Am Bremer CO2 stirbt die Welt – ernsthaft? Lkw müssen Hansestadt umfahren – ernsthaft?
Liebe Leserschaft, heute „quäle“ ich Sie spontan mit ein paar Gedanken und Zahlen. China stößt jährlich 12,3 Milliarden Tonnen CO2 aus (1/3 der weltweiten Menge). Das Land will 2060 klimaneutral werden. Deutschland (649 Millionen Tonnen) peilt 2045 als Sero-Zeitpunkt an. Niedersachsen (51,5 Millionen Tonnen) möchte eigentlich 2040 bei Null landen, wobei Ministerpräsident Olaf Lies (SPD) jüngst erklärte: Das deutsche Klimaziel (2045) müsse notfalls auf 2048 geschoben werden, um Arbeitsplätze zu retten. Bremen aber – und jetzt sollen wir vermutlich vor Stolz bersten – Bremen (10 Millionen Tonnen) bleibt als einziges Land standhaft: 2038 geht’s dem CO2 komplett an den Kragen.
Oh wie gut, dass wir im standhaften Klein-Bonum leben. Unser Anteil am deutschland-weit emittierten CO2 beträgt zwar nur rund 1,5 Prozent. Aber: Bei uns wird das Weltklima gerettet. Na ja, wenn die Rechnung der Grünen Umweltsenatorin Dr. Henrike Müller denn tatsächlich aufgeht. Immerhin steuert das Stahlwerk an der Weser 50 Prozent unseres CO2 bei. Und Herr Mittal beabsichtigt aktuell bekanntlich nicht, auf CO2-ärmeren Grünen Stahl umzustellen. Die rd. 5 Millionen CO2 bei der Stahlproduktion verschwinden jetzt doch nicht, worauf die Bremer Klima-Kalkulation wesentlich basiert hatte.
Der Deutschen Umwelthilfe ist das aber wurscht. Die ist schlicht und einfach für bessere Luft – und Radau? Der teilweise mit Staatsknete gepäppelte Verein packt den Stier namens Bremen bei den Hörner und verklagt das kleinste Bundesland, sich gefälligst mehr ums bessere Klima zu kümmern.
Die Grünen befinden sich seitdem auf der politischen Intensivstation: mit akuten Schnappatmungs-Symptomen. Ihr Notruf: Wenn der Senat – dem sie bekanntlich angehören – nicht bis kommende Woche ein Klima-Notprogramm aufstellt – werden die Hitzeperioden schlimmer, die Wasserarmut größer etc.
Frei nach Berlins berühmtem Regierenden Bürgermeister Ernst Reuter:
„Völker der Welt, schaut auf Bremen: Hier, und nur hier, geht es um das Wohl und Wehe des blauen Planeten…„
Auch wenn ich es schon einmal geschrieben habe: Es gibt einen ganz simplen Ausweg, um der Deutschen Umwelthilfe den Klagezahn zu ziehen: Die Bremische Bürgerschaft – sie ist Gesetzgeber und nicht die DUH! – ändert das Bremer Klimagesetz. Die Abgeordneten können die CO2-Null-Grenze um ein paar wenige Jahre schieben – wie wäre es mit dem Bundesziel 2045?
Davon geht weder Bremen noch die Welt zugrunde. Es wäre aber ein Beleg für Realismus in der Politik. Ohne die Umstellung des Stahlwerkes ist der bisherige CO2-Plan nämlich Makulatur.
Die Bürger m/w würden es zum größten Teil verstehen.
Das bedeutet ja nicht, dass unser Bremchen seine Klimabemühungen aufgeben würde. Wir können ja weiterhin das vorhandene Radwegenetz (endlich!) auf Vordermann bringen. Zusätzliche Elektrobusse bestellen – auch es dafür kein Personal gäbe. Ja, wir können weiter Bäume pflanzen (statt sie abzusägen); Auffangbecken für Wasserfluten nach Starkregen anlegen. Wir können auch appellieren, nackten Industriehallen doch bitte Fassadengrün zu gönnen. Und viele Dinge mehr pro Umwelt tun.
