Neu: Anschlag auf Kaefer – wann stellt der Staatsschutz linke Täter? Demo gegen Geheimdienst
Allmählich wachsen die Zweifel an den Ermittlungsbehörden: In Bremen brennen Autos, werden Gebäude – ja sogar Polizeireviere – angezündet, Auflieger von Sattelschleppern quer auf einer Autobahn (A 281) abgestellt – und der „Staatsschutz“, eine polizeiliche Spezialabteilung für politische Delikte, findet die Täter nicht. An der Personalstärke kann es kaum liegen: Nach meinen Recherchen arbeiten für den Staatsschutz ähnlich viele Beamte wie für den Verfassungsschutz – 55 bis 60 Beamte m/w.
Liebe Leserschaft, spüren Sie das auch? Jede neue Polizeimeldung über brennende Autos nähren das Gefühl der Hilflosigkeit, ja des Ausgeliefert-Seins. Wer über keine Garage verfügt, fürchtet um das eigene, teuer erworbene Auto. Und der Gedanke ist ja (leider) überhaupt nicht weit hergeholt.
Gerade jetzt – während ich diesen Blog schreibe – meldeten sich erneut linksradikale Täter auf dem Portal „Tumulte“ zu Wort:
Ich zitiere (wörtlich inkl. Schreibfehlern), ohne mir die von den Extremisten gewählte Klassifizierung der Kaefer-Dienstleistungen zueigen zu machen – ich kann sie adhoc nicht gegenchecken.
Zitat Anfang:
„Sabotage der Atomindustrie!
Am 01.03 (gegen 2 Uhr) haben wir den Kaefer Konzern in Bremen angegriffen und ein Teil seiner Infrastruktur sabotiert. Konkret haben wir das Schulungszentrum für industriellen Klettertechnik sowie mehrere Fahrzeuge durch Feuer zerstört. Das konkrete Zielt der Aktion war es, Kaefer als Dienstleister der Atom- und Rüstungsindustrie sowie diverser Bereich der Ressourcenausbeutung nachhaltig zu schaden. Kaefer ist ein Zahnrad in dieser tödlichen und zerstörischeren Maschinerie – und zwar ein verdammt wichtiges.
Bei dem Standort handelt es sich um ein alleinstehendes, überschaubares Gebäude in einem Industriegebiet, welches als Materialdepot und Werkstatt genutzt wird. Personen befanden sich nicht im Gebäude. Eine Gefährdung von Menschen wurde ausgeschlossen. (…)“
Zitat Ende
Diese jüngsteTerror-Entwicklung und ein Blick in die Vergangenheit muss endgültig Besorgnis erregen: Erinnert sei an den Farbanschlag auf das Privathaus von Verfassungsschutz-Chef Thorge Koehler in der Neustadt. Erst flogen Farbkugeln, dann fielen die Täter über einen VW Golf her, zerstachen die Reifen, zertrümmerten Front- und Heckscheibe des Fahrzeugs. Dabei gehört der Wagen einer Nachbarin.
In diesem Fall lag ein Zusammenhang zur linksradikalen Szene auf der Hand. Die Extremisten hatten sich über einen enttarnten V-Mann in den Reihern der Interventionistischen Linken „geärgert“.
Ebenfalls aus dem linksradikalen Spektrum stammten laut Bekennerschreiben die Täter, die einen Lieferwagen eines Woltmershauser Restaurants abfackelten.
Auch auf Linksradikale fiel zum Jahreswechsel der Verdacht, den Auflieger eines Sattelschleppers vom Hof einer Großspedition im GVZ geklaut und anschließend nachts quer auf der Autobahn A 281 „abgestellt“ zu haben.
Es grenzte an ein Wunder, dass kein Auto in den Auflieger raste; ein aufmerksamer Trucker konnte seinen Laster rechtzeitig stoppen und nachfolgende Fahrer warnen.
By the way, Frau Innensenatorin Dr. Eva Högl (SPD): Wann werden Sie dem Helden der Autobahn einen passenden Orden verleihen?
Es gibt leider noch x weitere Fälle von militanten Attacken. Zum Beispiel den Brandanschlag auf die OHB-Zentrale; die in Brand gesetzten Fahrzeuge der in bestimmten Kreisen verhassten Wohnungsgesellschaft „Vonovia“; den Farbanschlag auf die BLG-Zentrale; den Brandanschlag auf Polizeireviere in Schwachhausen und im Steintor; die Anschläge auf Makler-Büros und -Autos; Brandsätze gegen Tesla-Ladestationen und so weiter und so fort.
