Bürgermeister zeigt Nerven / Grüne – Partei der Realitätsverweigerer
Heute zwei Themen. 1. Die Grünen wollen mal wieder die Wirklichkeit nicht wahrhaben. Auf zwei DIN-A-4-Seiten äußern sie sich zu dem ungeheuerlichen Angriff auf ein schwules Männerpaar – bringen es aber nicht über sich, die Tatverdächtigen näher zu beschreiben. Laut Polizeibericht: Arabisch Sprechende.
2. Bürgermeister Dr. Andreas Bovenschulte (SPD) hat sich in einer Sendung von „Buten un Binnen“ erlaubt, „Nerven“ zu zeigen. Das kommt im Netz nicht gut an. Bei all meiner bekannten grundsätzlich kritischen Einstellung Regierenden gegenüber: Das hat Bovenschulte nicht verdient!
Bleiben wir erst einmal beim Bürgermeister. Der ist immerhin noch wichtiger als die – sorry – Grüne Partei der Realitätsverweigerer.
Bubi-Moderator János Kereszti plauderte zum Ende der 3.Oktober-Feierlichkeiten mit Bovenschulte live im Studio. Der Bürgermeister – vermutlich noch Adrenalin-getragen – freute sich nahezu euphorisch über das sehr gut gelungene Bürgerfest. Kereszti moderierte schließlich mit dem Hinweis ab, dass ein tolles Fest sicher auch „dem regierenden Bürgermeister“ bei der nahenden Wahl im Mai 2027 nicht schaden werde.
Aus Bovenschulte platze heraus: „Darum geht es doch gar nicht“. Und:
„Es gibt ja gar keinen regierenden Bürgermeister in Bremen.“
Der RB-Kollege schob rasch hinterher: „Präsident des Senats“.
Aber im Netz galt der Bürgermeister sofort als Besserwisser.
Dazu meine – für manche vllt überraschende – Einschätzung:
Selbstverständlich nützt eine gelungene Gedenkfeier und ein super Bürgerfest einem in diesen Tagen allgegenwärtigen Bürgermeister. Aber: Dieser Mega-Aufwand der Stadt wird doch nicht betrieben, damit ein Regierungschef glänzen kann.
Insofern habe ich Bovenschultes kurzzeitige Genervtheit über den – wie auch ich fand – unpassenden Hinweis des Bubi-Moderators, verstanden. Der wirkte nämlich irgendwie gewollt. Nach dem Motto: Ich, der Moderator, ordne das jetzt noch mal kritisch ein.
Außerdem, liebe Leserschaft, wie steht es eigentlich um die stets von allen und immerwährend eingeforderte „Empathie“?
Der Regierungschef eines Landes, das alle 16 Jahre beauftragt ist, eine solche Riesen-Sause auszurichten, steht selbstverständlich tagelang (und vllt sogar nächtelang) unter Strom:
Klappt alles? Machen die Linksextremisten wie angekündigt Bambule? Kommt die Bevölkerung zu dem dreitägigen Fest? Was sagen die eingeladenen von Bundesregierung, Bundestag, Verfassungsgericht? Geben wir in den Augen der breiten Masse vielleicht zu viel Geld aus? Usw.
Ich finde, aus einer solchen lang anhaltenden Anspannung heraus darf man auch mal kurz besserwisserisch auftreten, also Nerven zeigen.
Wer sich über Politiker erhebt, sollte stets überlegen, wie er/sie selbst in der Rolle agieren würde. Würde man ein solches Pensum selbst überhaupt packen? Und das – nebenbei bemerkt – für ein Sechstel des Salärs eines Sparkassenvorstandschefs…?
In diesem Zusammenhang gilt einem weiteren Politiker meine Hochachtung: CDU-Landeschef Heiko Strohmann hat hier im Blog zum Stück über die Feierstunde in der Glocke folgenden Kommentar hinterlassen:
„Und Sie wissen: Es fällt mir nicht ganz leicht, das zu sagen. Aber auch Bundesratspräsident Dr. Andreas Bovenschulte hat eine sehr gute Rede gehalten. Eine Rede, die mich mitgenommen hat. Besonders dankbar bin ich für seinen Dank an die Polen. Dies wird in der deutschen Nabelschau oft vergessen.“
Das, liebe Mäkelnde unter uns, das nenn ich souverän.
So, nun zu den ewig gutmenschelnden Grünen.