Dagegen hat kein denkender Mensch etwas. Aber das starre Festhalten an unrealistischen Zielen, liebe Leserschaft, versetzt die (steuerzahlenden) Menschen in Rage.
By the way: Bremen relativ neue Umweltsenatorin Müller hatte zu Beginn ihrer Amtszeit einen ziemlich klaren Blick aufs Klima bewiesen. Nach der Arcelor-Entscheidung gegen Grünen Stahl hatte sie – halt eine ehrliche Haut – Zweifel am Erreichen der Bremer Klima-Ziele geäußert. Ihre Partei-Funktionäre m/w haben sie dann aber gaanz schnell auf Kurs gebracht.
Da ich gerade bei den denkenden Menschen war: Kann mir bitte mal jemand erklären, weshalb NRW und Niedersachsen das Lkw-Fahrverbot an Sonn- und Feiertagen aussetzen (um so die Lieferketten trotz Rhein-Niedrigwassers aufrechtzuerhalten), Bremen aber nicht?
Sollen die Lastwagen unser Ländchen weiträumig umfahren (natürlich, ohne dabei zusätzliches CO2 auszustoßen)?
Bremen, meine Damen und Herren in Parlament, Senat und Verwaltung, ist einer DER deutschen Logistikstandorte!
Was ist mit Hamburg, mit Deutschlands größtem Hafen? Was mit Schleswig-Holstein, dem Scharnier nach Skandinavien?
Kurzum: Wie durcheinander sind wir in Deutschland mittlerweile, dass eine Notmaßnahme zur Aufrechterhaltung der Güter-Versorgung in die Regelungs-Hoheit jedes einzelnen der 16 Bundesländer liegt?
Sind wir wirklich so „plemplem“?
Völlig anderes Thema, aber gleiches Bild: Bei der Bekämpfung von Kampfdrohnen will jedes Land seine eigene Abwehr organisieren. Wofür, bitte sehr, haben wir eine Bundespolizei, wenn nicht für solche Einsätze?
Die Verteidigung unseres Landes liegt doch auch in zentraler Hand, Bundeswehr genannt.
Ganz ehrlich: Ich kann es manchmal nicht glauben, wie sehr wir uns mit dem 16er-Föderalismus selbst „eunuchisieren“. Im Ausland muss man uns für ballaballa halten.
Manchmal fürchte ich: Wir sind es inzwischen auch.
Liebe Leserschaft, Sie finden heute im Blog natürlich auch den sonntäglichen Gastkommentar.
Wenn Sie dieses spontane Stück über CO2 und föderales Gerangel „geschafft“ haben, geben Sie bitte in Handy, Pad oder Rechner ein:
Dann sehen Sie die Überschriften dieses Stücks und darunter die Zeile „Gastkommentar: Zu langes Warten…“ Bitte anklicken und lesen. Es lohnt sich!
Munter bleiben!
Herzlichst
Ihr Axel Schuller
Zuerst einmal, im Kern sind wir uns alle schon einmal einig, es muss etwas in einem bestimmten zeitlichen Rahmen passieren.
Dieses Aufregethema, ob nun dieses oder jenes Jahr das entscheidende Ziel sein soll, halte ich für völlig überzogen. Es ist doch klar was gemacht werden muss:
Industrie und Gesellschaft müssen weitestgehend dekarbonisiert werden. Unsere Aufgabe ist es, diesen Weg vernünftig, realistisch und für die Menschen nachvollziehbar zu gestalten, sonst kann man auch niemanden davon überzeugen.
Zu behaupten, alles könne bleiben, wie es ist, und Kohle und Emissionen seien egal, ist genauso falsch wie die Vorstellung, man könne einfach alles sofort abschalten, beides wäre naiv. Deutschland hat nach Fukushima seit 2011 leider vieles falsch gemacht. Umgekehrt war aber auch der ideologische Ansatz der Grünen falsch.
