Glosse: Ekstatisches Lob von Eltern für Selbstverständlichkeiten
So, heute bin ich mal faul. Dr. Volker Redder hat kürzlich einen wunderbaren Text im Netz veröffentlicht. Der hat meine Frau und mich regelrecht zum Wiehern gebracht, dass ich dachte: Den darf ich Ihnen, geneigte Leserschaft, nicht vorenthalten. Das Thema: Wie bereiten (inzwischen deutlich ältere Eltern als in unserer Jugend) ihren Nachwuchs aufs „echte“ Leben vor. Achtung: Passen Sie bitte auf, dass Ihnen das Lachen nicht im Hals stecken bleibt.

Dr. Volker Redder schreibt (das KI-generierte Foto stammt ebenfalls von ihm):
„War mal wieder acht Tage bei bestem Wetter auf Juist. Diese Insel ist im Grunde kein Ort, sondern ein Zustand. Man nennt es auch das „Töwerland“, das Zauberland, was vermutlich daran liegt, dass dort die Zeit nicht nur stehen bleibt, sondern sich erst mal gemütlich im Strandkorb einrollt und ein ausgiebiges Nickerchen macht. Es gibt keine Autos, nur Pferde und Fahrräder. Es ist so leise, dass man sein eigenes Haarwachstum hören kann, wenn nicht gerade eine Möwe versucht, einem das Fischbrötchen streitig zu machen. Kurz: Es ist der sicherste Ort der Welt, gleich nach einer gepolsterten Gummizelle in einem Watte-Werk.
Eigentlich die perfekte Umgebung für Kinder, um mal so richtig die Sau rauszulassen. Oder zumindest mal drei Meter zu rennen, ohne dass sofort das SEK gerufen wird. Dachte ich.
Ich saß also auf einer Düne, beobachtete das Meer, das ja auch sehr viel Zeit hat, und dann sah ich ihn: Einen Dreijährigen auf einem Dreirad. Das Gefährt bewegte sich mit einer Geschwindigkeit, die selbst eine Weinbergschnecke mit Burnout als „eher gemächlich“ bezeichnet hätte. Aber der Junge! Der Junge trug einen Fahrradhelm, der so massiv war, dass er vermutlich auch einen direkten Meteoriteneinschlag oder den Absturz einer Raumstation unbeschadet überstanden hätte. Dazu Ellbogenschoner, Knieschoner und – ich schwöre es – eine neonfarbene Warnweste. Mitten am Tag. Auf einer Insel ohne Autos. Wahrscheinlich hatten die Eltern Angst, er könnte von einem besonders kurzsichtigen Pferd übersehen werden oder im dichten Nebel der eigenen Atemluft verloren gehen.
Dann passierte das Unvermeidliche: Der Junge stieg ab. Er wollte laufen. Einfach so. Auf Sand. Sand, das muss man wissen, ist in der Welt moderner Eltern so etwas wie flüssige Lava, nur mit schlechteren Haftreibungswerten.
„Torben-Hendrik, nicht laufen! Du fällst hin!“, schallte es über den Strand, als hätte er gerade versucht, ohne Fallschirm aus einer Boeing 747 zu springen. Die Mutter stürzte vor, die Arme ausgefahren wie die Fangnetze eines Flugzeugträgers. Torben-Hendrik blieb stehen. Er tat nichts. Er atmete nur.
„Super gemacht, Schatz! Ganz toll angehalten! Wahnsinn, wie du das kontrolliert hast!“, rief die Mutter und klatschte begeistert Beifall. Der Vater kam dazu, hob die Hand zum Abklatschen und rief: „Spitzenleistung, Großer! High Five!“
Ich saß da und wartete eigentlich darauf, dass jetzt eine Kapelle aus den Dünen tritt und ihm für das bloße Nicht-Umkippen das Bundesverdienstkreuz verleiht. Wenn man heute ein Kind dafür lobt, dass es unfallfrei auf Sand steht, was macht man dann, wenn es später mal eine Steuererklärung abgibt? Wird dann die gesamte Stadt illuminiert?
