Gastkommentar: Sechsfacher Mord – Fragen über Fragen
Die sechs Morde in Stade durch einen in Deutschland geborenen, jedoch über einen türkischen Pass verfügenden Täter sind an sich bereits unfassbar. Die fast fehlende öffentliche Reaktion darauf mindestens genauso. Der heutige Gastkommentator, der Bremer Politikwissenschaftler Dr. Stefan Luft (65), greift diesen himmelschreienden Widerspruch auf. Nicht nur er wundert sich, dass die Bremer Arbeitsstelle der Fahrerin des Fluchtwagens in bremischen Medien nahezu keine Rolle gespielt hat.

Dr. Stefan Luft schreibt:
„Die Ermordung von sechs Mitarbeitern kommunaler Jugendschutzbehörden in Stade am 29. Juni ist nicht als Amoktat eines isolierten Einzeltäters einzuordnen. Die Tat spielte sich in einem Milieu ab, das politische Bezüge aufweist. Auf der Grundlage der Medienberichterstattung drängen sich einige politische Implikationen auf.
Die selektive Wahrnehmung der Öffentlichkeit, insbesondere zahlreicher Medien. Sondersendungen, „Brennpunkte“, Schlagzeilen, öffentliche Erregung, überregionale Kundgebungen blieben aus. Hätte der Tatverdächtige keine „Migrationsgeschichte“, wären die Opfer Ausländer (respektive Personen mit Migrationshintergrund), hätte am Steuer des Fluchtwagens nicht eine Mitarbeiterin einer Lobbyorganisation (so bezeichnet sich der Verein selbst) gesessen, sondern eine Funktionärin einer als rechts eingestuften Bürgerinitiative, wäre die mediale und insgesamt die öffentliche Reaktion fundamental anders ausgefallen – in Bremen und im Rest der Republik.
Die Zahl der Demonstrationen gegen Rassismus und Faschismus wäre Legion. Betroffenheitsbekundungen und politische Forderungen hätten sich gegenseitig überboten. Diese doppelten Standards unterminieren die Glaubwürdigkeit des politischen Systems.
Fehlendes Gefahrenbewusstsein von Behörden: Der Tatverdächtige Fatih Khan G., geboren in Goslar, türkischer Staatsangehöriger, soll nach Medienrecherchen in der Türkei unter anderem wegen des Vorwurfs eines schweren Sexualdelikts (2007) und wegen des Verdachts des sexuellen Missbrauchs einer eigenen Tochter (2022) in Untersuchungshaft gesessen haben. Er brach aus dem Gefängnis aus – bis heute werde nach ihm in der Türkei gefahndet. Er hielt sich über die Jahre unter anderem in Georgien, Lettland und Österreich auf.
Auch in Deutschland ist Fatih G. kein unbeschriebenes Blatt. In der Medizinischen Hochschule in Hannover war im April 2026 seine jüngste Tochter wegen des Verdachts auf Schütteltrauma behandelt worden. Das ärztliche Personal erstattete Strafanzeige aufgrund des aggressiven Auftretens des Vaters. Dieses Verfahren wurde eingestellt.
Das Jugendamt hatte das Kind wegen des Verdachts auf Misshandlung in Obhut genommen. Ein Amtsgericht entzog im Frühjahr dieses Jahres den Eltern in einem Eilverfahren das Recht, über den Aufenthalt ihres Kindes zu entscheiden und die Gesundheitsfürsorge für ihre Tochter. Das Baby kam in die Mutter-Kind-Einrichtung in Stade.
Warum wurden vor dem Hintergrund dieser Auffälligkeiten keine Sicherungsmaßnahmen für die Behördenmitarbeiter veranlasst? Wurde die Gefahrenlage falsch eingeschätzt?
Und weiter: Wie kann es sein, dass sich der Tatverdächtige über Jahre unbehelligt unter anderem in Deutschland aufhält, obwohl die türkische Polizei nach ihm fahndet? Hätte die Ausländerbehörde auf Strafverfahren in der Türkei aufmerksam werden können? Schließlich: Welche Verbindungen ermöglichten es ihm, eine Woche vor der Tat illegal eine halbautomatische Pistole nebst Munition in Berlin zu erwerben?
Parteinahme aus Bremen: Sylvia S., eine 65jährige Mitarbeiterin des „Verbands binationaler Familien und Partnerschaften“ in Bremen, Fahrerin des Fluchtwagens, behauptet von sich, Patentante der Tochter von Fatih Khan G. zu sein. Die 65Jährige hatte drei Tage vor der Tat von Stade einen 20seitigen Brief an verschiedene Medien (unter anderen an die Süddeutsche Zeitung, die ausführlich berichtet) verschickt. Darin ergreift sie Partei für Fatih Khan G., beschreibt ihn als „ruhigen, besonnenen und kooperativen Mann“ und erhebt schwere Vorwürfe der Willkür gegen die mit dem Fall befassten Krankenhäuser und Behörden.