Wir hätten viel früher dort ansetzen müssen, wo wir tatsächlich etwas bewirken können. Insofern haben Sie Herr Schuller einen Punkt: Umbau und Verbesserung des ÖPNV, vernünftige Infrastruktur und konkrete Maßnahmen hätten viel mehr gebracht als symbolpolitische Projekte.
Stattdessen hatten wir Dinge wie das Klimaschutzgesetz von 2009, Senatorin Schäfers ausgerufenen „Klimanotstand“, die Verengung der Martinistraße, die Klimastraße, das Forum Küche und ähnliches. Gerade bei der Martinistraße wird bis heute so getan, als sei das zwingende Beschlusslage des Verkehrsentwicklungsplans gewesen, das stimmt nicht. Keiner wollte eine Surfwelle für Millionen.
Für das Geld und die politische Energie, die in solche Symbolprojekte und anderen ideologischen Kleinkram geflossen sind, hätte man beispielsweise massiv Bäume in Bremen pflanzen und andere konkrete Maßnahmen umsetzen können. Damit wären nicht alle Probleme gelöst gewesen, aber es wäre für die Menschen sichtbar, nachvollziehbar und vermutlich auch akzeptierter gewesen und es hätte Vorbildcharakter.
Ich will nicht in die Jahreszahlendebatte einsteigen, weil das nicht hilft. Klimaschutz ist notwendig, aber eben pragmatisch, wirksam und ohne ideologische Symbolpolitik.
Man muss sich nur einmal ansehen wer im Vorstand und der Geschäftsführung des DUH sitzt. Die Mitgliedschaft von Teilen der Geschäftsführung und des Vorstandes in der Partei Bündnis 90/Die Grünen erklärt von selbst die ideologische Realitätsferne dieses Vereins. Aber es bleibt dabei ,wir gehen mit gutem Beispiel voran und retten die Welt….koste es was es wolle.
Also, ich kenne einige „denkende Menschen“, die das CO₂-Narrativ begründet ablehnen.
Hier eines der vielen Argumente: Die Grafik zeigt die berühmten Eisbohrkerne und dass es zuerst wärmer wird und dann der CO₂-Anteil in der Atmosphäre ansteigt. Die Erklärung ist: Warmes Wasser kann weniger CO₂ lösen.
https://eike-klima-energie.eu/wp-content/uploads/2025/02/Eisbohrkerne.TCO2_-845×640.jpg
Der Amerikaner Walter Lippmann war einer der „Erfinder“ der modernen Bevölkerungssteuerung durch Propaganda (Soft Power). Zitat: „Die größte Gefahr von Soft Power ist, dass die Auftraggeber der Propaganda als Medienkonsumenten anfangen, ihre eigenen Lügen zu glauben und daran ihre Handlungen auszurichten.“
„Sind wir wirklich so ‚plemplem‘?“ Nein, wir nicht – die Anscheinselite! Wir sind in der Mehrheit einfach desinteressierte Opportunisten, die ihre Fahne nach dem Wind hängen und den aktuellen Standpunkt verbissen gegen Andersgläubige verteidigen, um nicht aus der Gemeinschaft verband zu werden. Die Anscheinselite, ist ein Spiegelbild dieser wenig satisfaktionsfähigen Lemminge, das ist das Problem.
Die französische Revolution stand für Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit, die Bremer Klimarevolution steht für Provinzialität, Dummheit und Trotz. So ungerecht sind auch hier die Dinge in der Welt verteilt.
Herr Paul hat mit seiner zugespitzten Äußerung leider einen wahren Kern getroffen. Ich befürworte die Dekarbonisierung unserer Gesellschaft und unserer Industrie ausdrücklich. Doch Klimapolitik muss sich an physikalischen, technischen und wirtschaftlichen Realitäten orientieren. Wo tragfähige Lösungen fehlen, helfen weder moralische Überheblichkeit noch ideologische Parolen.