Und jüngst standen am Samstagabend in Hemelingen mehrere Kabelrollen in Flammen. Die Feuerwehr benötigte sage und schreibe vier Stunden, um das Feuer zu löschen.
Liebe Leserschaft, so viel Ungemach „schreit“ nach einer offiziellen Anfrage an die Pressestelle der Bremer Polizei (von Mitte Februar).
Zitat:
„bremensogesehen (bsg): Liegen inzwischen Erkenntnisse zum Brandanschlag auf das Fahrzeug der Gaststätte in Woltmershausen/Pusdorf vor?
Pressestelle: „Die Ermittlungen werden in der kriminalpolizeilichen Abteilung Staatschutz geführt und dauern an. Für weitere Auskünfte verweisen wir zuständigkeitshalber an die Staatsanwaltschaft Bremen.
bsg: Liegen mittlerweile Erkenntnisse dazu vor, wer den Lkw-Auflieger auf der A 281 quer zur Fahrbahn und dem Strandstreifen aufgestellt hat?
Polizei: Die Ermittlungen werden in der kriminalpolizeilichen Abteilung für Gewaltdelikte geführt, eine Ermittlungsgruppe (EG Strom) wurde eingerichtet, und dauern an. Auch hier spricht die Staatsanwaltschaft.
bsg: Wer untersucht den Farbanschlag auf das Haus des Verfassungsschutz-Chefs Koehler, inkl. Beschädigungen an dem Auto eines Nachbarn (der Verfassungsschutz selbst oder doch der Staatsschutz)?
Polizei: Die Ermittlungen werden in der kriminalpolizeilichen Abteilung Staatsschutz geführt und dauern an. Die Staatsanwaltschaft erteilt auch hier weitere Auskünfte.
bsg: Wie ist aktuell die personelle Besetzung der polizeilichen Staatsschutzabteilung? Nach meinen Recherchen sind es rund 60 Personen.
Polizei: Aus polizeitaktischen Gründen werden grundsätzlich keine Informationenzur personellen Ausstattung bestimmter Ermittlungsbereiche herausgegeben.“
Zitat Ende
Logisch, dass ich daraufhin die Staatsanwaltschaft Bremen um Auskunft bat. Schließlich hatte die Polizei ja diese übergeordnete Ermittlungsbehörde als federführend genannt.
Hier die leider wenig weiterführende Antwort der Pressestelle der Staatsanwaltschaft Bremen.
Ich zitiere:
„Sehr geehrter Herr Schuller,
die Polizei hat Ihre Anfrage auskömmlich beantwortet. Insoweit bitte ich um Verständnis, dass konkrete Ermittlungserkenntnisse aus laufenden Ermittlungsverfahren erst kommuniziert werden können, wenn die Ermittlungen abgeschlossen sind.“
Liebe Leserschaft, bleibt mir bloß ein Depri-Fazit:
Die meisten der aktenkundigen bekannten Brandanschläge und Übergriffe wurden bislang offenbar nur verwaltet, aber nicht aufgeklärt.
Dies ist laut einem mit der Materie vertrauten Mitarbeiter unter anderem auf Folgendes zurückzuführen: „Die Linken sind schlauer als die Rechten. Die Linken baldowern vor Anschlägen die Umgebung genau aus. Lichtverhältnisse, Kamera-Besatz auf dem Grundstück, etc. Außerdem befolgen diese Täter alle Ratschläge, die man im Netz hinsichtlich der Vermeidung aller DNA-Spuren finden kann, maskieren sich bis zur Unkenntlichkeit und entfernen sich extrem schnell von den Tatorten.“
Bin mal gespannt, ob uns das Innenressort und seine Behörden irgendwann doch noch Tatverdächtige zu den teilweise lebensgefährlichen Taten präsentiert können.
Munter bleiben!