Ärzte weisen allerdings darauf hin, dass hinreichender Grund bestand, das Kind vor dem Vater in Sicherheit zu bringen. Die Verletzungen durch ein Schütteltrauma ließen sich klar von Verletzungen unterscheiden, die durch einen Zusammenstoß mit dem Kopf eines Erwachsenen zustande kommen (was Sylvia S. als Ursache genannt hatte).
Was wusste S. vom Vorleben des Fatih Khan G., vor allem über seine Strafverfahren in der Türkei? Was wusste sie von der Mordtat? Sie wartete mit laufendem Motor vor der Jugendhilfeeinrichtung in Stade. Fatih Khan G. kehrte nach dem Gespräch zu dem Fahrzeug zurück und holte die Tatwaffe. Ein Opfer wurde dann auf dem Rückweg vor dem Eingang erschossen. Die Frau muss also von den Schüssen gewusst haben, bevor sie mit dem Vater die Flucht antrat. Fatih Khan G. hat noch aus dem Fluchtwagen auf die Polizeibeamten geschossen. Antworten auf die Frage nach ihrer Rolle in diesem Fall müssen gegeben werden. Ihr Engagement war jedenfalls kein Beitrag, „das Zusammenleben in der Migrationsgesellschaft zukunftsweisend zu gestalten“, wie es der Arbeitgeber von Sylvia S. für sich in Anspruch nimmt.
Voreilige oder pauschale Verdächtigungen von Beratungsorganisationen sind nicht gerechtfertigt. Unterstellungen und Spekulationen, wie sie in etlichen Berichten auftauchen, helfen in diesem Zusammenhang nicht weiter, weil weder Zusammenhänge noch Kausalitäten belegt werden.
Dennoch können kritische Fragen nicht erspart bleiben. Etwa: Entwickelt sich bei Beratungs- und Lobbyorganisationen eine Identifikation mit den Klienten, die als Opfer wahrgenommenen werden? Droht dabei professionelle Distanz verloren zu gehen? Das ist keine Unterstellung. Darüber muss gesprochen werden – nicht nur weil die Politik diese Organisationen mit erheblichen Summen aus Steuergeldern fördert. Die Öffentlichkeit hat einen Anspruch darauf.
Der Autor ist Politikwissenschaftler.
Liebe Leserschaft, ich finde es wichtig, dass diese unfassbare Tat nicht in Vergessenheit gerät, sondern konsequent aufgeklärt wird. Wie schätzen Sie den bisherigen Umgang mit „dem Fall“ ein?
Munter bleiben!
Herzlichst
Ihr Axel Schuller
Viele Fragen, die im ÖRR nicht beantwortet werden, weil man dort die Öffentlichkeit nicht „verunsichern“ möchte. Eine spannende Frage ist ja auch die Verstrickung der Fahrerin Sylvia S. mit dem mutmaßlichen Täter als Schwiegermutter des niedersächsischen Landtagsabgeordnetem Deniz K., der für die SPD im Landtag als Migrationsbeauftragter tätig ist.
Die Bevölkerung hat ein Recht, aufgeklärt zu werden.
Leider fliessen Informationen und eben auch Spekulationen nur bei den alternativen Medien.
Ohne Transparenz und Aufklärung brauchen sich Politik und ÖRR nicht über den Vertrauensverlust zu beklagen. Für mich beobachte ich, dass sich die Einen vom medialen Geschehen komplett abwenden, und die Anderen immer offener sich den Alternativen zuwenden.
Ein heißes Eisen, was geschmiedet gehört.
Hat denn schon jemand (z.B. die Staatsanwaltschaft) Strafanzeige gestellt? Die gälte es dann ja zu bearbeiten. Da kommt dann doch hoffentlich die Wahrheit ans Licht. Und solange eben alle Beteiligten in U-Haft wegen Vertuschungsgefahr und Fluchtgefahr.
Der Unterschied für unsere Gesellschaft zwischen organisierten rechten oder linken Gruppen, die unseren Staat gewaltsam abschaffen wollen und einem (schon vorher kriminellen) Einzeltäter sind doch offensichtlich. Wozu die Aufregung über die Berichterstattung?