Bremen hätte beim Umwelt- und Klimaschutz längst deutlich weiter sein können. Statt den öffentlichen Nahverkehr konsequent auszubauen und eine faktenbasierte Verkehrspolitik zu betreiben, setzte man viel zu häufig auf Verbote, Symbolpolitik und Debatten über persönliche Lebensführung. Herr Michalik hat bereits darauf hingewiesen. Eine Politik, die den ÖPNV über Jahre kaputtspart und gleichzeitig den Bürgern mit erhobenem Zeigefinger begegnet, handelt widersprüchlich und verliert zu Recht an Glaubwürdigkeit.
Besonders unerträglich ist es, wenn genau diejenigen, die diese Fehlentwicklungen politisch oder publizistisch begleitet haben, heute mit dem Finger auf andere zeigen. Klimaschutz braucht keine moralische Selbstinszenierung, sondern funktionierende Infrastruktur, technologische Offenheit und messbare Ergebnisse.
Wir werden kommenden Generationen erklären müssen, warum trotz großer Worte so wenig erreicht wurde. Die bittere Antwort könnte lauten: Weil Ideologie, Symbolpolitik und moralische Rechthaberei allzu oft wichtiger waren als wirksamer Umwelt- und Klimaschutz.
Ich kann das „Argument“ nicht mehr hören, dass wahlweise Bremen, Deutschland oder die EU nur soundsoviel Prozent zum CO2-Ausstoß beitragen und deshalb eigentlich nichts ausrichten können. Wenn alle so denken und deshalb konsequente Klimaschutzmaßnahmen verweigern, wird es nie etwas mit der Bekämpfung des Klimawandels. Mit dem gleichen „Argument“ könnte man auch die Meinung vertreten, dass ich ruhig bei Rot über die Ampel fahren darf, weil ich ja nur ein ganz kleiner Teil aller Verkehrsteilnehmer bin.
Hallo und moin-moin lieber Axel Schuller – sorry, bitte ERNST Reuter, nicht Fritz!
@Karl-Hermann Niestädt, klar. Danke für die Korrektur.
Lieber Heiko Strohmann, „Doch Klimapolitik muss sich an physikalischen, technischen und wirtschaftlichen Realitäten orientieren.“
Mir wäre es lieber, wenn Politiker versuchten, sich an der Wirklichkeit zu orientieren statt an „Realitäten“. „Realitäten“ sind Hirngespinste. In der Renaissance war Hexerei eine „Realität“ mit tödlichen Folgen für die Verdächtigten. Die Vorzüge der Eugenik waren eine nicht minder tödliche „Realität“. Kürzlich war eine globale „Pandemie“ eine „Realität“. Aus der Enquete-Kommission und den beiden Landesuntersuchungsausschüssen könnten wir wissen, dass es auch dort keine großartige Verbindung zur Wirklichkeit gab, also dem, was tatsächlich wirkt.
Dann gibt es die aktuelle „Realität“, dass die extrem hohen Stromkosten für KI bestimmt bald durch Einnahmen von zahlenden Kunden beglichen werden können. Allein das neueste Rechenzentrum von xAI (X/Space, Grok) hat einen Stromverbrauch wie Hamburg. Die vier Turbinen des Gaskraftwerks, die dort den Strom erzeugen, sind gebraucht zum Schnäppchenpreis in Deutschland gekauft worden. Wir brauchen die ja nicht mehr! – LOL
Ich hoffe, dass Sie wenigstens erkennen, dass es da gewisse Zielkonflikte gibt.
Wo ist eigentlich der Laborversuch, dass eine Änderung der CO₂-Konzentration von 0,03 auf vielleicht 0,05 % zu einer signifikanten Änderung der globalen Durchschnittstemperatur bei gleichbleibender Sonneneinstrahlung führt? – Fehlanzeige, das sind alles nur Modellrechnungen. Haben diese Modellrechnungen in der Vergangenheit zu einer richtigen Temperaturprognose geführt? – Nein, das IPCC musste genau das Modell, auf dem diese beknackte suizidale Politik basiert, zurückziehen.
Hat das jemanden der Klimawandel-Jünger oder ihrer Politkollegen interessiert? – Nein, natürlich nicht, weil Klimawandel durch CO₂ ja eine „Realität“ in deren Köpfen und ihrer Mitläufer ist.