Herzlichst
Ihr Axel Schuller
P.S.: Gestern haben sich auf dem Marktplatz rund 1.000 Leute zur Demo versammelt. Das Motto: „Grundrechte – gegen Geheimdienst und Rechtsruck – verteidigen“. Dabei trat auch Dr. Christoph Spehr, Mitglied im Landesvorstand der Linken und Partner von Gesundheitssenatorin Claudia Bernhard, auf. Er warb dafür, auf „die Mehrheit der abhängigen Klasse“ zuzugehen. „In Stadtteilen, in Vereinen, in Kollegschaften“. „Wir müssen raus aus der Subkultur und mehr Verankerung wagen. Nur so können wir die Gesellschaft verändern.“ Spehr bediente sich des üblichen Sozialisten-Sprechs, Aber: Er goss dabei kein Öl ins Feuer der Koalitionskrise mit SPD und Grünen.
Was die Vertreter aller anderen Mitveranstalter, auch an Hasstiraden vornehmlich gegen die CDU, von sich gaben, können Sie im WK nachlesen.
P.P.S.: Wer das komplette Bekennerschreiben der Kaefer-Attentäter erhalten möchte, bitte über das Kommentar-Formular melden
„Auch auf Linksradikale fiel zum Jahreswechsel der Verdacht, den Auflieger eines Sattelschleppers vom Hof einer Großspedition im GVZ geklaut und anschließend nachts quer auf der Autobahn A 281 „abgestellt“ zu haben.“
Wer hatte denn genau den Verdacht und wie wird der begründet?
Es ist beängstigend, dass es in dieser Stadt Gruppen gibt, die einen regelrechten Guerillakrieg gegen die Zivilgesellschaft führen und dabei ernsthaft glauben, einem höheren Ziel zu dienen. Das ist völliger Irrsinn. Die Arbeit der Ermittlungsbehörden stelle ich dabei ausdrücklich nicht infrage. Ich bin überzeugt, dass sie mit den Mitteln, die ihnen zur Verfügung stehen, ihr Bestes leisten. Vielmehr scheint es strukturelle Hemmnisse zu geben, die ihre Arbeit erschweren.
Ebenso beunruhigend finde ich, dass bei Demonstrationen (UND generell ja, bitte geht demonstrieren, das ist eines unserer wichtigsten Grundrechte) Narrative verbreitet werden, die schlichtweg falsch sind. Es gibt keinen Antrag der CDU, der ein Verbot der Antifa fordert. Diese Behauptung ist schlicht unwahr. Dennoch wurde sie auch gestern von Teilnehmern der Demonstration verbreitet und von den Medien unkommentiert ausgestrahlt.
Teile der linken Szene und Bürgerinnen und Bürger lassen sich dabei allzu leicht instrumentalisieren und fallen auf bewusst gesetzte Narrative herein, teils sogar durch die Veranstalter selbst, etwa über entsprechende Instagram-Aufrufe. Das wirft zugleich die Frage auf, wer sich hier bereitwillig benutzen lässt. Z.B. „Laut gegen Rechts“ kann sich inzwischen ehrlicherweise auch „Laut gegen CDU“ oder schlicht „Laut gegen alles“ nennen, ein wirklicher Unterschied ist kaum noch erkennbar. Mit Fridays for Future brauchen ich gar nicht erst anfangen. Wer weiß welche thematisch fremde Gruppe sich noch mobilisieren lässt, der Hamster- oder Kegelverein vielleicht?
In Bremen scheint es zum linken Volkssport geworden zu sein, die CDU für das Leid der Welt verantwortlich zu machen. Dabei wird gern insbesondere ausgeblendet, dass die aktuellen akuten sozialen Probleme dieser Stadt unter einer linken Regierung entstanden sind. Das ist paradox, aber es ist genau dieses Verhalten der Linken, dass der AfD die Stimmen ins Haus bring.
Auch Lenin und die NSDAP sind klein angefangen. Am Schluss standen KZ’s, Gulag und viele Millionen Tote. Zu viel Toleranz gefährdet nicht nur die Demokratie.
Nur mal eben zur Einordnung: der „Staatschutz“ kümmert sich nicht nur um politisch motivierte Straftaten von links, sondern auch rechts und um Islamismus, sowie z.B. um homophobe Straftaten. Im übrigen sollte man berücksichtigen, dass Polizeiarbeit auch in diesem Bereich immer auch einen präventiven Schwerpunkt hat. Hinsichtlich der Ermittlungen zu Straftaten muß man auch bedenken, dass (technische) Ausrüstung und gesetztiche Befugnisse hier vielfach die Ermittlungstiefe bestimmen. Die Legislative ist also gefordert.
