Was soll Lufthansa-Chef von gespaltener LINKEN halten? / Aktualisierung: Senat sprach mit LH
Eines muss man Lufthansa-Chef Carsten Spohr lassen – ohne das gut zu finden: Mit seiner Ankündigung, die LH-Verbindung Frankfurt-Bremen zu kappen, hat er sich mit Regierungschef Dr. Andreas Bovenschulte exakt den Richtigen herausgegriffen. Dr. Bo. ist aktuell Bundesratspräsident. Und wem könnte die Lufthansa am eindringlichsten die Forderungen an den Bund – via Bundesrat – diktieren, dass man endlich ein größeres Entgegenkommen des Staates verlangt – zugunsten der eigenen Konkurrenzfähigkeit. Nebenbei: Die Linken führen bei dem Thema ein Doppelspiel übelster Art auf!
Die Lufthansa klagt seit langem, dass die deutsche Luftverkehrsteuer zu hoch sei, um notleidende Kurzstreckenflüge (wie FRA-BRE) wirtschaftlich akzeptabel aufrechtzuerhalten. Die CDU-SPD-Koalition im Bund hatte vor einem Jahr versprochen, die Abgabe zu senken.
Das Fachblatt „Aviation Direct“ schrieb am 12.9.2025:
„In einer aktuellen Stellungnahme betont Spohr die dringende Notwendigkeit, die Luftverkehrsteuer sowie die Gebühren für Passagierkontrollen und Flugsicherung zu senken. (…) Spohr warnt davor, dass sich der Luftfahrtstandort Deutschland international zunehmend abgehängt sehe. Der innerdeutsche Flugverkehr sei außerhalb der großen Drehkreuze massiv geschrumpft, was sich negativ auf die Anbindung der wirtschaftsstarken Regionen auswirke.“
Der Ryanair-Regionalchef Marcel Pouchain Meyer wird im heutigen Weser-Kurier noch deutlicher: „Die geplante Senkung der Luftverkehrssteuer ist nur ein Tropfen auf den heißen Stein.“ Er hoffe weiterhin, dass Politiker endlich einmal verstehen würden, wie der internationale Luftverkehr funktioniere.
Wenige Tage vor Spohrs Anti-Bremen-Entscheidung hatte der Bundestag am 7.5. in erster Lesung über die Reduzierung der Luftverkehrsteuer um 20 Prozent debattiert.
Was die Bremer Bundestagsabgeordnete der LINKE, Doris Achelwilm, in Berlin dazu ausführte, weicht extrem von dem händeringenden Betteln der Bremer LINKEN Wirtschaftssenatorin Kristina Vogt ab.
Urteilen Sie, liebe Leserschaft, selbst.
Doris Achelwilm im Bundestag:
„Flugreisen werden in Deutschland jedes Jahr mit 12 Milliarden Euro subventioniert. Dabei sind Flugzeuge mit Abstand das klimaschädlichste Verkehrsmittel. (…) Und jetzt wollen Sie die Luftverkehrsteuer wieder senken, also eine Art Kerosinrabatt. (…) Pro Flug in Europa wird die Luftverkehrsteuer jetzt um 2,50 Eurogesenkt, pro Langstreckenflug um 11,40 Euro. Die Entlastungswirkung dieser Maßnahme? Wenig vorhanden, aber das Ganze kostet; nämlich rund 350 Millionen Euro pro Jahr, die beim einfachen Fluggast verpuffen und im Verkehrsetat spürbar fehlen werden. Wer hat am meisten von der Nummer? Die Airlines, die Aktionäre, die Vielflieger, die Luftfahrtlobby, die teilweise mit extrem fragwürdigen Geschäftsmodellen unterwegs ist. (…)“
ENDE Zitat Achelwilm aus dem Bundestagsprotokoll.
Übrigens: Der Bundestag wird die Senkung der Luftverkehrsteuer aller Voraussicht nach am 21.5. in zweiter und dritter Lesung beschließen, die auch dann immer noch höher sein wird als vor Corona.
Der aktuelle Satz für die Kurzstrecke beträgt in Deutschland 15,53 Euro. Für die Mittelstrecke fallen 39,34 Euro an. Auf der Langstrecke verlangt der deutsche Staat 70,83 Euro pro Passagier und Flug.
Und was sagt nun Kristina Vogt, Bremer Wirtschaftssenatorin aus dem selben Linken-Parteistall wie Frau Achelwilm, die es in Berlin immerhin zur steuerpolitischen Sprecherin ihrer Fraktion gebracht hat.
Vogt bettelt die Lufthansa zusammen mit Bürgermeister Dr. Andreas Bovenschulte regelrecht an:
„Bremen ist ein Industrie- und Logistik-Standort mit internationaler Ausrichtung.“ Die Anbindung an Frankfurt sei Grundlage für täglich zahlreiche Geschäftsreisen, die für mannigfache Kundenkontakte in aller Welt essenziell seien. Der Bürgermeister und seine Wirtschaftssenatorin bitten den LH-Vorstand, die Entscheidung zu prüfen und Bremen über den 1. Juli hinaus mit Frankfurt zu verbinden.