Herr Stengel, Metaphern sind bekanntlich Glücksache und Sie haben heute leider Pech gehabt. Wenn alle trotz Verbot bei Rot über die Ampel fahren, würde Ihnen auf Dauer gar nichts anderes übrig bleiben, als genau das Gleiche zu tun. Sie wären sonst ein dauerndes Verkehrshindernis und würden sich den Zorn Ihrer Mitbürger zuziehen.
Niemals wird Bremen seine Klimaziele erreichen.
Es gibt zuviele Interessen, die dem entgegen stehen!
Luftfahrt, Raumfahrt, Rüstungsindustrie, Stahlwerk, innerstädtischer Verkehr und all sowas….
Und natürlich auch an oberster Stelle die „Arbeitsplätze“….
Wenn es gelänge, das alles unter einen Hut zu kriegen, ja dann wäre Bremen „Spitze“.
@Hartmut Paul: Ihr Szenario bestätigt meine Sichtweise: Damit es nicht zu solchen Zuständen kommt, muss jeder seinen Beitrag leisten und das ihm Mögliche zur Gefahrenabwehr tun. Das gilt sowohl im Straßenverkehr als auch beim Klimaschutz.
Herr Stengel, um in Ihrem Bild zu bleiben: Aktuell fahren alle bei Rot, halten sich beim Klimaschutz zurück oder nutzen zu diesem Zweck die Kernkraft. Und nur wenige halten bei Rot an, bauen ihre Volkswirtschaften klimaneutral, auch zu Lasten ihrer Wettbewerbsfähigkeit, um. Der Zustand, den Sie verhindern wollen, ist schon da und die Regel – nicht das Anhalten bei Rot, nicht das eifrige Streben nach Klimaschutz. Sie meinen, dass das Beispiel der guten Tat nicht zu einem verbeulten Auto, sondern zu lauter umerzogenen Autofahrern führen wird?
Ich glaube, sowas ist gemeint, wenn man von deutschem Idealismus spricht.
@Hartmut Paul: Lieber Idealismus als Egoismus zu Lasten künftiger Generationen. Ich gebe die Hoffnung nicht auf, dass auch die Verantwortungslosen irgendwann einsehen, dass jeder Staat, aber auch jedes Individuum seinen Beitrag zum Klimaschutz leisten muss.
@Eckhard Stengel:
Ich schlage vor, wir zwei Alt-Journalisten machen gemeinsam unter allen Bremer und Bremerhavener Bürgerschaftsabgeordneten eine Umfrage. Thema: Wo waren Sie im Urlaub, und wie sind Sie dorthin gekommen? Bin mal gespannt, wie viele Abgeordnete zu Fuß, mit dem Rad, der Eisenbahn, dem Auto oder mit einem Flugzeug unterwegs waren. Fast noch spannender: Wie viele von den 87 Abgeordneten bereit sein werden, Auskunft zu geben.
🙂
Der Kern liegt viel tiefer.
Ein weltweiter Handel mit CO2 Zertifikaten ist im Grundsatz schon angreifbar, weil er praktisch die Rechtmäßigkeit eines modernen „Ablasshandels“ legitimiert.
Projekte in China bestehen nur auf dem Papier.
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Gutschriften für Waldaufforstungen belegen oft keine Einsparungen und sind mitunter wirkungslos.
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Der CO2 Handel untergräbt eine Verhaltensänderung und festgefahrene Denkstrukturen.
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Greenwashing ist sehr beliebt und bleibt oft ungeahndet.
Aber die Zeit wartet auf Niemanden ….singen die Rolling Stones……
Genauso wie perspektivisch bei Galeria, wird uns das Management von Arcelor Mittal die Entscheidungen für Bremen als Standort aus Rentabilitätsgründen abnehmen.
Wenn die Hütte in Bremen dichtgemacht, dann gibt’s hier kein C02 Problem mehr….
Und alles von Galeria gibt’s im Netz zu kaufen.