Die Unterstellung, die Lobby binationaler Paare sei durch Steurergeld subventioniert sehe ich nicht belegt. Solche Unterstellungen sind übrigens schlechter Journalismus.
Auch die Unterstellung, eine Behörde hätte geschlafen ist unbelegt. Gab es einen internat. Haftbefehl o.ä.? Hätte man als Journalist mal recherechieren können. Das ist nur Stimmungsmache
Importierte Kriminalität gepaart mit kollektivem Behörden Versagen.
Da liegt der Ansatz der Veränderung.
Das passt der sozialen linken Politik aber nicht in ihre Kalkulation.
Dazu kommt die immer niedrigere Reizschwelle zur Gewaltbereitschaft.
Und leider auch das ‚Kinderleichte“ Beschaffen von (Schuss) Waffen.
Wir als Gesellschaft befinden uns in einer totalen „Verrohung „.
Nix mehr mit Respekt, Anstand und Höflichkeit.
Schade
Vielen Dank an Herrn Dr. Luft für diesen Beitrag. Er stellt die richtigen Fragen und wir alle hoffen auf Antworten. Ob die Journalisten und alle dabei unterstützen werden?
Herr Martin Gerken, Sie schreiben:
„Die Unterstellung, die Lobby binationaler Paare sei durch Steuergeld subventioniert sehe ich nicht belegt. Solche Unterstellungen sind übrigens schlechter Journalismus.“
Wer sowas behauptet, aber zu faul ist, sich sachkundig zu machen, schreibt schlechte Posts, denn auf der Seite des iaf ist leicht Folgendes aufzufinden:
„Die Grundfinanzierung der Geschäfts- und Beratungsstelle Bremen wird durch die Projektförderung der Senatorin für Arbeit, Soziales, Jugend und Integration der Freien Hansestadt Bremen ermöglicht. ABER: Für unsere Projekte, unsere Veranstaltungsangebote und die Öffentlichkeitsarbeit müssen wir weitere öffentliche und private Mittel einwerben.
Unterstützen Sie uns doch mit Ihrer Spende!
Mitgliedsbeiträge und Spenden an unseren Verband sind steuerlich absetzbar.
Zuwendungsbestätigungen stellen wir gerne aus.“
https://www.binational-bremen.de/unterstuetzung.html
Wie wäre es mit einer Entschuldigung bei Herrn Luft bzw. Herrn Schuller? Das hätte Stil, Herr Gerken.
Mich überzeugt dieser Gastkommentar nicht.
Nicht wegen seiner politischen Position, sondern wegen seiner Methode. Für mich werden hier unterschiedliche Ebenen zu früh miteinander vermischt: kriminalistische Fragen, juristische Bewertung und politische Schlussfolgerungen.
Mich interessieren zunächst ganz andere Fragen: Warum fand das Treffen dort statt, wo das Kind untergebracht war? Weshalb stand ein Fahrzeug mit laufendem Motor bereit? Welche Rolle spielte die Mutter des Kindes? Und welche Erkenntnisse liefern die Ermittlungen tatsächlich zum Tatablauf?
Ebenso erschließt sich mir nicht, weshalb die deutsche Staatsangehörigkeit eines in Deutschland geborenen Täters hervorgehoben wird. Welche Bedeutung hat diese Information für die Erklärung der Tat? Wenn sie relevant sein soll, müsste das begründet werden.
Für mich gilt deshalb eine einfache Reihenfolge: Zuerst der Sachverhalt. Dann die juristische und kriminalistische Einordnung. Erst daraus lassen sich politische Schlussfolgerungen ableiten.
Und eine Frage drängt sich schon heute auf – unabhängig davon, wie die politische Bewertung am Ende ausfällt: Wie schützen wir die Menschen, die in der öffentlichen Daseinsfürsorge arbeiten – in Jugendämtern, Jobcentern, Schulen, Kliniken oder anderen Einrichtungen – wirksamer vor zunehmender Gewalt? Diese Debatte erscheint mir dringlicher als vorschnelle politische Gewissheiten.
@Herrn Schmidtsdorff: Der Täter wurde in Deutschland geboren und hat die türkische Staatsangehörigkeit. Deshalb hat der Autor dies hervorgehoben!
@Herrn Schmidtsdorff: der Kommentar von Dr. Luft vermischt m. E. nicht, sonder beschreibt klar die Komplexe aus denen sich die zentralen Fragen ableiten nämlich: Gesellschaftliche Reaktion auf die Tat, Gefahrenbewusstsein der zuständigen Behörden, aufenthaltsrechtliche und strafrechtliche Behandlung, professionelle Distanz von Unterstützern und nicht zuletzt die Verfügbarkeit von Waffen. Dr Luft hat mit seinem Kommentar das Feld aufgezeigt. Wer es erweitern möchte kann dies tun. . Jeder dieser Komplexe ist es wert vertieft politisch diskutiert zu werden.