Liebe Leserschaft, was würden Sie als LH-Vorstand angesichts einer solch gespaltenen Zunge der Linken in Bremen und Berlin halten?
Noch ein Vergleich der Fluggebühren mit Ländern, in denen die Lufthansa Group Airlines inzwischen gekauft oder sich beteiligt (Ex-Alitalia) hat:
Österreich:
Flugabgabe kürzer als 350 Kilometer: 30 Euro. Länger als 350 Km = 12 Euro
Schweiz:
Flugsteuer: NULL Euro. Die Schweizer haben die Forderung von Umweltschutzverbänden (30 Franken für Kurzstreckenflüge, 120 Franken auf der Langstrecke) per Volksabstimmung abgelehnt.
Italien:
Für Kurzstrecke: 6,57 Euro, für Langstrecke 12,69 Euro.
Noch zu einer anderen Zahl: Der Sprecher Wirtschaftsbehörde, Christoph Sonnenberg, erläuterte bsg gegenüber eine Zahl, die seit dem Wochenende in vielen Debatten genannt wird: „Der Flughafen sagt uns, dass wöchentlich bei 35 Abflügen 5.100 Passagiere auf der Strecke Bremen-Frankfurt unterwegs sind.“
Um die Aussage sachlich einzuordnen: Die 5.100 Menschen beziehen sich auf 35 Hin- und 35 Rückflüge. Man muss man also 5.100 durch 70 dividieren, um die tatsächliche durchschnittliche Fluggastzahl pro Flugzeug zu errechnen: 73 Menschen.
Zum Schluss noch etwas Anderes: Ist auch Ihnen aufgefallen, dass die Bremer Politik der LH gegenüber wie ein Ertrinkender um Hilfe ruft, ein anderer Spitzenpolitiker sich jedoch in Schweigen hüllt: Olaf Lies, SPD-Regierungschef von Niedersachsen. Der Ministerpräsident wohnt in Sande/Friesland, ist den Städten Wilhelmshaven, Emden und Oldenburg verbunden. Ist ihm etwa noch gar nicht aufgefallen, dass viele Geschäftsreisende aus (seinem) Nordwesten von Bremen aus (und nicht Hannover) zu Kunden in die Welt fliegen?
ACHTUNG: In den Kommentaren finden Sie unter Axel Schuller eine Aktualisierung des Textes. Dr. Andreas Bovenschulte hatte am Mittwoch ein Video-Telefonat mit Airline-Boss Carsten Spohr.
Heute mal innerhalb des Textes: Lesen Sie bitte die Kommentare zum vorigen Stück „Gastbeitrag“. Sie finden dort viele erhellende Infos zum Thema Lufthansa!
Munter bleiben!
Herzlichst
Ihr Axel Schuller
P.S.: Vorsorglich schon mal der Hinweis, dass am Sonntag der bereits avisierte Gastkommentar garantiert erscheinen wird.
Da spart der Bund jetzt also die 20 % Luftverkehrsteuer wieder ein, die er 2024 noch draufgesattelt hat. Andere Länder waren da klüger und haben diesen Unsinn gar nicht erst eingeführt oder schnell wieder abgeschafft.
Für Bremen kommt die Einsicht zu spät. Die Strecke nach Frankfurt verschwindet, Luftverkehrsteuer wird keine gezahlt, der Flughafen wird weiter geschwächt und Unternehmen werden sich fragen, warum sie bei 460 % Gewerbesteuer überhaupt noch hier bleiben sollen.
Denn wenn für einen Geschäftstermin wegen langer und unflexibler Anreise plötzlich An- und Abreisetag blockiert sind, wird aus einem halben Arbeitstag schnell eine Zwei-Tage-Reise mit Hotelübernachtung. Genau das macht Bremen jetzt unattraktiv.
Welcher Linke liefert eigentlich stichhaltige Beweise, dass Flugzeuge klimaschädlichste Verkehrsmittel sind?
Wer liefert stichhaltige Beweise für diese angeblich Gewissheit. Wird hier nicht einfach nur ideologisch gequatscht?
Wir erinnern uns vielleicht noch an das angeblich so große und wachsende Ozonloch, das ab Mitte der 1980er Jahre wie eine Sau durchs Dorf getrieben wurde. Dieses Naturphänomen wurde auch als Grund heran gezogen, die Bürger abzuzocken.
Und ja, die Luftverkehrsteuer und die Gebühren für Passagierkontrollen und Flugsicherung sind zu hoch. Gerade die Luftverkehrssteuer ist aus meiner Sicht so eine Klimaideologie-Steuer.
Hier sollte man einen internationalen Vergleich der Steuern heranziehen, zumindest in Europa.