Aber als Folge, wird es zum Nachteil von Bremen ein noch größeres Scharmützel um den Länderfinanzausgleich geben.
Aber die Existenz unseres schönen Bundeslandes hängt ja nicht von den Schulden ab.
Der Patient Bremen wird am Tropf weitergepflegt werden und die vorhandenen sozialen und wirtschaftlichen Probleme werden sich weiter verschärfen.
Einen neuen norddeutschen Verbund der Bundesländer werde ich nicht mehr erleben.
Lieber Eckart Brandtstaedter, Sie haben recht, so ist das. Und zusätzlich würde ich sagen: Wenn man mit etwas mehr Abstand auf die Sache blickt, geht es nicht ums Klima. Der Klimawandel war ein Geschäft für Superreiche und ist eigentlich durch.. Wer verdient denn am Zertifikatehandel? Wer verdient an der Verschrottung funktionierender Infrastruktur? Wer hat einen Vorteil davon, wenn CO₂-Steuern erhoben werden?
Das Problem der Superreichen ist, dass die kapitalistische Verwertungskette auf einen Endpunkt zusteuert, genau wie Karl Marx es prognostiziert hat. Wenn die oberen 1 % rund 80 % des Vermögens besitzen, wird die Kapitalakkumulation wahrscheinlich zum erliegen kommen. Die traditionelle Lösung war die Wertzerstörung durch Krieg, die neue innovative Lösung ist die Wertzerstörung durch Transformation und das Erfinden neuer Märkte auf altem Territorium. Und das CO₂-Narrativ ist eines davon, ein anderes sind die Verbriefung von Trinkwasservorkommen und anderen natürlichen Ressourcen oder der Aufbau von absurd großen Rechenkapazitäten für KI, die man bald wieder verschrotten kann.
Am Ende führt uns das in einen neuen Feudalismus. Der Feudalismus hat sich dadurch ausgezeichnet, dass nur der Adel Besitz hatte. Hartmut Paul schrieb: „Die französische Revolution stand für Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit.“ Das muss man in diesem Zusammenhang korrigieren. Das setzte sich erst ab 1793 (besonders unter der Schreckensherrschaft) durch: Der Pariser Bürgermeister Jean-Nicolas Pache ordnete am 21. Juni 1793 an, an öffentlichen Gebäuden „Unité, indivisibilité de la République – Liberté, Égalité, Fraternité ou la mort“ anzubringen. Die Todesdrohung verschwand später wieder, weil sie zu stark an die Terreur erinnerte.
Vorher war es gerne „Freiheit, Gleichheit und Eigentum“ (Liberté, Égalité, Propriété). Dahinter fallen wir gerade zurück. Leute wie Eckhard Stengel merken das nicht, weil sie unwillig sind, das große Ganze zu betrachten, und sich gerne auf der Seite der Gutmenschen und Weltverbesserer wähnen. Solche Leute brauchen laut Schopenhauer und Bonhoeffer weder Gründe noch Argumente – sie können einfach sagen: „Ich glaube das nicht.“
Liebe Mitkommentatoren! (Die Mitkommentatorinnen scheint es diesmal nicht zu geben.) Ich finde das Thema richtig gut. Es ist komplex. Wissenschaft, Ökonomie und Politik prallen aufeinander und kommen leider nur zu „Teilergebnissen“. Wenn ich in die Innenstadt fahre (mit dem ÖPNV), dann komme ich an vielen Häusern vorbei, deren Dämmung schlichtweg nicht vorhanden ist. Diese Häuser sollen nun mit Fernwärme zukünftig beheizt werden. Preis für die Versorgung unbekannt. Eher deutlich höher als bei der jetzigen Gastherme. Die gilt auch bei steigender CO2-Bepreisung. Dann wird ökologisch wertvoll produzierte Wärme in Häuser gepumpt, die vielfach den Dämmstatus der 70er Jahre repräsentieren. Von den vielen öffentlichen Gebäuden ganz zu schweigen. Um nun Wirkung zu entfalten, müssten die Bewohnerinnen und Bewohner in Gebäuden mit altem Wohnraumzuschnitt, eine teure Wärmeversorgung und zusätzlich eine sehr teure energetische Sanierung stemmen. Das alles passt doch nicht zusammen. Das Ergebnis … jede Menge Frust. Auch Fördermittel sind nicht zu erwarten. Dazu fällt mir nur ein Spruch aus meiner Jugend ein: „Wer fasst schon einem nackten Mann in die Tasche?“ Die bisherige Ankündigung-Politik des Senats ist deshalb aus meiner eingeschränkten Rentner-Sicht eine reine Scheindiskussion und damit eine absolute Steilvorlage für die extremistischen Kräfte von Links und von Rechts. Ich hoffe nur inständig „Bürgerinnen und Bürger“ wacht auf, der 30.05.2027 kommt. Nutzt eure Stimme, um endlich diesem Unfug ein Ende zu bereiten!