@Herrn Heine: Das war aufgrund der Tatausführung und der Nähe zum brennenden Restaurantauto in Woltmershausen aus Ermittlerkreisen zu hören.
Axel Schuller äußert nun schon zum wiederholten Mal den absurden Verdacht, dass hinter dem gemeingefährlichen Autobahn-Anschlag Linksextremisten stecken könnten. Die von ihm zitierten Polizeiauskünfte belegen die Abwegigkeit dieser Unterstellung: Wenn vermutlich Linksextremisten den Lkw-Auflieger quergestellt hätten, dann würde jetzt die polizeiliche Staatsschutzabteilung und nicht die Abteilung für (unpolitische) Gewaltdelikte ermitteln. Merke: Nicht für alle Übel in der Welt sind Linksextremisten verantwortlich. Schlimm genug, dass manche von ihnen zu Gewalttaten greifen. Aber dabei gehen sie gezielt gegen ihre „Feinde“ vor und verüben keine Mordanschläge gegen völlig Unbeteiligte.
„Die Linken sind schlauer als die Rechten. Die Linken baldowern vor Anschlägen die Umgebung genau aus. Lichtverhältnisse, …“ Ach so! – Und die scheinen mir Hilfe von Teilen des Staatsapparates zu bekommen. Ich erinnere an den Fall Frank Magnitz, der am 7. Januar 2019 vor laufender Überwachungskamera von angeblichen Linken niedergeschlagen wurde. Die Polizei hat lediglich laienhaft pixelreduzierte Bilder veröffentlicht, damit man die Täter bloß nicht identifizieren kann. RB hat das übrigens gedeckt. Das war damals ein Thema in „rechten“ alternativen Medien.
Aus heutiger Perspektive muss man fragen, warum der Deep State das so gehandhabt hat. Fakt ist: Magnitz hat mit seinem Verhalten die AfD in Bremen zerlegt und diskreditiert. War der ein V-Mann, mit dem Auftrag genau das zu tun? War das ein Fake-Angriff, um ihn für die anstehenden Vorstandswahlen zum Märtyrer-Kandidaten zu machen? Also Wahlunterstützung? Oder hat der Deep State seine „linken“ Söldner einfach nur beschützt, weil es so schön war? Waren die Täter V-Männer? Und wenn es „so schön“ war, warum haben die keine Serie draus gemacht?
@Eckhard Stengel: Seit wann sind Journalisten so leichtgläubig?
Ich will mich zu den Abläufen nicht im Detail äußern. Mein Dank gilt Axel Schuller, der an dem Thema dranbleibt. Ob einzelne Formulierungen nun so oder anders gefallen sind, ist für mich zweitrangig. Entscheidend ist das große Ganze.
Solange eine Partei Teil der Landesregierung ist, die der Arbeit von Polizei und Verfassungsschutz skeptisch bis ablehnend gegenübersteht und deren Handlungsspielräume durch fragwürdige gesetzliche Regelungen zusätzlich eingeschränkt werden, dürfen wir uns nicht wundern, wenn sich sicherheitsrelevante Vorfälle häufen. Wer staatliche Institutionen permanent infrage stellt und ihnen die Seriosität abspricht, schwächt am Ende genau die Strukturen, die unsere freiheitliche Ordnung schützen sollen.
Der Staat muss handlungsfähig sein, klar rechtsstaatlich kontrolliert, aber ohne ideologische Scheuklappen. Innere Sicherheit ist keine Nebensache und kein Spielfeld parteipolitischer Profilierung. Sie ist Voraussetzung für Freiheit.
Mit Blick auf den 3. Oktober wünsche ich mir, dass wir die Feierlichkeiten zur Deutschen Einheit friedlich und ohne Zwischenfälle begehen können, ohne Anschläge, ohne Brand- oder Farbattacken, ohne aggressive Ausschreitungen. Gleichzeitig darf es nicht der Anspruch sein, solche Veranstaltungen nur noch hinter Betonbarrieren und Sicherheitszäunen wie Hochsicherheitszonen abzuhalten. Ein Land, das seine Einheit feiert, sollte das in Offenheit und Zuversicht tun können, nicht im Gefühl einer belagerten Festung.