Die Polizeimeldung war deutlich:
„Sögestraße, 3.10.26, 23 Uhr – Zwei 29 und 33 Jahre alte Männer wurden am Samstagabend in der Altstadt aus einer etwa zehnköpfigen Gruppe heraus aufgrund ihrer sexuellen Orientierung beleidigt und geschlagen.
Die beiden Männer hatten gemeinsam die Feierlichkeiten zum Tag der Deutschen Einheit besucht. Auf dem Nachhauseweg schlenderten sie durch die Obern- und Sögestraße. Dort kam ihnen eine größere Gruppe entgegen. Mehrere junge Männer pöbelten sie lautstark an und riefen ihnen unvermittelt homophobe Beleidigungen in arabischer Sprache zu. Als der 29-Jährige sein Handy zückte, um den Vorfall zu dokumentieren, wurde das Paar aus der Gruppe heraus von mehreren Personen mit Fäusten geschlagen. Im Anschluss flüchteten die Verdächtigen zu Fuß. (…)“
Die Grünen Kai Wargalla und Dr. Solveig Eschen meldeten sich dazu gestern zu Wort: Der Angriff auf das Schwule Paar zeige, „wie real die Gefahr von Hass und Gewalt für quere Menschen im Alltag ist.“
Und: „Umso besorgniserregender sind die massiven Kürzungen der Bundesregierung bei wichtigen Präventions-, Bildungs- und Beratungsprojekten im Bereich queres Leben.“
KEIN Wort zu den vermutlichen Tätern. Nicht ein einziges. Ähnlich eingeschränkt reagierte die Linke:
„So schön die Feier auch für viele war, müssen wir dafür sorgen, dass solche Orte für alle sichere Orte sind.“
CDU, FDP, BIW nahmen die Polizeiinfo (Arabische Sprache) auf. Die SPD äußerte sich überhaupt nicht.
Im vorliegenden Fall fand ich die FDP am überzeugendsten. Ihr innenpolitischer Sprecher Dr. Marcel Schröder erklärte:
„Religion, Kultur oder Tradition rechtfertigen keine Homophobie. Das gilt ausdrücklich auch in arabisch und muslimisch geprägten Milieus. Homosexuellenfeindliche Vorstellungen müssen dort genauso offen benannt und bekämpft werden wie überall sonst. Rücksicht auf religiöse oder kulturelle Empfindlichkeiten darf niemals wichtiger sein als das selbstbestimmte Leben der Betroffenen. Religionsfreiheit schützt den eigenen Glauben, sie gibt aber niemandem das Recht, anderen ihre Freiheit abzusprechen.“
Das kann man als „normal“ denkender Menschen nur unterschreiben.
Munter bleiben!
Herzlichst Ihr,
Axel Schuller
P.S.:
- Unbedingt die Kommentare zum GeNo-Stück und zur dazugehörenden Doku anschauen; inkl. Lösungsvorschlägen für die Misere des städtischen Krankenhaus-Konzerns!
- Für Freitag früh darf ich Ihnen eine neue Rubrik bei bsg ans Herz legen.
- Im Gastkommentar zum Wochenende geht’s wirklich wieder rund.
Die GeNo Kommentare sind/waren der Hammer (auch die Offenlegung der Interna)!
Ein Vorschlag zur Güte und vllt zur Rettung der GeNo:
Ein Experten-/Beraterkonsortium aus denen, die in diesem Blog kommentieren, (Wirtschaftswissenschaftlern und trouble shootern) tun sich zusammen.
Politik allein scheint leider nicht in der Lage, den Experten zu folgen.
Aber es geht um die Gesundheit und Lebensqualität von uns allen….
Pack ma’s , würde man in Bayern sagen….
@ Axel Schuller Danke für den Blogbeitrag zum meinem Meinungsbeitrag für FINDORFF GLEICH NEBENAN https://www.facebook.com/MathiasRaetsch/posts/pfbid02K54eo8vyBfg3vwMVVEKNiVwgKwSh4sp1MqQZ7TC74VvH3rJQ69vfLM9M2kTDh49pl , aber weder bin ich das »Netz«, noch erhebt sich hier jemand im Ausgangspost oder in den Kommentaren über einen Politiker, sondern es wurde eine interessante Beobachtung zur medialen Selbstinszenierung des Bürgermeisters sachlich zur Diskussion gestellt.
Dazu gab es unter dem Post auch Unterstützung für den Bürgermeister, von anderen nicht… alles unter dem Account auf der Sachebene in angenehmer Diskussionskultur.