Lieber Herr Meyer, ich habe auch nichts anderes geschrieben.Bitte nochmal lesen.
Mich nervt zunehmend, wie ideologisch vergiftet die Diskussion geworden ist. Sagen die Grünen etwas zum Klimaschutz, gelten sie pauschal als Spinner. Kommt aus der CDU ein Vorschlag, der über Erdöl, Gas und Kohle hinausgeht, steht sofort der Verdacht im Raum, man sympathisiere mit den „grünen Spinnern“. Umgekehrt wird auf grüner Seite manches als ökologisches Superprojekt bejubelt, ohne ehrlich zu prüfen, was in den vergangenen Jahren unter grüner Regierungsverantwortung tatsächlich erreicht oder eben versäumt wurde.
Wer wirtschaftlich und ökologisch vernünftige Projekte anschieben will, wird reflexhaft von BD, Teilen der FDP oder irgendwelchen Bloggern ( nicht bsg) und auf Instagram angegriffen. Frau Winter spricht man sogar ab, eine Spitzenkraft der CDU zu sein, nur weil sie Klimaschutz ernst nimmt. Und wenn sie sagt, dass manche Dinge besser in Ruhe und im Hintergrund vorbereitet werden, heißt es sofort, es werde gar nichts getan. Dabei ist ruhiges Arbeiten noch lange keine Untätigkeit.
Diese Marktplatzschreierei bringt uns keinen Schritt weiter. Für die notwendige Transformation brauchen wir weniger Lagerdenken, mehr Ehrlichkeit und vor allem mehr Konsequenz. In diesem Punkt wünsche ich mir manchmal tatsächlich etwas mehr China – nicht dessen politisches System, sondern die Entschlossenheit, mit der Technologien entwickelt, skaliert und marktfähig gemacht werden.
Klimaschutz darf weder grünes Glaubensbekenntnis noch konservatives Feindbild sein. Er muss wirtschaftlich vernünftig, technologisch offen und konsequent umgesetzt werden.
Lieber Heiko Strohmann, warum soll die Dekarbonisierungstransformation ein sinnvolles Ziel sein?
Sie sind da einfach auf Betrüger hereingefallen. Dieses CO2 Problem existiert so gar nicht, und falls es doch existieren würde, kann man es nicht lokal lösen. Höchstens durch höhere Deiche und dichtere Grenzen.
Und die Politikdarsteller, die das doch versuchen, zerstören unser Land, weil alle anderen das schon erkannt haben das es Betrug ist. Die materielle und moralische Zerstörung wird ein Ausmaß erreichen, welches das Regime im Dritten Reich wie Grundschüler aussehen lässt.
Am liebsten wäre Ihnen natürlich, das heimlich zu tun, weil der Widerstand hiergegen sicherlich ernste Formen annehmen wird, davor wird Sie auch die extra implementierte Massenüberwachunng nicht schützen.