Das Problem ist: Wenn wir Kindern beibringen, dass das Leben eine einzige ununterbrochene Todesfalle ist, in der man für das Atmen schon stehende Ovationen verdient, dann züchten wir uns eine Generation heran, die später mit 25 im Vorstellungsgespräch sitzt und erwartet, dass der Chef eine La-Ola-Welle startet, weil man pünktlich die Tür gefunden hat.
Diese Kinder werden nie erfahren, wie wunderbar es ist, hinzufallen, sich das Knie aufzuschürfen, den Schmerz kurz wegzubrummen und dann festzustellen: „Mensch, ich lebe ja noch! Und guck mal, die Kruste wird später richtig interessant aussehen.“ Ein Leben ohne Schrammen am Knie ist wie ein Buch ohne Eselsohren – es sieht zwar ordentlich aus, aber man sieht eben auch, dass es nie wirklich benutzt wurde.
Ich habe dann versucht, Torben-Hendrik unauffällig zuzuzwinkern, so von wegen „Renn einfach los, Kleiner, der Sand ist weich!“. Aber die Eltern haben mich sofort skeptisch gemustert. Wahrscheinlich dachten sie, ich wäre ein „Risiko-Influencer“, der ihren Sohn zu illegalen Aktivitäten wie „Hüpfen“ oder „Schnellgehen“ verleiten will. Also bin ich sitzen geblieben und habe weiter aufs Meer geguckt.
Das Meer macht ja auch keine Fehler. Es schwappt einfach nur. Aber wahrscheinlich bekommt es dafür heutzutage auch jeden Abend eine Urkunde von der Kurverwaltung.“
So weit der Text von Volker Redder, Bremer IT-Unternehmer und Liberaler.
Munter bleiben!
Herzlichst
Ihr Axel Schuller
P.S. Volker Redder ist ein Multimedia-Talent. Seine Juist-Erlebnisse hat er zu einem Booklet und zu einem Song (alles mit KI) verarbeitet. Siehe hier: BOOKLET und Song.
P.P.S.: Bitte schauen Sie am Sonntag auf bsg. Dann erscheint hier erneut ein Gastkommentar. Zu einem Thema, das uns alle betrifft!
Wunderbar
Es hätte auch ein Kind mit Behinderung, Entwicklungsverzögerung, Glasknochen, Trisomie 21 und und und… sein können. Ich wäre nicht so schnell dabei, zu urteilen und evtl. falsche Schlüsse zu ziehen.
Ich beobachte es eigentlich nicht, dass Eltern heutzutage übermäßig loben oder in solchen Situationen übervorsichtig sind. Eher ist es so dass Eltern in ihr Handys starren und Kinder ignorieren. Und es gab schon vor 30-40 Jahren Experimente (googeln Sie „Still Face Experiment, Ed Tronick, attachment theory), die bewiesen haben, wie schädlich das ist. ich lade Sie ein, nicht nur in sogenannten „sozial schwächeren“ Stadtteilen zu schauen. Das kann man sehr gut im Viertel beobachten.
Auf der anderen Seite kann ich gut verstehen, dass Eltern nicht so gern Kinder oder junge Teenager alleine durch die Stadt fahren lassen. Die 14 jährige Tochter von Freunden war letztes Jahr auf dem Weg zurück vom Schmwimmen und wurde um ca. 20.00h im Bus Nr. 25 unweit vom Drogenkonsumraum völlig unvermittelt ins Gesicht geschlagen von einem Mann, der schnell weggelaufen ist. Einfach so. Es gibt auch genug Berichte im Weser Kurier, dass Menschen – auch tagsüber – darunter auch Teenager brutal angegriffen werden. Klar, da werden die jungen Leute vielleicht im Vergleich zu uns überbehütet und das ist nicht gut für die Entwicklung. Man kann es gut verstehen.