Bester Kommentar übrigens zum Meinungsbeitrag von einem Herrn Höpfner, der meine Intention richtig aufgenommen hat und um eine weitere kluge Beobachtung ergänzt:
»Die SPD geht jetzt fast überall Wege, damit die Partei möglichst nicht auftaucht:
1. Die Kandidaten treten als eigenständige Person auf, also ohne SPD auf den Plakaten, das war bei den Kommunalwahlen in Niedersdachsen zu beobachten.
2. Eine reine Personen bezogene Wahl, das hat Schwesig in MV so gemacht und Bovi macht das in Bremen auch so. War ja auffallend, dass er mit Länderkollegen, selbst von der CDU, auf der Einheitsfeier zusammen war, mit Scherf, Kanzler und Präsidenten… aber es gibt kein Bild mit Klingbeil.«
Zitat Ende.
Gern ergänzt: Irgendwie peinlich, dieser thematisch inhaltslose SPD-Personenkult erwachsener Menschen auf Teenagerlevel: https://www.facebook.com/reel/2326836798087072
Der kritische Hinweis des buten un binnen Moderators (auch angesichts des BOVI-Personenkults in der beginnenden Wahlkampferzählung) war übrigens m. M. nach ebenfalls absolut berechtigt.
Kommentare von »BürgerInnen und Bots« ganz anderer, unglaublicher Art finden sich hingegen direkt unter den Posts auf der offiziellen Seite RATHAUS BREMEN, das offensichtlich online ausschließlich durch die Person des Bremer Bürgermeisters repräsentiert wird: Siehe https://www.facebook.com/reel/2616921822084870 und https://www.facebook.com/reel/3311117685742923
Ich würde mit freuen, wenn diese »Kommentarkultur,« die zu einem großen Teil unsachliche und beleidigende Hasskommentare gegenüber dem Bürgermeister sind, Thema eines Blogbeitrags werden würde. Ich frage mich schon länger: Wie ticken diese Leute und woher kommt dieser Hass auf PolitikerInnen – und wie sollte man als Politiker, aber auch als moderierender Webmaster damit umgehen?
Eine Antwort, die ich für mich gefunden habe, ist: Man muss die eigenen fb-Accounts im Blick haben und, wenn es persönlich und beleidigend wird, derartige Kommentare löschen und die Hater ggf. blockieren.
Vielleicht hast Du zum Thema heutige Diskussionskultur online ja noch ein paar weitere Antworten. Das würde mich interessieren und freuen.
@Mathias Rätsch: Ich bin in der glücklichen Lage, dass sich auf meiner Blog-Seite keine Menschenverachter austoben wollen. Vllt liegt dies daran, dass ich Kommentare nur unter voller Namensnennung (Vor- und Zunamen) zulasse. Kürzel und Nicknames gibt bei bremensogesehen nicht. Außerdem erreiche ich offenbar ein Publikum, das ohnehin gesittet miteinander diskutiert. Ich empfehle (erneut): Schaut euch die Kommentare zum GeNo-Stück an. Das hat sich zur Experten-Debatte ausgeweitet. Außerdem: Kommentare, die ins strafrechtlich Relevante abdriften, veröffentliche ich nicht. Apropos veröffentlichen: Bei bremensogesehen geht kein Kommentar direkt online, sondern ich muss jeden einzelnen freigeben – weil man als Veröffentlichender mithaftet. Dies alles zusammen sorgt wohl dafür, dass bremensogesehen bei manchen Themen zu einem Forum der Meinungsvielfalt mutiert.
zu Dr. Bovenschulte
Erleben durfte ich ihn als „Mensch“ und
Politiker, als er Bürgermeister in Weyhe war.
Ich werde nie seine Bürgersprechstunden in den einzelnen Gemeinden vergessen.
Ganz besonders in Erinnerung ist mir ein Treffen mit Bürgern aus Dreye/Ahausen auf einem schwimmenden Restaurant (Smokey Island) geblieben.
Als Dr .Bovenschulte damals
während seines Vortrags gemerkt hat, daß nur bodenständige Bürger vor Ort waren, hat er plötzlich so geredet, wie ihm der Schnabel gewachsen war..
offen, ehrlich und sauber!
Da war dann plötzlich nichts mehr von SPD und Fraktionszwang und all diesem „shit“
Dr Bovenschulte war einfach nur einer von allen!