Dieser Angriff auf ein Bremer Unternehmen unterstreicht nochmal, wie groß die Gefahr durch linksextremistische Gruppierungen ist und wie wichtig es ist, dass wir uns dagegen zur Wehr setzen. Den Umgang des Senats mit dieser linksextremen Bedrohung, insbesondere seitens der Linksfraktion, ist staatszersetzend. Extremismus – egal ob von links oder rechts – hat das Ziel, unsere freiheitliche Grundordnung zu zerstören und Grundsätze unserer Verfassung zu beschädigen. Der Senat muss endlich aufhören, das linke Auge zuzukneifen und mit voller Härte gegen die Extremisten vorgehen. Wie viele Alarmsignale braucht es noch?!
@Axel Schuller: Was hat es mit Leichtgläubigkeit zu tun, wenn man 1 und 1 zusammenzählt und deshalb den Autobahnanschlag nicht für linksextremistisch motiviert hält? Zwei Fakten sprechen gegen Deine Vermutung: 1. Meines Wissens gab es bisher keine Mordanschläge von Linksextremisten auf Zufallsopfer aus der allgemeinen Bevölkerung. 2. Auch die Polizei sieht darin kein Staatsschutzdelikt. Warum sollte sie die Öffentlichkeit hier anlügen? Oder hast Du irgendwelche ernsthaften Indizien für Deine Vermutung? Wenn nicht, stellt sich allmählich die Frage, ob Du Dich von Verschwörungsphantasten hast anstecken lassen, wie sie vereinzelt mit Kommentaren auf Deinem Blog zu Wort kommen, aber das kann ich mir bei Dir eigentlich nicht vorstellen.
@Eckhard Stengel: Ich babe Hinweise erhalten, dass durchaus eine Verbindung zu Linksextremisten gesehen wird. Wenn ein Auto vor einem Restaurant und Feuer im Kneipeneingang gelegt wird, reicht das doch auch zur Einordnung für den Staatsschutz (inkl. Bekennerschreiben). Die Täter von Woltmershausen konnten nicht wissen, ob sich in dem Gastro-Gebäude jemand aufgehalten hat – und dennoch haben sie Feuer gelegt. Außerdem: Wie du bestimmt gemerkt hast, ist die Bremer Polizei beim Thema Linksextremismus aktuell derart 8unter Druck, dass man ihr die Einordnung Gewalttat/politisch motivierte Tat nicht übelnehmen würde. Das hat nix mit „Lüge“ zu tun.
@Sehr geehrter Herr Stengel! Der Anschlag auf das Restaurant „Zum Pusdorfer Leuchtturm‘ in Woltmershausen galt nicht nur dem Betreiber der Gaststätte, sondern vorrangig der dort verkehrenden Kundschaft. Insbesondere den Polizisten, die dort sehr gerne zu Tisch gegangen sind.
Das ist der Grund der Aufnahme der Ermittlungen durch die K6 (Staatsschutz). Der Zusammenhang zu den 3 Vorgängen auf der Autobahn war naheliegend und ist auch von Mitarbeitern des K6 geäußert worden. Allerdings gilt für alle (auch Linke und Antifa) die“Unschuldsvermutung“.
Erst wenn am Ende der Ermittlungsakten steht: „quod erat demonstrandum“ steht der Sachverhalt für Außenstehende, Innenbeschäfigte und Journalisten fest.
@Axel Schuller: Die beiden Anschläge sind absolut nicht vergleichbar: Laut Polizeimeldung vom 23.12.25 wurde der Lieferwagen des Restaurants gegen 3 Uhr nachts angesteckt. Zu der Zeit dürfte sich dort niemand mehr aufgehalten haben. Der Anschlag richtete sich ganz gezielt gegen einen angeblichen Treffpunkt von Rechtsradikalen. Beim quergestellten Lkw-Auflieger dagegen nahmen die Täter von vornherein Tote in Kauf, und er richtete sich offenbar nicht gegen konkrete Personen. Ein politisches Motiv ist nicht zu erkennen, und folglich gab es auch kein Bekennerschreiben, wie es bei Linksextremisten üblich ist.
Mensch Kollege Stengel, ich bin aber auch ein Dummerchen. Beim brutalen Anschlag auf das Berliner Stromnetz wollten die militanten Linksextremen ja auch keine Menschenleben (in Kliniken, Heimen etc.) gefährden. Die wollten bloß spielen – Licht an, Licht aus. Wie konnte ich das bloß vergessen?