Diese Luftverkehrssteuer versickert auch nur im maßlos verschwenderischen Bundeshaushalt und im schlimmsten Fall als Milliardenzahlungen an die aus meiner Sicht extrem korrupte Ukraine.
Wir sprechen hier ja von gewaltigen Summen: 15 Euro pro Flug? Will man sich über mich lustig machen? In der Kalkulation hat das keine Bedeutung, da bin ich mir 100% sicher. Mir zwei Euro weniger je Flug wird man die Lufthansa nicht zurück nach Bremen locken, auch mit 0 Euro Gebühren nicht. Das würde Bremen dann aus dem eigenen Haushalt bezahlen, damit 70 Leute schnell nach Frankfurt kommen. Erklär mir jemand die ökonomische Wirkung…
Bei einem typischen Lufthansa-Inlandsflug wie BRE–FRA bzw. FRA–BRE steckt pro Passagier eine ganze Reihe von Gebühren im Ticketpreis. Ein Teil geht an den Flughafen, ein Teil an Staat/Bundespolizei/DFS und ein Teil an die Airline bzw. deren Dienstleister.
Für einen einzelnen Passagier in Economy auf der Strecke Flughafen Bremen ↔ Flughafen Frankfurt liegt die Größenordnung ungefähr so:
Bestandteil Abflug BRE Abflug FRA
Passagierentgelt Flughafen ca. 7,70 € ca. 15–20 €
Sicherheitsentgelt Flughafen ca. 1 € ca. 1,63 €
Staatliche Luftsicherheitsgebühr ca. 5–10 € ca. 8–11 €
PRM-/Assistenz-Umlagen etc. ca. 0,5–1,5 € ca. 1–2 €
Anteilige Lande-/Start-/DFS-Kosten je Pax* ca. 8–15 € ca. 8–15 €
Luftverkehrsteuer (Inland/EU) ca. 15–16 € ca. 15–16 €
* stark abhängig von Flugzeugtyp und Auslastung.
Damit landet man grob bei:
* BRE → FRA: etwa 38–50 € externe Gebühren/Kosten pro Passagier
* FRA → BRE: etwa 48–65 € externe Gebühren/Kosten pro Passagier
Der Unterschied kommt hauptsächlich daher, dass Frankfurt deutlich höhere Flughafen- und Infrastrukturentgelte verlangt als Bremen.
Ein paar konkrete veröffentlichte Werte:
* Bremen erhebt laut Entgeltordnung ein Passagierentgelt von 7,70 € für EU-/Inlandsziele sowie ein Sicherheitsentgelt von 0,98 €. 
* Frankfurt erhebt 2026 ein Sicherheitsentgelt von 1,63 € pro abfliegendem Passagier. 
* Die staatliche Luftsicherheitsgebühr in Deutschland liegt 2026 je nach Flughafen typischerweise zwischen 4,50 € und 15 €. 
* Zusätzlich fallen DFS-Flugsicherungsgebühren für Start/Landung an; bei einem A320 liegen diese 2026 insgesamt bei rund 478 € pro Bewegung. 
Für Lufthansa ist die Strecke deshalb operativ relativ teuer: Bei einem gut gefüllten A319/A320 können allein Flughafen-, Sicherheits-, Flugsicherungs- und Steuerkosten schnell deutlich über 5.000 € pro Umlauf liegen — noch bevor Kerosin, Crew, Wartung oder Leasing berücksichtigt werden.
Es profitieren, also sehr viele öffentliche Stellen an einem Flug, bevor die LH in die Kostendeckung kommt oder sogar einen Deckungsbeitrag einfliegen kann.
Bei Zubringerflügen zu Fernverbindungen dann vielleicht am Langstreckenflug. Wer „nur“ in FRA bleibt, auch nicht.
Selbst, wenn Dr BO auf Gebühren des Flugplatzes verzichten/reduzieren würde, ohne Abschaffung der Luftverkehrsteuer kann auch kein Wettbewerber der LH mit noch billigerem Personal die Strecke wirtschaftlicher bedienen.
Für den kommenden Monat (Juni 2026) liegen die günstigsten direkt buchbaren Lufthansa-Tickets auf der Strecke Bremen–Frankfurt derzeit ungefähr bei:
* ab ca. 121–129 € einfach
* ab ca. 154 € hin und zurück
jeweils im günstigsten Economy-Tarif ohne Extras.
Interessant dabei: Die reinen staatlichen und Flughafen-Gebühren liegen auf dieser Strecke schon grob bei 40–60 € pro Richtung. Dadurch bleibt bei echten „Billigpreisen“ für Lufthansa auf BRE–FRA oft nur ein relativ kleiner Nettoflugpreis übrig.
Wer hat schon Freude an geringen Deckungsbeiträgen, wenn auf anderen Strecken das Material und Personal höhere Renditen einfliegt?