Ich schreibe hier als Privatmann! Wenn ich das so lese, dann frage ich mich wirklich, wie es mit unserer Gesellschaft weitergehen wird. Ich selber bin in Österreich auf einem Bergbauernhof aufgewachsen und habe von frühester Kindheit an gelernt, mit Gefahren umzugehen. Wir sind jeden Morgen, egal bei welchem Wetter, 6 Kilometer vom Hof ins Tal zu Schule gelaufen, meistens querfeldein und durch die Wälder. Und nach der Schule den selben Weg wieder nach Hause gegangen, Der Schulbus wurde erst eingeführt, als ich schon in der 7 Schulstufe war. Meine ersten Skier bekam ich, als ich drei Jahre alt war. Wir hatten Strickmützen, keine Helme. Selbst später, als ich Nachwuchskader des Kärntner Skiverbandes gefahren bin, hatten wir keine Helme, keine Protektoren etc. Wir hatten Haut und Knochen und einen Skianzug – und haben es überlebt. Im Sommer haben wir stundenlang unsere Fahrräder auf einen Berg geschoben (es gab ja noch eine E-Fahrräder) um dann im rasenden Tempo die Schotterwege runterzufahren. Und ja, ein wenig Schwund gab es immer. Ich hatte mehrere Unfälle, einen angebrochenen Nackenwirbel und einen angebrochenen Lendenwirbel und habe es auch überlebt. Mit Glück aber es ging. In meiner ganzen Jugend habe ich einen einzigen tödlichen Unfall erlebt und der wirkt heute noch nach. Aber es war purer Leichtsinn, der dazu geführt hat. Wir wurden gefordert und nicht gebremst. Wenn wir beim Fussball an der Seitenlinie stehen geblieben sind, weil keiner der Mannschaftsführer uns haben wollte dann haben wir die Ansage bekommen: *Übe und werde besser dann wirst du auch genommen!“ Und ja, wir wurden einem manchmal gnadenlosen Wettbewerb ausgesetzt. Aber das war die Lehre des Lebens. Wir haben das nicht nur überlebt sondern daraus gelernt – und die meisten in meinem Alter haben ein erfolgreiches Leben gemeistert. Nicht als Absolventen eines Studiums sondern als Handwerker, als Dienstleister, als Landwirte und als Macher. Die meisten meiner Schulkameraden von damals haben Familien gegründet, viele haben ein Haus gebaut oder von den Eltern übernommen und ausgebaut. Sie haben ein solides Leben gelebt und können stolz auf sich sein. Was aber wird mit der Jugend von heute passieren? Wir stehen vor einer Zeit, von der ich nicht geglaubt hätte, dass sie uns in Europa noch einmal einholen wird. Die Kriegsgefahr ist real. Wie wird es sein, wenn dieser Fall tatsächlich eintreffen sollte? Was ich nicht hoffe. Werden wir uns wehren können? Wie wird die Gesellschaft mit den Auswirkungen der Krisen umgehen? Was wird passieren, wenn es tatsächlich dazu kommen sollte, dass das Internet abgeschaltet wird? Wen es kein Netflix, kein Facebook, keine Mails und keine Messenger mehr gibt? Wenn wir keine Shorts mehr sehen können? Wenn wir wieder richtig miteinander reden müssen, wenn wir um unsere Existenz richtig kämpfen müssen? Der Beitrag und dann der Kommentar von Frau Victoria Norton sagt für mich so vieles aus. Ja, es gibt heute viele Gefahren, die wir damals nicht kannten. Ja, die Welt hat sich verändert aber wäre es nicht besser, wenn wir den nachfolgenden Generationen Widerstandskraft lehren? Ihnen beibringen, wie man damit umgeht? Der Wattekokon wird nicht lange funktionieren. Ich wünsche mir mehr Mut, mehr Lebensnähe und vor allem Eltern, die ihre Kinder fordern und fördern statt sie in Watte zu packen.
Das Phänomen ist nicht neu und erinnert mich an den Kinderfilm Fatty Finn von 1980. Fatty arbeitet sich im Film an einen derartig zur Lebensunfähigkeit erzogenen „Schulfreund“ ab. Rückwirkend betrachtet ist es interessant, dass der Autor das lebensunfähige Kind auf eine „reiche“ Familie projiziert hat. Tatsächlich erscheint mir das irreführend zu sein – es ist eher ein Phänomen der unteren Mittelschicht. Die von ganz unten betrachtet wie Reiche erscheinen.