Stefan Luft greift – wie es seine bekannte Art und Weise ist – die erschreckende Straftat zurecht auf und stellt die absolut richtigen und berechtigten Fragen. Nur durch m.E. unentschuldbare (und inzwischen typisch deutsche) Arg- und Wehrlosigkeit u.a. von involvierten Behörden kann es bei so einer Vorgeschichte und den bisher bekannten Begleitumständen zu solch einer kriminellen Tat kommen. Die beschriebene Reaktionsweise der Öffentlichkeit ist in der tat enttäuschend, aber ursächlich auch genau richtig analysiert. Danke für die zutreffende Einordnung!
Lieber Stefan Luft, Sie schreiben: „Diese doppelten Standards unterminieren die Glaubwürdigkeit des politischen Systems.“ Das ist sehr hanseatisch zurückhaltend ausgedrückt. Ich glaube nicht, dass die Botschaft so bei den Politikdarstellern ankommt. Die brauchen den Holzhammer!
Welches Vertrauen? Fünfzig Prozent der Bürger glauben, dass sie in „deren Demokratie“ nicht mehr sagen können, was sie denken, ohne härteste persönliche Konsequenzen befürchten zu müssen. Das würde ich als Misstrauen bezeichnen.
Sylvia S. (die 65-jährige Fluchtwagenfahrerin aus Bremen) ist nicht in Untersuchungshaft. Sie wurde direkt nach der Tat am 29. Juni 2026 zusammen mit dem mutmaßlichen Täter (dem 45-jährigen Fatih G.) vorläufig festgenommen, nachdem die Polizei das Fluchtfahrzeug (einen Mercedes) mit Schüssen (!) auf die Reifen gestoppt hatte. Die Staatsanwaltschaft Stade hat jedoch keinen Haftbefehl gegen sie beantragt und sie nach der Vernehmung wieder freigelassen. Es gibt Spekulationen, dass Sylvia S. früher (oder noch immer) für den Verfassungsschutz (angeblich in NRW) gearbeitet hat. Mehrere Medien (u. a. Hamburger Morgenpost, FOCUS, Junge Freiheit, Tichys Einblick) berichten seit ca. 8.–11. Juli, dass Sylvia S. nicht mehr auffindbar sei. Ihr Engagement ist mit Sicherheit als ein Hinweis zu werten, wie die muslimischen Siedlungskolonialisten mit uns ungläubigen umgehen werden.
Es gibt eine lange Liste von „Regimekritikern“, die wegen vorgeschobener lappiger Gründe in U-Haft gekommen sind. Der bekannteste ist wohl Michael Ballweg, der wegen einer Steuerhinterziehung von sage und schreibe 19,53 € sechs Monate in U-Haft saß und dadurch finanziell ruiniert wurde. „Bestrafung durch Verfahren“ hat das Jürgen Roth bereits 2014 in seinem Sachbuch „Der stille Putsch“ genannt.
Dieses politische System hat bei aufgeklärten Menschen keine Glaubwürdigkeit mehr – und das nicht erst seit gestern. Zum Glück begeben sich immer mehr Bürger in einen Aufwachprozess. Nichts fürchtet die politische Anscheinselite mehr als genau das. Deshalb müssen sie die Bürger mit immer härteren Mitteln disziplinieren und Errungenschaften wie Redefreiheit, Informationsfreiheit, Privatsphäre und freie Wahlen immer weiter zurückdrängen.
Wir können sie nicht zwingen, die Wahrheit zu sagen, aber wir können sie zwingen, immer abenteuerlicher zu lügen und immer brutaler zu agieren. Es wird auch nicht jeder Trottel aufwachen müssen, um diese bösartige Farce zu beenden.
Gelenkte Medien gab es um/ab 1933 auch. Das Ende kennen wir alle.
Es wird nach dem „SM“ des Täters zu keinem Prozess gegen ihn mehr kommen!
Umso wichtiger ist aber die Aufarbeitung des ‚kollektiven“ Behörden-Versagens.
Gestern wurde ja zusätzlich bekannt, dass der Täter nicht einmal einen gültigen Aufenthaltsstatus hatte!
Ich bin geneigt, das Verhalten der beteiligten Behörden nicht mehr als „Nachlässigkeit oder fehlende interne Kommunikation“ zu betrachten,
sondern es genauso, wie den Vorgang selbst als strafbar zu bezeichnen.
.