Die Vorstellung, der Bundesratspräsident könne Forderungen „diktieren“, verkennt die staatsrechtliche Realität in Deutschland grundlegend, da dieses Amt fast ausschließlich repräsentative und organisatorische Aufgaben erfüllt.
Dass Sie als ehemaliger Journalist eine solche Argumentation öffentlich verbreitet, ist in höchstem Maße verstörend, da es ein fundamentales Unverständnis der deutschen Staatskunde offenbart. Wer suggeriert, der Bundesratspräsidenten könnte Forderungen „diktieren“, hat die Grundpfeiler unserer Demokratie – insbesondere den Föderalismus und die Gewaltenteilung – schlichtweg nicht begriffen.
Als „Erster unter Gleichen“ fungiert der Bundesratspräsident primär als Moderator, der die Sitzungen neutral leitet und den Bundespräsidenten bei Bedarf vertritt, jedoch keinerlei inhaltliche Richtlinienkompetenz oder Weisungsbefugnis gegenüber den Bundesländern oder gar der Bundedregierung besitzt. Da der Bundesrat aus Vertretern der 16 Landesregierungen besteht, die jeweils nach den Beschlüssen ihrer eigenen Kabinette abstimmen, hat der Präsident keine Handhabe, den Ausgang von Voten im Alleingang zu beeinflussen oder wirtschaftspolitische Forderungen eigenmächtig durchzusetzen
Zusammenfassend lässt sich nur sagen: Dass ein „Journalist“ eine derart groteske Fehlvorstellung über die politische Architektur Deutschlands verbreitet, ist schlichtweg irre oder gewollt! Herr Schuler, lesen sie bei Gelegenheit in der Verfassung nach, bevor sie so was schreiben.
@Herrn Meine: Nun mal langsam, mit die jungen Pferde 🙂 Lieber Herr Meine, in meinem Text „diktiert“ die Lufthansa Herrn Bundesratspräsidenten Dr. Bo. etwas, damit er es an die Bundesregierung weiterträgt – nicht (wie von Ihnen verstanden) umgekehrt.
Dass Politikdarsteller der Linken zum Thema „Sinnhaftigkeit von Inlandsflügen“ unterschiedliche Standpunkte haben, ist zwar lustig, aber doch eher irrelevant. Deutschland hat ein viel grundlegendes Problem, das man hier mal dingfest machen kann. Ein Problem, das die verlogenen Technokraten der Kartellparteien erzeugt haben, weil es so schön bequem und fast unsichtbar war. Die öffentliche Hand finanziert sich zu 50 % mittels Konsumsteuern – also Umsatzsteuer, CO₂-Steuer, Mineralölsteuer, Luftverkehrssteuer … und so weiter.
Diese Steuern werden vor allem von Menschen mit niedrigen und mittleren Einkommen bezahlt, die fast ihr gesamtes Einkommen konsumieren müssen, weil die Preise durch die Konsumsteuern künstlich hoch sind. Je höher die Sparquote, desto geringer ist die Steuerlast durch diese Konsumsteuern. Das trifft also vor allem die „unteren“ 60–70 % der Bevölkerung. Auch die selbsternannten „Linken“ zocken lieber ihre eigenen Wähler ab als die vermeintlich „Reichen“. Wem das nicht zudenken gibt dem kann man nicht mehr helfen.
Vom Median Nettolohn gehen noch einmal locker 50 % durch heimliche Steuern weg und schmälern die Kaufkraft. Im Ergebnis haben wir zu hohe Mieten, zu hohe Energiekosten, zu hohe Gesundheitskosten etc. Das führt zu Lohnerhöhungsdruck, ohne dass die Produktivität vorher gestiegen ist.
Am Ende der Reaktionskette stehen hohe Lohnkosten und der Verlust der Wettbewerbsfähigkeit der Industrie. Ich stelle die These in den Raum, dass „wir“ gegenüber China auch deshalb nicht wettbewerbsfähig sind, weil der Staat seine Bürger mit Konsumsteuern abzockt, statt hohe Einkommen- oder noch besser Einkommen aus unproduktiven Kapital stärker zu besteuern.
Bremen wird verkehrstechnisch immer weiter abgehängt. Den Anfang hat nicht die Lufthansa mit der Streichung der Frankfurt-Verbindung gemacht, sondern die Deutsche Bahn. Durchgehender ICE über Hannover nach Süddeutschland – gibt es nicht mehr. Stattdessen geht es provinziell im RegionalExpress zuckelnd nach Hannover. Dort natürlich Umstieg. Komfort sieht anders aus. Dieser verkehrliche GAU wird gravierende wirtschaftliche Folgen für Bremen haben, wenn die Veranstalter nationaler und internationaler Kongresse erkennen, unter welchen Bedingungen ihre Gäste an die Weser reisen müssen. Bremen, nein danke – unter solchen Vorzeichen machen Tagungen keinen Spaß. Hotellerie, Gastro, Einzelhandel und Veranstaltungsstätten werden die Zeche zahlen. Bremen als Stadt im Niedergang – es wird immer offensichtlicher.
