jahr wird gesagt, es wird besser, aber es wird NICHT besser, sondern geht einfach weiter und weiter. Die Selbstgefälligkeit, mit der in kommunalen Unternehmen zugelangt wird, führt bei Bürgerinnen und Bürgern nicht nur zu Verdruss.
Insofern hat Herr Schuller mit diesem Beitrag den Finger in eine tiefe Wunde des Steuerzahlers gelegt und sehr wohl zu einem wichtigen Erkenntnisgewinn beigetragen. “Lieschen Müller” weiß ihre Schlüsse daraus zu ziehen.
Es geht hier also ganz und gar nicht um Neid, sondern um Verschwendung von Steuergeldern, um Nicht-liefern statt liefern!
Die GENO ist nur ein Beispiel von vielen in Bremen. Insofern darf sehr wohl kritisch gefragt werden, wer wieviel und wofür verdient oder nur bekommt?
Der Steuerzahler hat einen Anspruch auf sorgsamen Umgang mit seinem Geld zum Wohle des Volkes. Wie er diesen Umgang gutiert, zeigt sich spätestens an der Wahlurne.
Aber das ist den Profiteuren im Zweifel auch egal.
Jetzt muss ich auch mal meinen Senf dazu abgeben. Lieber geschätzter Herr Schuller, ich schätze Ihre Arbeit sehr! Das wissen Sie. ABER dieser Beitrag ist ein wirklicher Tiefpunkt Ihrer Arbeit. Damit werten Sie all das, was Sie bisher geschrieben und recherchiert haben, ab. Herr Botzenhardt, den Sie durch die bloße Namensnennung als Botzenhardt bezeichnen und ihn die Anrede „Herr“ verweigern, wird hier zu Unrecht angegriffen. Und Sie stellen Vergleiche an, die so journalistisch nicht zulässig sind! Herr Botzenhardt wurde als Geschäftsführer der BREBAU nach Bremen geholt, als das Unternehmen noch ein Unternehmen war, mit dem die Stadt oder das Land Bremen nicht viel zu tun hatte. Damals war die Sparkasse Bremen Mehrheitseigentümer und der Vertrag wurde zu den damals üblichen Konditionen abgeschlossen. Und nur weil der Eigentümer wechselt, heißt das noch lange nicht, dass auch der Vertrag verändert oder angepasst werden müsste. Des weiteren schreiben Sie, dass das Salär von Herrn Botzenhardt den Steuerzahler belasten würde. Was definitiv nicht stimmt. Denn Die BREBAU hat unter der Führung von Herrn Botzenhardt nicht einen einzigen Cent aus der klammen Staatskasse erhalten, sondern über all die Jahre abgeliefert. Und durch die Tätigkeit in der Bestandsentwicklung, dem Neubau und der sinnvollen Bewirtschaftung immer auch zahlreichen Handwerkern, Planern, Ingenieuren und Unternehmern Arbeit und Einkommen generiert und somit einen weiteren Beitrag zur Finanzierung der Staatskassen geleistet. Nicht umsonst wurde Herr Botzenhardt, der für seine gründliche und verantwortungsvolle Handlungsweise auch zum Geschäftsführer der neuen Stadtentwicklungsgesellschaft bestellt. Mit diesem Bericht, lieber Herr Schuller, sind Sie Ihrer journalistischen Verantwortung nicht nachgekommen – im Gegenteil – Sie haben sie mit Füßen getreten und dem Unternehmen BREBAU und Herrn Botzenhardt einen Bärendienst erwiesen. Wo waren Sie, als er, wie es sich dann herausgestellt hat, völlig zu Unrecht von BUTEN und BINNEN einer rassistischen, ungerechten Wohnungsvermittlung beschuldigt wurde? Wo waren Sie, als er bedroht und angegriffen wurde, als seine Familie nicht mehr einfach so einkaufen gehen konnte, weil sie angefeindet wurden. Sie haben mit diesem Bericht einen verantwortungsvoll handelnden Manager an den Pranger gestellt, den er gar nicht verdient. Dafür, lieber Axel Schuller, sollten Sie sich schämen. Für diesen Bericht gibt es von mir ein klares „Setzen – Nicht genügend“!
Sehr geehrter Herr David Jacob Huber, in welcher Funktion schreiben Sie diesen Kommentar? Als Privatperson, oder als Geschäftsführer des BFW, Landesverband Niedersachsen/Bremen e.V.? Falls für den Verband: Sehe ich es richtig, dass zu Ihrem Verband auch die „ARGE Freier Wohnungsbau Bremen“ gehört? Dieser Bremer ARGE wiederum gehört laut Verbands-Zeitschrift („Bauen in und um Bremen“) auch die BREBAU an, vertreten durch den Geschäftsführer Herr Bernd Botzenhardt. Zu guter Letzt: Ich empfehle zu meinem aus Ihrer Sicht überaus schlechten Blog-Beitrag den Kommentar von Dr. Volker Redder. Er hat den Unterschied zwischen Privatfirmen mit privat haftenden Geschäftsführern/Eigentümern auf der einen und Kommunal-Unternehmen ohne persönliche Haftung des Führungspersonals auf der anderen Seite sehr anschaulich herausgearbeitet. Ich wünsche Ihnen Erkenntnisgewinn bei Lektüre des Redder-Kommentars.
Sehr geehrter Herr Schuller, mit Ihrer Frage, in welcher Eigenschaft ich den Beitrag geschrieben habe, setzen Sie bedauerlicherweise den unsäglichen Kurs fort. Es ist letztlich egal, in welcher Eigenschaft ich den Beitrag schreibe, ob als Geschäftsführer des BFW Niedersachsen Bremen oder als Privatperson. Statt mich anzugreifen, sollten Sie besser darüber nachdenken, was ich geschrieben habe.