6 Menschen sind gestorben (worden), die in einem Job gearbeitet haben, um Menschen zu helfen.
Das ist ein viel zu großes Opfer…
https://www.spiegel.de/panorama/justiz/stade-verdaechtiger-ist-tot-a-77ca9239-030f-4c4e-a395-7b1a3e84bf70
Einige Fragen werden wohl offen bleiben, andere beantwortet der Spiegel. Leider paywall https://www.spiegel.de/panorama/justiz/stade-verdaechtiger-ist-tot-a-77ca9239-030f-4c4e-a395-7b1a3e84bf70 (Geschenklink)
@Thomas Mayer wenn wir in ihrer Dystopie leben würden, wie können Sie diesen Beitrag schreiben? Den substanzlosen Unfug „ich kann nicht mehr meine Meinung sagen“ kann ich nicht mehr hören.
Der ( da die Sachlage glasklar ist lasse ich das „mutmaßliche“ mal weg ) Täter hat sich selbst gerichtet.
https://www.butenunbinnen.de/nachrichten/stade-verdaechtiger-schuesse-jugendeinrichtung-suizid-100.html
Ich halte es nicht für so geglückt, diesen schrecklichen Einzelfall zu nutzen, um dann daraus Forderungen gegen Einwanderer, binationale Ehen oder das öffentlich-rechtliche Fernsehen abzuleiten.
Hätte die ARD einen Brennpunkt gesendet, dann wäre dies auch kritisiert worden, zumal vieles über die Hintergründe bisher auch im Dunkeln bleibt.
Lieber Josef Teupe, das Tolle an toten mutmaßlichen Tätern ist, dass sie weder einen Anwalt haben noch dass die Tatumstände vor Gericht aufgeklärt werden. Der Aktendeckel ist praktischerweise zu. Fehlt nur noch, dass die Akten wie beim NSU geschehen für 99 Jahre gesperrt werden. – Ach nein, das Informationsfreiheitsgesetz wird ja ohnehin in wenigen Wochen durch die „demokratischen“ Parteien geschliffen worden sein.
Es gibt ja eine auffällige Korrelation zwischen dubiosen Mordanschlägen und Tätern, die auf unnatürliche Weise versterben. Mir fallen da auf die Schnelle Lee Harvey Oswald, die beiden Uwes vom NSU und Anis Amri ein.
Lieber Martin Gerken, es ist mir immer wieder eine Freude, Ihre Einlassungen zu lesen – „Wenn wir in Ihrer Dystopie leben würden, wie können Sie diesen Beitrag schreiben?“ Ehrlich gesagt dachte ich immer, dass eine Dystopie eine literarische Form ist, also das Gegenteil zur Utopie, aber man lernt ja nie aus. – Es kann auch ein Kommentar in einem Blog zu dieser Gattung erhoben werden der sich auf dissidente Medien bezieht. Ich weiß nicht, ob Sie schon mal eine echte Dystopie gelesen haben, vielleicht „1984“ von Orwell, „Schöne neue Welt“ von Huxley oder vielleicht sogar „Now – Du bestimmst, wer überlebt“ von Stephan R. Meier. Das Muster ist immer das gleiche: Wer nichts dagegen ist oder sogar dafür ist, hat kein Problem innerhalb eines totalitären Staates – und so ist es in der Wirklichkeit auch.
Sie merken das nicht, weil Sie nicht dagegen sind. Mein Opa fand Adolf bis 1941 auch nicht so schlecht. Aber Sie können sicherlich messbare Kriterien liefern, inwieweit die BRD ein Rechtsstaat mit demokratischen Prinzipien auf der einen Seite der Skala sein könnte oder ein totalitäres Verbrecherregime auf der anderen Seite haben könnte. Ich kann mir da vorstellen, dass man leicht auf 10–20 Kriterien kommt, die einem helfen, darüber ein fundiertes Werturteil zu fällen.
Viele literarischen Dystopien sind so aufgebaut, dass eine der Hauptpersonen das Regime bis zum Tag X durch Mittäterschaft stützt und dann einen persönlichen Nachteil in Kauf nehmen muss und dann zum Widerstandskämpfer oder Opfer wird. Auch das findet man in der Wirklichkeit.
Wie sagte unser Bundespräsident doch gleich?!
Wir leben im besten Deutschland aller Zeiten.
Traurig, dass das leider nicht für die gilt, die schon immer hier gewohnt haben. Sondern nur für solche, die laut dem linken Spektrum die Republik ‚bunter‘ machen. Ob das Spektrum das auch so sähe, wenn die Toten in ihren Reihen zu finden wären?