Zum Kommentar von Albert von Bernstorf ein Zitat von der Homepage des Umweltbundesamts: „Fliegen ist die klimaschädlichste Art sich fortzubewegen. Ein Flug von Deutschland auf die Malediven und zurück verursacht zum Beispiel pro Person eine Klimawirkung von rund 2,8 Tonnen CO2-Äquivalenten. Mit einem Pkw können Sie mehr als 13.000 km und damit mehr als die durchschnittliche Jahresleistung eines Pkw in Deutschland fahren, bis Sie die Treibhausgaswirkung einer solchen Flugreise erreichen“.
Das Ozonloch ist kein „Naturphänomen“, sondern überwiegend menschengemacht. Seit dem weltweiten FCKW-Verbot hat es sich weitgehend geschlossen – ein Beleg dafür, dass Klimaschutzmaßnahmen durchaus Wirkung zeigen und nichts mit Abzocke zu tun haben.
Die Debatte über den ökonomisch-ökologischen Gesamtpreis der Binnenflüge muss geführt werden. Die Lufthansa kann nicht einfach mal einen regionalen Wirtschaftsstandort vom Zugang zum Flug-Weltnetz abschneiden. Allerdings wundert es nicht, dass diese Debatte in diesem Blog neben wichtigen erklärenden Hinweisen auch wieder mal mit viel Polemik daherkommt. Dazu gehören auch ärgerliche FakeNews, denen widersprochen werden muss. Der Kommentator von „Mag. Albert von Bernstorf“ liefert ein Beispiel von erbärmlicher Unwissenheit. Seine Polemik: „Wir erinnern uns vielleicht noch an das angeblich so große und wachsende Ozonloch, das ab Mitte der 1980er Jahre wie eine Sau durchs Dorf getrieben wurde. Dieses Naturphänomen wurde auch als Grund herangezogen, die Bürger abzuzocken“. Eigentlich lohnt sich bei so viel Faktenfreiheit die Klarstellung nicht. An die hier ernsthaft Diskutierenden nur so viel: Ja, das Ozonloch ist erfreulicherweise deutlich reduziert worden. Jedoch nicht als „Naturphänomen“, sondern als Folge eines weltweit einschneidenden Verbots der Herstellung und Nutzung von „Fluorkohlenwasserstoff (FCKW)“. Dieser Ächtung haben weltweit mit dem „Montrealer Abkommen“ insgesamt 197 Staaten zugestimmt. Und dann noch die positive Botschaft zu den Folgen dieses Verbotes von FCKW: Wissenschaft und Wirtschat haben schnell für das ehemalige schädliche Kälte- und Lösungsmittel einen ökologisch verträglichen Ersatz gefunden wurde.
Die Pressestelle der Lufthansa Group beantwortet meine entsprechende Anfrage vom Vortag.
Vielen Dank für Ihre Anfrage. Hier unser Statement (Zitat Sprecherin Lufthansa Group):
„Die Rücknahme der Erhöhung der Luftverkehrsteuer ist ein wichtiger erster Schritt zur Stärkung der Konnektivität in und ab Deutschland. Entscheidend ist, dass die Steuersenkung nun wie geplant zum 1. Juli in Kraft tritt. Zudem sollte auch der bewährte ETS-Absenkungsmechanismus wieder eingeführt werden, der im Mai 2024 abgeschafft wurde. Er senkt die Steuer, wenn die Kosten im EU-Emissionshandel zunehmen, und mindert dadurch gezielt die Doppelbelastung für Airlines.
Während der Luftverkehr im übrigen Europa Rekordwerte erzielt, stagniert das Sitzplatzangebot hierzulande bei rund 90 Prozent des Vorkrisenniveaus. Ein wesentlicher Grund für die Verschlechterung der Wirtschaftlichkeit von Flügen in und ab Deutschland sind die viel zu hohen staatlichen Standortkosten: Seit 2019 haben sich Steuern und Gebühren verdoppelt. Deutschland gehört bei den staatlichen Standortkosten europaweit zur Spitzengruppe. Weitere Entlastungen sind daher notwendig, um das Angebot an deutschen Flughäfen zu stabilisieren.“
Zu Ihrer Frage nach einer Luftverkehrsteuer in Wien, Zürich und Rom:
– In Wien wird eine Flugabgabe in Höhe von 12,00 EUR pro abfliegendem Passagier erhoben, bei Kurzstrecken unter 350 km beträgt diese 30,00 EUR. In Zürich gibt es keine vergleichbare Steuer.