Das hat er leider auf der Politikbühne in Bremen und im Bund ziemlich weit in die hinterste Ecke geschoben
Bei der Einheitsfeier ist das noch einmal abends aufgeblitzt an der Bar im Atlantik Hotel.
Frei nach Goethe
(Osterspaziergang):
„hier bin ich Mensch, hier darf ich sein“
empathisch und sympathisch….
Herr Kereszti nervt den Prädidenten des Senats und ich kann die Reaktion von Herrn Bovenschulte darauf gut nachvollziehen. Auch im Stück über die Parksituation in der Neustadt hat ein Bubi-Moderator leider nicht opjektiv moderiert. Und das, nachdem Bubi soooo viel Zeit für die Recherche hatte. Bremensogesehen hatte ja bereits lange davor und mehrfach berichtet.
@ Axel Schuller Zustimmung zu: »Dies alles zusammen sorgt wohl dafür, dass bremensogesehen bei manchen Themen zu einem Forum der Meinungsvielfalt mutiert.« Dieser kritische, von Pöbeleien freie und in den verschiedenen Meinungen vielfältige Blog ist eine echte Ergänzung zu Weser Kurier und buten un binnen, die nicht selten (warum auch immer) mit einer bestimmten Ausgewogenheit wenig kontrovers sind und zu sehr an der Oberfläche bleiben. DAS war in der Diskussionskultur auf der Sachebene früher anders und besser. Respekt für Dein Engagement und weiter so!
Moin Herr Schuller, in Ihrer Nachlese zur Rolle und Rede von Andreas Bovenschulte zum TdDE gehe ich voll mit.
Er hat in jeder Hinsicht ohne Wenn und Aber einen guten Job gemacht…
Hätte er noch Bundeskanzler a.D Gerhard Schröder am Anfang der Rede persönlich, wie Bundespräsident Wulff a.D. persönlich begrüßen sollen?
Grins…..Geschenkt.
BuB Kerestzis Bemerkung ist einfach nur deplatziert.
Die Frage die mich aber jetzt bewegt.
Überträgt sich die Implosion der CDU in Sachsen-Anhalt auf die CDU im Bund??
Ein Deal mit der CDU dort, um den Landtagsvizepräsidenten ins Amt zu hieven?
Ist die SPD dort immerhin so seriös sich nicht „kaufen“ zu lassen?
Ich bin schockiert und wütend.
Kleine historische Anmerkung: einen „Regierenden Bürgermeister“ gab es in Bremen nur während der Herrschaft der nationalsozialistischen Diktatur. Wilhelm Kaisen beispielsweise hat sich davon mit Vehemenz distanziert.
Es ist schon ziemlich interessant, dass man sich an einem Versprecher von János Kereszti und der dazugehörigen sperrigen Antwort unseres Senatspräsidenten hochzieht. – Haben wir keine anderen Probleme?
Da ich so gut wie nie BB schaue, ist mir János Kereszti vor allem durch seine warmherzige, vielleicht etwas distanzlose und nach Verständnis ringende Doku über schwerstkriminelle jugendliche Ausländer in Erinnerung. Wo sich der „normale“ Bürger fragt: „Warum sind die eigentlich nach dem ersten Zwischenfall nicht ausgewiesen worden?“
Das passt für meinen Geschmack super zum zweiten Thema: Ein Mob aus derselben Tätergruppe überfällt zwei Leute in der „Festung Innenstadt“, in der sage und schreibe 4.000 sogenannte „Sicherheitskräfte“ aktiv waren?
Da drängt sich doch die Frage auf, ob solche Taten nicht vielleicht sogar gewollt sind. Denn politische Aktivisten haben meiner Kenntnis nach vorher eine „Gefährderansprache“ bekommen. Hat man diese Gruppe vergessen, oder hilft das bei denen nichts?
“ Da drängt sich doch die Frage auf, ob solche Taten nicht vielleicht sogar gewollt sind?“
Herr Büchse, ich denke diese Frage ist nur eines:
Unseriös und völlig der Realität entrückt.
@ Thorsten Büchse
Ich habe schon länger das Gefühl,
dass Sie in einer „nonkonformistischen“ Blase gefangen sind und auch leben.
Ihre Kommentare sprechen für sich selbst.
Als Unternehmensberater sollten Sie vllt mehr „Contenance“ wahren.
Denn Sie glauben gar nicht, wer diesen Blog alles ließt….