In der Oberschicht scheint es die Maxime zu geben: „Wer eine glückliche Kindheit hat, aus dem wird nichts.“ Florian Homm (Neckermann-Familie und Erzkapitalist) berichtet hier, wie er gefoltert und sexuell missbraucht wurde, um ihn zur „Leistungsmaschine“ zu machen.
https://www.youtube.com/watch?v=MGfByuxO1Ks
Ziehen wir mal kurz in Betracht, dass das stimmen könnte. Dann sind die „Helikoptereltern“ exakt das inverse Phänomen. Da kann man nur sagen: Der Weg in die Hölle ist mit guten Vorsätzen gepflastert.
Als meine Kids (die sind heute um die 40) noch Kids waren, lebten wir im ersten Vorort südlich von München. mit 4 Jahren konnten die Zwillinge radfahren, also sind wir bei schönem Wetter alle zusammen im Perlacher Forst geradelt, die beiden ganz kleinen (wir haben vier Kids) natürlich im Fahrrad-Kindersitz bei uns. Keine Helme usw. Die Zwillinge sind auch nach den ersten drei Schultagen ganz allein zur Schule gegangen (ca. 1km). Als die „kleinen“ in die Schule kamen, lebten wir auf dem Land (bei Landshut), da war dann klar „Schulbus“. Aber wo sie sich nachmittags herum trieben: ehrlich gesagt, keine Ahnung! So um 1995 stattete ich die Zwillinge mit Handys (gegen den Willen der Mama) aus, einfach damit sie sich im Ernstfall entweder bei der Polizei oder bei mir melden können. Der Vater unseres Vermieters brachte den Zwillingen (da waren sie so um die 12) auch das Traktorfahren bei – haben sie uns erst erzählt, als sie es schon konnten… BTW: die eine der beiden fährt inzwischen Schwertransporte („vorne“, nicht im Begleitfahrzeug) durch Europa…
Jetzt lebe ich in Gröpelingen gegenüber der Grundschule: anders als im „Viertel“ oder Schwachhausen (wo ich beruflich häufig unterwegs bin) sehe ich hier fast keine „Elterntaxis“, sondern die meisten Kids kommen allein oder in Begleitung älterer Geschwister zur Schule. Und im „Viertel“: da sehe ich laufend vor allem Papas auf diesen Lastenrädern mit Kinderabteil und da drinnen sitzen Kids, die so zwischen 6 und 9 sind (und oft auch mit Warnweste und Helm…).
Und vor zwei Jahren habe ich mit meiner damaligen Partnerin in der Überseestadt in der Überseekirche Musik-Workshops für Kids gemacht. Es kamen ausschl. nicht-deutsche Kids so zwischen 4 und 9, alle ohne Eltern-Begleitung (ok, manchmal kam zwischendurch ein Elternteil mal vorbei um zu schauen, aber nie zum Bringen/Abholen). Und diese Kids waren zwar alle „rotz-frech“, aber intelligent und selbstbewusst, durch die Bank zwei-sprachig (deutsch und englisch, türkisch oder französisch), teilweise aber noch eine weitere. Dagegen die „Kids“ meiner „Ex“ (damals waren sie bereits 16 bzw. 19, Jungs): denen musste ich erst einmal beibringen, wie man einen Schraubendreher oder Hammer benutzt oder eine Lampe oder Waschmaschine anschliesst…
Hätte ich heute nochmal Kids, ich würde nicht viel anders machen in der Erziehung, einzig ich würde sie „zwingen“ Selbstverteidigungs-Kurse zu besuchen, um ihr Selbstbewusstsein und ihre Reflexe zu schulen.