– In Italien beträgt die sogenannte „Additional Tax“ 6,50 EUR pro Passagier für EU-Flüge und 7,00 EUR für Flüge außerhalb der EU. Für Abflüge aus Rom kommt zusätzlich eine „Additional Tax Roma Capitale“ in Höhe von 1,00 EUR unabhängig vom Zielort hinzu. Insgesamt ergeben sich damit 7,50 EUR für einen EU-Flug und 8,00 EUR für Flüge außerhalb der EU.“
@Rudolf Hickel Ich habe da mal eine oder zwei Fragen. Sie schreiben: „Die Lufthansa kann nicht einfach mal einen regionalen Wirtschaftsstandort vom Zugang zum Flug-Weltnetz abschneiden.“
Offensichtlich kann sie das doch, denn sie gehört ja nicht mehr dem Staat, sondern Kapitalmarktspekulanten oder „Investoren“, wenn Ihnen das Erste zu polemisch ist. Aber polemische Sprache ist auch immer ein wenig ehrlicher als die verschleiernden Sprechblasen von Parteifunktionären oder Pressesprechern. Welchen Ordnungspolitischen Zug sollte den die Verwaltung jetzt machen um die einzufangen?
Was denken Sie, warum die Lufthansa nicht einfach die Preise hochdreht, um die gestiegenen Kosten auszugleichen? Denken die, dass der Markt nicht flexibel genug ist? Denken die, dass sie gegen die Bahn trotz deren ewigen Verspätungen verlieren werden? Machen die so ein 80/20-Ding und schmeißen alles raus, um die Dividendenrendite von 3,9 auf vielleicht 4,x % zu erhöhen? Ist das ein erpresserischer Zug, um Subventionen oder Steuerrücknamen zu erreichen? Fehlen in der Wirklichkeit flugtaugliche Piloten, wegen der „Sie wissen schon“ Sache?
Ob jetzt die Bahn mit ihrem Milchkannen-Express nach Hannover oder Köln und dann mit dem ICE weniger CO₂ emittiert als ein kleiner Jet, würde ich mal ausklammern. Weil ich keiner „Studie“ traue, die ich nicht selbst überprüft habe. Und weil es beim IPCC gerade mächtig wackelt ist noch nicht klar ob dieses CO₂-Narrativ nicht in einigen Wochen, außerhalb von Deutschland, als überwundene NGO-Halluzination abgetan wird.
@Heinz Holtgrefe
Unabhängig von den Rechenbeispielen hier in den Beiträgen trifft Ihr Beitrag den Kern der Sache.
Bei airliners.de habe ich den folgenden Beitrag geschrieben:
Zitat Anfang
„Um nochmal auf den Wegfall der Bremen-Frankfurt Verbindung zu kommen:
Das ist, zumindest psychologisch, eine Katastrophe. Mag ja sein, dass es Alternativen über München oder Amsterdam gibt. Die kommen aber im Kopf nicht an. Im Kopf spielt sich nur ab, dass wir jetzt von der Welt abgehängt werden. Und wer auf die Alternativen Bahn oder Auto setzt, ist bei der jetzigen Situation bei der DB oder den Zuständen auf den Autobahnen im Norden total aufgeschmissen. Und der Bürgermeister Bovenschulte wurde kalt erwischt“
Und weiter im Laufe der Diskussion auf die Frage, woher ich das wüsste:
„Ich bin kein Verhaltensforscher, weiß es also nicht. Ich kenne aber meine Bremer, wie sie ticken. Und die inzwischen einsetzende öffentliche Diskussion in Bremen und umzu geht klar nur in eine Richtung:
Wir werden abgehängt! Als nächstes suchen sich die international tätigen Unternehmen neue Standorte. Mit der Folge weiterer Arbeitsplatzverluste.“
Zitat Ende
ERGÄNZUNG DES TEXTES:
bsg-Nachfrage beim Airport Bremen: Wann hat die Flughafen GmbH vom Ansinnen der Lufthansa erfahren, die Strecke nach Frankfurt nicht mehr zu bedienen?
Antwort des Airport-Sprechers John Will: Die Lufthansa hat dies am vorigen Donnerstag (7.5.) definitiv mitgeteilt.
Weitere bsg-Frage: Wie ist es möglich, dass LH so kurzfristig den Rückzug mitteilt? Gibt es keine Verträge mit Kündigungsfristen?
Will: In der Branche gibt es tatsächlich keine derartigen Verträge, sondern Anfragen wie: Können wir die Verbindung aufnehmen? Entsprechend können Absagen auch relativ kurzfristig mitgeteilt werden.