Den homophoben Angriff verurteilen, aber die Täter nicht nennen – willkommen in der rot-grün-roten Fantasiewelt. Getreu dem Motto: Weil nicht sein kann, was nicht sein darf. So malt sich unsere Regierung ihre Welt schön und bunt.
Ich hoffe, mehr Menschen erkennen, dass sich nichts ändert, wenn man Parteien wählt, die nichts ändern wollen und lieber mit rosaroter Brille über Probleme hinwegschauen.
Und ich meine ausdrücklich nicht, dass die AfD die Lösung ist, denn die hat keine Lösungen. Aber vielleicht sollte man auch mal Oppositionspolitikern wie FDP-Mann Marcel Schröder zuhören, statt immer nur „links“ oder „rechts“ zu schreien. Denn die Wahrheit liegt meiner Meinung nach irgendwo in der Mitte. Nur hab ich zunehmend das Gefühl, dass zwischen den lauten politischen Rändern niemand mehr die vernünftige Mitte hören will.
Moin Eckart Brandtstaedter, wovon gehen Sie bei so einer Gemengelage eigentlich aus – von Unfähigkeit, Gleichgültigkeit oder, wie so oft, schlicht von Personalmangel? Stimmt die Geschichte vielleicht gar nicht?
Bei 4.000 uniformierten Kräften und einer geradezu absurden Polleraufstellung lautet die Botschaft an die Bürger doch zunächst einmal: „Die Gefahr ist enorm.“ Gleichzeitig wird im Bahnhof für eine „Quadrostreife“ geworben, die haben also zu viel Personal. ABM? Vor nicht allzu langer Zeit konnte man Polizisten noch einzeln begegnen und freundlich grüßen. Jetzt trauen sie sich offenbar nur noch zu viert aus dem Auto?
Sind wir uns wenigstens darin einig, dass es ein Problem sein könnte, wenn Menschen unter den Augen der Polizei überfallen werden? Nach allem, was man hört, handelt es sich bei den einschlägigen Tätern offenbar nur um einige Dutzend Intensivtäter.
Ich wohne in unmittelbarer Nachbarschaft des Brennpunkts und kann das Treiben dort täglich beobachten. Vor einigen Monaten stand dort ein Polizeicontainer, mit einigem medialen Aufwand eingeweiht. Mit Einbruch der Dunkelheit wurde dieser dann von einem einzelnen privaten Wachmann beschützt, der dabei in einem Pkw saß.
Meine Fragen sind also „unseriös und völlig der Realität entrückt“? – Gut. Wie ist den Ihre Meinung zur Sachlage?
Herr Büchse, natürlich ist Ihr Versuch mir das Wort im Mund umzudrehen völlig zwecklos.
Ich habe Sie nur zitiert.
Noch einmal.
“ Da drängt sich doch die Frage auf, ob solche Taten nicht vielleicht sogar gewollt sind?“
Herr Büchse, ich denke diese Frage ist nur eines:
Unseriös und völlig der Realität entrückt.
Ihre Unterstellung die Staatsgewalt, egal ob Polizei oder Gerichtsbarkeit w i l l homophobe Angriffe schließt sie von einer zielführenden seriösen Diskussion völlig aus. Und das wissen Sie selber auch.
Herr Brandtstaedter – Ah! Jetzt verstehe ich das: „homophobe Angriffe“. Aber das ist nur Ihre Projektion. Ich habe „solche Taten“ geschrieben, weil ich keinen Unterschied mache. Gewalt ist Gewalt; mir sind die Tatmotivation oder die Position des Opfers egal. Ich hatte vergessen, dass Mehrheit daran gewöhnt ist, immer fein auszudifferenzieren. Die Tatmotivation oder die Position des Opfers spielt sehr wohl doch eine große Rolle.
Sorry, mein Fehler.
Artikel 3 Grundgesetz:
(1) Alle Menschen sind vor dem Gesetz gleich.
…
Dem ist eigentlich nichts hinzuzufügen, das Konzept ist vollständig umrissen. Aber wir werden spätestens in Absatz 3 mit einer Negativliste überrascht. Die ist, glaube ich, von 1994, bin mir aber nicht sicher.
@Torsten Büchse
So langsam kommen wir in die die Vor-Bürgerschaftswahl-Zeit. Da haben einige Journalisten vielleicht die Ambition im kommenden Senat im Rathaus oder auch in diversen Behörden bzw. städtischen Gesellschaften einen lauen gut bezahlten Pressesprecherjob zu bekommen.