@Thomas Mayer:
Ich bitte Sie, Ihren Stil zu überdenken. Ihr Satz „Die materielle und moralische Zerstörung wird ein Ausmaß erreichen, welches das Regime im Dritten Reich wie Grundschüler aussehen lässt“ kratzt an der Grenze zum strafrechtlich Relevanten. Und der Begriff „Politikdarsteller“ beleidigt all jene, die ihre Wahlämter mit Elan und ohne üble Hintergedanken – aus meiner Sicht die große Mehrheit – ausüben.
@alle Kommentatoren: Die Auseinandersetzung mit Meinungen von Andersdenkenden gestaltet sich einfacher, wenn grenzwertige Reizbegriff fehlen.
Lieber Herr Schuller, okay, ich nehme das zurück und behaupte: „Die materielle und moralische Zerstörung wird ein Ausmaß erreichen, das aus politischen Gründen unvergleichlich ist.“ Ich werde ihre Regeln berücksichtigen, ein Wort noch zur Sache:
Ich befürchte ja, dass angesichts der grassierenden Glaubensbekenntnisse zu den offiziellen insinuierten Haltungen, die praktisch vor jedem Kommentar zu relevanten Themen gestellt werden, eher für etwas anderes als für „üble Hintergedanken“ sprechen. Um es mal mit Elisabeth Wehling zu sagen: „Wie eine Nation sich ihr Denken einredet – und daraus Politik macht.“ Die „Nicht-Gedanken“, das blinde Mitmachen sind das Problem, das die Leute mit „üblen Hintergedanken“ für sich zu nutzen wissen. Nennen wir die Nutznießer mal „Geschäftemacher“, bis uns etwas Besseres einfällt.
Wie Sie so schön in Erinnerung bringen, kratzt der Vergleich mit dem deutschen Goldstandard des Bösen an Bestrafung durch die aktuelle „Verwaltung“. Ich denke, man darf noch die Frage stellen, warum das so ist. Wenn man doch vorgeblich eine Wiederholung verhindern will, muss man die Gefahr doch frühzeitig erkennen können, oder? Also man Müsste die Muster erkennen können, oder? Das Problem ist, dass die Antwort auf diese Frage einfach viel zu beunruhigend ist, als dass man sie dem Volk zumuten möchte. Denn ohne Vergleiche ist das unmöglich, die Gefahr zu erkennen, ich befürchte Absicht.
„Politik ist die Summe der Mittel, die nötig sind, um zur Macht zu kommen und sich an der Macht zu halten und um von der Macht den nützlichsten Gebrauch zu machen“ – Machiavelli, um 1515. Machiavelli meint damit lügen, betrügen, täuschen, andere abräumen usw. „Politiker“ ist kein geschützter Begriff und eigentlich selbst ein Schimpfwort, also finde ich, dass „Politikdarsteller“ bereits eine Entschärfung ist. Ein Darsteller tut ja nur so als ob, der ist das ja gar nicht. Wie dem auch sei ich werde einen anderen Begriff finden.
Welches Großnarrativ der letzten 40 Jahre war denn zu dem Zeitpunkt, als daraus politische Wirklichkeit gemacht wurde, nicht bereits falsifiziert? – Alle waren falsifiziert! Und das größte Problem ist, dass diese ganzen schädlichen, wahrheitswidrigen Gesetze bleiben, wie Quecksilber im Fettgewebe. Darum sind wir das ärmste Volk in Europa mit 50 % Eigentumslosen. Eine Maßnahme überlebt nicht, weil sie sinnvoll ist, sondern weil niemand laut genug widerspricht und weil diejenigen die widersprechen diskreditiert werden, tun das nur wenige.
Die Leute, die so tun, als seien sie Politiker, sich aber oft von Leuten mit finanziellen oder weltanschaulichen Interessen steuern lassen müssen, weil sie selbst keine Ahnung haben, sind für das Desaster offiziell verantwortlich, wenn auch leider nicht zur Rechenschaft zu ziehen.
@ Thomas Mayer
das Problem liegt nicht darin, daß die Menschen ungebildet sind.
Das Problem ist, daß sie gerade genug gebildet sind, um zu glauben, was man ihnen beigebracht hat
und nicht gebildet genug, um zu hinterfragen, was ihnen beigebracht wurde…