AKTUALISIERUNG:
Die LH-Strecke FRA-BRE produziert jährlich angeblich/offenbar ein Defizit von 12 Millionen Euro. Dies erfuhr bsg am Mittwoch nach einem Videotelefonat zwischen Lufthansa-Vorstandschef Carsten Spohr und Bremens Bürgermeister Dr. Andreas Bovenschulte. Spohr machte dabei dem Vernehmen nach klar, dass dies wirtschaftlich für die LH nicht länger tragbar sei. Der Airline-Boss schlug laut Senatssprecher Christian Dohle vor, „gemeinsam nach einer Lösung zu suchen“. Bovenschulte leitete daraus offenbar ab, dass der LH-Vorstand nicht mit der Reduzierung des Defizits auf Null rechnet, aber eine sehr deutliche Senkung anstrebt. Und wie wird es jetzt weitergehen? Spohr hat laut Dohle einen Mitarbeiter aus dem Spitzen-Management beauftragt, mit dem Senat nach einer Lösung zu suchen, die für beide Seiten wirtschaftlich tragbar sei. Der LH ist nämlich bewusst, dass ein Teil der Bremer Kunden in Frankfurt auf weiterführende LH-Flüge umsteigt und so unter dem Strich zum Gewinn der Fluggesellschaft beiträgt. Aktuell bedient LH die Strecke BRE-FRA meist fünfmal am Tag. Es ist nicht auszuschließen, dass die Gesellschaft künftig eher 3- bis 4-mal zwischen den beiden Städten pendelt. Offenbar wird auch überlegt, kleinere Flieger einzusetzen – womöglich Turboprop-Maschinen. Das Gespräch kam laut Dohle auch auf Paderborn. Dort beteiligt sich die heimische Wirtschaft an der Aufrechterhaltung der Verbindung nach Frankfurt.
Meine Vermutung: Spohr sucht insbesondere auch nach einer Lösung, bei der er möglichst günstigeres Personal als in den eigenen Maschinen einsetzen kann. Und: Bremen muss vermutlich die eigenen Flughafen-Gebühren überarbeiten. Mal schauen, was bis 1. Juli – dem bislang avisierten Ende der Verbindung – herauskommt. In Bremen herrscht jedenfalls sowohl in der Wirtschaft als auch bei privaten Fernfliegern ein großes Interesse, Frankfurt weiterhin aus der Luft zu erreichen.
15,53 EUR/Pax Luftverkehrsteuer × 5.000 Pax × 52 Wochen/Jahr = 4.037.800 EUR/Jahr.
Das wäre schon einmal rund ein Drittel der kolportierten 12 Mio. EUR. Wenn das Ziel tatsächlich ein 50:50-Modell wäre, fehlten nur noch rund 2 Mio. EUR Entgegenkommen vom Flughafen Bremen. Da kann auch Olaf Lies für Niedersachsen ein bisschen mithelfen.
Bovenschulte müsste vermutlich entweder über Nancy Böhning oder direkt mit Klingbeil sprechen. Nancy Böhning (SPD) ist Bremens Bevollmächtigte beim Bund und für Europa; ihr Ehemann Björn Böhning ist seit 2025 Staatssekretär im Bundesfinanzministerium und damit die rechte Hand von Finanzminister und Vizekanzler Lars Klingbeil. Dann könnte die Luftverkehrsteuer fallen.
Was man hört, war es vor allem die SPD, die das bislang nicht wollte. Wenn jetzt einige SPD-Länderchefs endlich ihre Meinung ändern, könnte es noch glimpflich für Bremen ausgehen. Ist ja eigentlich einfache Mathematik. Hoffen wir das Beste und wünschen Bovenschulte Fortune.
Spannend auch: Offenbar hat die Lufthansa den Flughafen direkt nach der politischen Debatte am 7.5. noch am selben Tag informiert. Kluger Zocker, der Spohr.
Innerdeutsche Flüge unter 600 KM gehören allesamt verboten. Da WÄRE die Bahn das sinnvollere Verkehrsmittel. WENN sie denn verlässlich und zügig direkt als IC von Bremerhaven über Bremen direkt nach Hannover und weiter nach Frankfurt und München oder nach Berlin führe. Ohne Umstieg in Hannover. Das verzögert nämlich die Reise ungemein. Und selten wartet der Regionalzug von Hannover nach Bremen (Bummelzug) auf den verspäteten IC.
Dann würden auch diese 75 Gäste pro Flug nach Frankfurt auf die Bahn umsteigen.
Es könnte alles so einfach sein.
@ Henrik Sander
„Innerdeutsche Flüge unter 600 km gehören allesamt verboten.“ Ich zitiere Sie hier.
Verstehe! Dann sind Sie das, der jeden Radfahrer anhält und belehrt, der auf der falschen Seite den Radweg benutzt.
@Eckhard Stengel Die Tatsache, dass etwas auf der Homepage des Umweltbundesamts geschrieben steht, bedeutet nicht, dass der geschriebene Inhalt den Tatsachen, der Realität, entspricht. Man behauptet einfach etwas, wie damals das sich nie schließende gigantische „Ozonloch“. Seriöse Wissenschaftler, die nicht die Thesen des Umweltbundesamtes teilen, werden schnell kaltgestellt.
Ein möglicher Ansatz wäre, den Text nicht als „Verkehrspolitik“, sondern als Frage funktionierender Infrastruktur und regionaler Selbstbilder zu schreiben. Dann bekommt er mehr Tiefe als das übliche „Flughafen schrumpft“-Narrativ.