Ach, Axel, da vergleichst Du wieder Äpfel mit Birnen. Das Ziel des hirnrissigen und absolut unverantwortlichen Berliner Stromnetz-Anschlags war doch nicht der Tod Unbeteiligter, während das bei dem Bremer Autobahn-Anschlag vermutlich von vornherein so gewollt war.
@Axel Schuller @Eckhard Stengel Ich habe das Gefühl, dass sie beide völlig ausblenden, dass es authentischen und nicht authentischen Terror gibt. Das sind keine „Verschwörungsphantasien“, sondern das ist historisch ziemlich gut belegt und auch im Mainstream, sogar im ÖRR, thematisiert worden. Geheimdienste sind in Terror- und Mordanschläge verwickelt gewesen. Zum Beispiel waren Herrhausen und Rohwedder die natürlichen Verbündeten der „Linksterroristen“; dass diese ausgerechnet durch die RAF umgebracht worden sein sollen, war eine absurde Theorie für die leichtgläubige Öffentlichkeit. Inzwischen ist das auch klar widerlegt.
Es wäre naiv anzunehmen, dass sich das geändert hat – die Täter wurden ja nicht zur Rechenschaft gezogen und die Strukturen nie verändert. Außerdem werfen die Epstein-Files aktuell einen Scheinwerfer auf die Funktionsweise des „Deep State“. Gut, der Mainstream fokussiert sich auf die Sex-Eskapaden. Aber tatsächlich geht es da viel um das Herbeiführen von Großereignissen, um daran Geld zu verdienen.
https://www.spiegel.de/politik/die-dunkle-seite-des-westens-a-4c36b621-0002-0001-0000-000039997525
https://www.ardmediathek.de/video/panorama/staatsterrorismus-celler-loch/das-erste/Y3JpZDovL25kci5kZS85ZTk5MzkwMy0wZjU0LTQyODktYTE3rohwedderMi0wMTllZTQ3YWU0MGM
https://www.ardmediathek.de/serie/herrhausen-der-herr-des-geldes/staffel-1/Y3JpZDovL2Rhc2Vyc3RlLmRlL2hlcnJoYXVzZW4/1
https://www.ardmediathek.de/video/dokumentationen/raetsel–mord-raf-stasi-und-der-treuhand-chef/phoenix/Y3JpZDovL3Bob2VuaXguZGUvNDkxOTI1Mg
Ich frage ,mich, was daran „linksextrem“ sein soll, wenn man eine Firma attackiert die für Atomkraft ist.
Es gab und gibt doch kaum größere Befürworter für Atomkraft als kommunistische Staaten, wie China oder Nordkorea ?!!
Vieles im Bereich einiger äußerst Linker, oder die sich so bezeichnen, ist wirr und unlogisch.
Einerseits beklagt man – zurecht – den Sparhammer bei Sozialleistungen, andererseits zündet man Autos der Polizei an, obwohl die natürlich schnellstens ersetzt werden müssen, dann auch auf Kosten des Sozialbudgets.
Paradoxerweise verschlechtert man durch solche Aktionen die Lage derer, für die man sich doch angeblich einsetzt.
Man muß aber auch leider feststellen, daß der Verfassungsschutz durch das NSU Desaster, Aktenvernichtung, usw. seinen Ruf wohl für Jahrzehnte ruiniert hat, zumal vieles nicht aufgeklärt wurde und nicht aufgeklärt werden soll. Für mich war der Verfassungsschutz schon immer eine dubiose Konstruktion, deren Aufgaben ich lieber der Polizei übertragen hätte. ( Ja, die historischen Gründe warum man dies in den Anfangsjahren der BRD nicht getan hat sind mir bekannt, aber die Gefahr einer Gestapo 2.0 scheint mir da weit hergeholt )
In fast keinem Land der Welt gibt es einen Verfassungsschutz, obwohl diese Länder auch eine Verfassung oder zumindest etwas Gleichwertiges haben.
Nun setzt bald der Wahlkampf ein und ich befürchte, dies wird das dominierende Thema sein, obwohl Bremen mindestens 50 noch größere Probleme hat. Und genau dies wird dazu führen, daß der Zulauf ganz links und ganz rechts noch größer werden wird.
Seltsam, aber so steht es geschrieben.