Kann sich der Krankenhaus-Konzern GeNo noch vor einer Insolvenz retten? / Tag der Deutschen Einheit

04.10.2026 19 Von Axel Schuller

Das wirklich bestens gelungene Bürgerfest ist vorüber (schade!). Am heutigen Montag steht brandaktuell „bremische Krise“ auf dem „Stundenplan“ des Senats. Anlass bietet der städtische Krankenhauskonzern Gesundheit Nord (GeNo). Finanzsenator Björn Fecker (Grüne) hat nach Informationen von bremensogesehen jüngst im „Senatsfrühstück“ eine mögliche „Lösung“ das erneut höher kalkulierten Defizits der GeNo problematisiert. Es erscheine „fraglich, ob ein erneuter Bremer Kredit von 60 Millionen Euro überhaupt noch rechtmäßig“ wäre. Inzwischen fragen sich Eingeweihte in Senat und Verwaltung, wie lange die GeNo noch zahlungsfähig bleibt – bevor sie zum Insolvenzrichter gehen m u s s.

AUSSERDEM: 4.000 Polizisten hörten beim Bürgerfest auf K. D.

Für GeNo-Chefin Dr. Dorothea Dreizehnter ist die rechtzeitige Anmeldung einer möglichen Insolvenz eine Frage, die sie höchstpersönlich etwas angeht: Geschäftsführer/Vorstände sind verpflichtet, bei drohender Überschuldung des Unternehmens 30 Tage vorher das Gericht zu informieren.

Bei „Jura Forum“ heißt es unter dem Stichwort Insolvenz-Antragsfrist: 

„Die Insolvenzantragsfrist beträgt bei Zahlungsunfähigkeit höchstens drei Wochen und bei Überschuldung höchstens sechs Wochen. Maßgeblich ist § 15a Abs. 1 Satz 2 Insolvenzordnung (InsO), Rechtsstand 2026. Die Fristen sind Höchstfristen: Der Insolvenzantrag muss schon früher gestellt werden, sobald eine Sanierung der Insolvenzreife nicht mehr ernsthaft möglich ist. Wer den Antrag schuldhaft zu spät stellt, riskiert persönliche Haftung und Strafbarkeit.“

Liebe Leserschaft, ich bin bekennender „Generalist“, der sich jedes Thema erarbeitet. Im vorliegenden Fall habe ich Glück, dass mir aus dem Inneren der GeNo eine Aufstellung zugeflattert ist, in der Experten das ganze Elend des städtischen Krankenhausunternehmens zusammengeschrieben haben.

Daran lasse ich Sie am Ende des Textes per Link zur Doku teilhaben – übernehme aber keine Gewähr für den Inhalt. Allerdings liest sich die Unterlage schlüssig und von Sachverstand durchdrungen. Deshalb meine Entscheidung, es als Dokument zu diesem Blog-Stück zu veröffentlichen.

GeNo-Chefin Frau Dr. Dorothea Dreizehnter habe ich gestern abend leider nicht erreicht. So konnte ich nur ihrer Mailbox meine Frage hinterlassen, ob die 30 Tage-Frist bereits laufe.

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EINHEITSTAG und BÜRGERFEST 

Liebe Leserschaft, fanden Sie „unser“ Bürgerfest auch so phänomenal gut? Wetter, Wasserstand der Weser, das breitgefächerte Unterhaltungs- und Mitmachangebot, Bremens sympathische Selbstdarstellung, gelungene Reden beim Festakt und und und.

Ein „und“ davon betraf unsere Polizei: Bremens Polizeiführer K. D. (darf ich aus Sicherheitsgründen nicht ausschreiben) hat als „Gesamteinsatzleiter“ alle 4.000 Polizisten aus Bremen, anderen Bundesländern und der Bundespolizei „dirigiert“. 

Der Mann und sein Team waren dafür verantwortlich, dass Linksradikale im Zaum gehalten wurden.

Nun kann man sagen, der Mann hat beim bislang und vermutlich auch künftig größten Bremer Polizeieinsatz “nur seinen Job gemacht“. 

Stimmt. Aber neuerdings werden ja auch Menschen ausgezeichnet, wenn sie ganz regulär ihren Beruf ausüben; manchmal sogar einen gut bezahlten Job.

Denken Sie nur an die ehemalige ARD-Korrespondentin in Großbritannien Annette Dittert. Der will Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier in dieser Woche das Bundesverdienstkreuz aushändigen. 

Begründung: Sie habe mit ihrer journalistischen Arbeit einen besonderen Beitrag deutsch-britischen Freundschaft geleistet.

Funfact am Rande: Frau Dittert hat mittlerweile die britische Staatsbürgerschaft angenommen. 

Vor diesem Hintergrund könnte der Senat den Polizeiführer K. D. und dessen Team für den vermutlich einzigartigen Einsatz zum Tag der Deutschen Einheit doch mindestens mal belobigen, ins Rathaus einladen oder was auch immer springen lassen…

Genug der schullerschen Gedankenausflüge.

Hier nun der Link zum GeNo-Papier

https://bremensogesehen.com/20261004-doku-zahlen-geno-insolvenz/

Munter bleiben!

Herzlichst

Ihr Axel Schuller