Weniger Flüge sind nicht das Problem
Die Aufregung über das mögliche Ende der Lufthansa-Verbindung zwischen Bremen und Frankfurt ist verständlich. Für viele klingt das sofort nach „Standortverlust“. Aber vielleicht lohnt sich ein zweiter Blick.
Denn die eigentliche Frage ist nicht: Braucht Bremen unbedingt diesen Flug?
Die eigentliche Frage lautet: Wie gut funktioniert Mobilität insgesamt?
Bremen wird durch den Wegfall nicht abgeschnitten. Hamburg, Hannover und Frankfurt bleiben erreichbar. Internationales Reisen wird unbequemer, aber nicht unmöglich. Volkswirtschaftlich ist eine zusätzliche Stunde Reisezeit kein Weltuntergang.
Interessanter ist etwas anderes: Viele Menschen überlegen inzwischen ernsthaft, bereits einen Tag früher mit der Bahn loszufahren, um einen Flug sicher zu erreichen.
Und genau darin liegt das eigentliche Problem.
Deutschland baut Kurzstreckenflüge zurück — ökologisch und betriebswirtschaftlich durchaus nachvollziehbar. Gleichzeitig ist die Bahn vielerorts noch nicht zuverlässig genug, um diese Rolle selbstverständlich zu übernehmen.
So entsteht ein seltsamer Schwebezustand: Das alte System verschwindet, das neue funktioniert noch nicht stabil.
Dabei wäre die Richtung eigentlich logisch. Eine Strecke wie Bremen–Frankfurt müsste langfristig ein klassischer Bahnfall sein: schnell, eng getaktet, zuverlässig, mit sicheren Anschlüssen an internationale Flüge.
Dann würde niemand mehr fragen, ob ein Inlandsflug fehlt.
Die Debatte zeigt deshalb vielleicht weniger einen Verlust Bremens als ein größeres deutsches Infrastrukturproblem: Nicht der Wandel macht uns unsicher — sondern die fehlende Verlässlichkeit während des Wandels.
@Magier von Bernstorf: Wenn Sie lieber abwegigen Schwurblern glauben als der ganz großen Mehrheit der Wissenschaftler, dann ist eine weitere Diskussion mit Ihnen leider sinnlos – ähnlich wie bei Menschen, die die Erde für eine Scheibe halten.
@Frank Schmidtsdorff -Deutschland ist ein handelndes Subjekt – nach innen? Habe ich das richtig verstanden? Da musste ich gleich mal nachschauen, ob Sie nicht vielleicht von den Grünen sind – Bingo!
Wenn man gedanklich auf der Oberfläche schwimmt, haben die nicht unrecht. Aber der häufige Einsatz des Konjunktivs in ihren Einlassungen müsste ihnen doch selbst zu denken geben, dass sie da irgendwie auf der falschen Spur sind. Sie schreiben: „… die Bahn vielerorts noch nicht zuverlässig genug.“ Nein, sie ist seit der Privatisierung nicht mehr zuverlässig. „Das alte System verschwindet …“ Nein, das alte System ist mit Absicht oder aus Dummheit zerstört worden.
Und dann die Krönung: „Nicht der Wandel macht uns unsicher – sondern die fehlende Verlässlichkeit während des Wandels.“ – LOL! Nein, eine von der Wirklichkeit entkoppelte Ideologie, die ohne Rücksicht auf Verluste Fakten schafft und uns in ein planloses, fremdgesteuertes Chaos versinken lässt.
Ich komme noch einmal auf Ihr Bild von Deutschland als handelndes Subjekt zurück. Die BRD als Person! Dann haben wir es mit einem schwer manisch-depressiven Narzissten zu tun. Wenn ich der Psychiater der BRD wäre, würde ich in einer depressiven Phase die Schublade aufmachen, die Knarre rausholen, über den Tisch schieben und sagen: „Ich kann dir nicht mehr helfen!“
Da kann die BRD froh sein, dass ich weder Psychiater bin noch eine Knarre habe. Und Gott bewahre, dass ich auch nicht antideutsch bin und mir bewusst ist, dass die BRD aus ganz vielen heilbaren oder austauschbaren Akteuren besteht.
@ Thomas Mayer
Danke, dass Sie aufgepaßt und uns über den Autor Schmidtsdorff aufgeklärt haben. Da fälllt mir der Titel eines Buches von Ulrich Gräber ein: „Kniefall vor der Unvernunft“. Da geht es zwar um den deutschen Atomausstieg, aber die gleiche Methode.
Ach was war das schön als wir in den 1950er-Jahren auf selbstgebauten Schulgleitern Segelflug lernten und ca. 99% von allen Starts und Landungen auf dem Flughafen generierten. Ohne alle Gebühren und Abgase. Die Zeiten ändern sich. Wir auch?