Für mich sind diese seltsamen Lastenräder mit Kinderabteil aufgrund ihres problematischen Fahrverhaltens gefühlt sehr viel gefährlicher wie allein durch die Stadt gehend als „Kid“…
Herrlich. Ich lese Ihren Blog sehr gerne…..und ja, bei diesem Juist-Bericht habe ich wirklich auch „gewiehert“. Herzlichst JR
Sie wissen nichts über dieses Kind, Volker Redder weiß nichts über dieses Kind. Sie haben nicht die geringste Ahnung über eine Vorgeschichte, Erkrankungen, Behinderungen… Aber Sie urteilen, bewerten, machen die ganze Familie lächerlich und das Ganze bringt sie „zum Wiehern“. Schön, dass Sie etwas zum Lachen hatten! Schade, dass es auf Kosten anderer ging, denen Sie sich offenbar sehr überlegen fühlen.
Das stimmt, was Frau Dr. Eschen sagt. Aber der Herr Dr. Redder gibt auch sehr gerne zum Besten, dass es Frau Dr. Eschen, auch nicht weiß. Und es ihr dann aber sehr gefällt, ohne jedwede Fakten, die moralisch Entrüstete zu geben. Auf Kosten anderer.
Glückwunsch! 🙂
Schade, dass es Leute gibt, die nicht wissen, was eine Glosse ist und außerdem keinerlei Sinn für Humor haben. Sie tun mir immer ein bisschen leid, weil ihr eigenes Leben so schwer zu sein scheint.
Der Kommentar von Herrn Dr. Redder auf dem Kommentar von Frau Dr. Eschen bringt mich wiederum zum wiehern. Weil er so wahr ist. Aber so funktioniert unsere Gesellschaft. Herr Dr. Redder hat eine Situation im Real Live gesehen geschildert, keine Namen genannt und keine Bilder des Kindes oder der Eltern veröffentlicht – aber eben eine reale Beobachtung. Und ganz ehrlich, ich kann mir KEINE wie immer geartete Vorgeschichte vorstellen, die so ein Verhalten wie das dieser Eltern rechtfertigen würde. Das Kind zu zwingen, Sturzhelm und Warnweste auf einem einsamen Strand zu tragen ist aus meiner Sicht schon fast Kindesmisshandlung. Und wird alles hervorbringen nur keinen Menschen, der selbstständig und selbstsicher ins Leben geht.
Es ist völlig in Ordnung darüber zu lachen, oder es sein zu lassen.
Satire liegt immer im Auge des Betrachters. Oder auch nicht.
Schön, dass es im Blog mal um etwas anderes geht als um den üblichen Politikzirkus.
Ich fand dieses Kopfkino einfach nur lustig und hab mich amüsiert….wenn ich das durfte!?
DANKE, Axel Schuller für diesen exemplarischen Beitrag!
DANKE auch Herrn Dr. Redder für seine Antwort an Frau Dr. Eschen.
Ich meine, auch die zweite Beobachtung ist richtig: Kinderwagen schieben geht offenbar nur noch mit Handy oder Kopfhörern, auch wenn die Kinder wach sind.
Das Thema ist über die Glosse hinaus wichtig und interessant, wenn man über die Hintergründe nachdenkt:
Wir haben in Deutschland eine extrem niedrige Geburtenrate. In Deutschland wurden 2023 rund 690 000 Kinder geboren; in den 1950er und 1960er Jahren wurden jedes Jahr mehr als eine Million Kinder geboren – bei einer weitaus kleineren Bevölkerungszahl. Seit 1972 ist der Saldo von Geborenen zu Gestorbenen negativ. Die Hälfte aller Familien mit minderjährigen Kindern sind Ein-Kind-Familien, die Zahl der Allein-Erziehenden und der sog. Patchwork Familien ist enorm. Was macht das mit einer Gesellschaft? Oder umgekehrt, was ist passiert? Nicht wenige Bekannte unserer eigenen Kinder lehnen es ab, Kinder zu bekommen oder brechen in den Ruf aus: “Nie wieder!“, wenn sie denn eins bekommen haben.
Wir waren mal das Land eines Friedrich Fröbel, das deutsche Wort ‚Kindergarten‘ wurde in andere Sprachen übernommen!
Danke für den „Abdruck“ auf bsg – ich hatte bereits auf Linkedin das Vergnügen und möchte Volker ausdrücklich ermuntern, weiter so vielschichtige Sichtweisen auf so humorvolle Art zu spiegeln und damit zur Reflektion anzuregen. In welche Richtung auch immer….