GeNo-Kredit-Überraschung / Gen Z in HB jünger als in B / „SPD macht Bildung besser“…
Bremen – unsere facettenreiche Landeshauptstadt (ja, immer noch!) bietet jeden Tag neue Überraschungen. Deshalb heute ein buntes Sammelsurium, vornehm, Nachrichten-Patchwork. Die Themen: Der Senat „pampert“ die GeNo mit 293 Millionen-Kredit, wobei es keine Rückzahlungsvereinbarung für den Alt-Kredit über 233 Millionen gibt! Die „Gen Z“ will Sonnabend für eine bessere Zukunft demonstrieren. Hoffentlich kein Anlass für Linksradikale, sich darunter zu mischen. Zum Schluss etwas, das endlich Hoffnung verbreiten soll: Die „SPD will die Bildung besser machen“ – hat sie jedenfalls jüngst plakatiert. Dazu lesen Sie heute hier einen „Brandbrief“.
GeNo:
Kurzer Nachdreh zum GeNo-Neu-Kredit: Der Senat hat dem städtischen Klinik-Konzern weitere 293 Millionen Euro auf Pump versprochen, inklusive Rückzahlungen-Bedingungen. Das Geld zu Abwendung einer Insolvenz und zum Ausgleich der in den kommenden Jahren erwarteten Defizite wird bis 2031 gewährt. Der Senat verlangt, dass das Geld spätestens ab 2032 – in einem Zeitraum von zehn Jahren – zurückgezahlt wird.
Auf meine Anfrage im Gesundheitsressort von Claudia Bernhard (Linke), wie denn die Rückzahlungsmodalitäten für den in der Vergangenheit gewährten Kredit über 233 Millionen seien, erhielt ich eine wirklich überraschende Antwort.
Julian Okrongli schrieb für das Ressort:
„Sehr geehrter Herr Schuller,
es ist nicht vereinbart, in welchem Zeitraum die „alte“ Kreditlinie zurückgezahlt werden muss.“
Mein erster Gedanke: Donnerwetter, Bremen muss ja doch noch irgendwo Gold-Vorräte oder ähnliches vergraben haben…
Zweiter Gedanke: Wenn die Freien Kliniken in Bremen jetzt nicht auf die Gerichts-Barrikaden gehen, wann dann?
Ist aber deren Sache.
Noch ein Tip: Schauen Sie sich den vorigen GeNo-Beitrag, dort vor allem die Leserkommentare an!
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Gen Z:
Sonnabend will die Gen Z (16- bis 21-Jährige) für bessere Bildung, für ein besseres Leben und gegen die Wehrpflicht auch in Bremen demonstrieren. Zwischen 14 und 18 Uhr soll auf dem Domshof sowie während eines Umzugs durch die Neustadt und retour demonstriert werden. Angemeldet haben sich (online) mittlerweile 4.765 Personen. Nachdem der Weser-Kurier gleich mehrfach berichtet hatte, die Veranstalter hielten 500 Corona-Masken bereit, sah sich die Innenbehörde gezwungen, auf die bei Versammlungen generell verbotene (strafbare) Vermummung hinzuweisen.
Allein die öffentlich offerierten Vermummungshilfen lassen nix Gutes erwarten.
Dazu kommt, dass eine linke Bremer Gruppe gerade jetzt die Solidaritätstrommel für Daniel Viemann, den Stromleitungs-Attentäter aus NRW, rührt, könnte Unbill verheißen.
Bitte NICHT!
Die Behörde von Innensenatorin Dr. Eva Högl und ihrem Verfassungsschutzchef Thorge Koehler schätzen – laut Ressortsprecher René Möller – die möglichen Gefahren für Bremen und die Innenstadt als gering ein.
Kleiner Spaß am Rande:
In Berlin haben sich noch vor der zentralen Demo der „Gen Z“ mehrere Mitveranstalter aus Angst vor Chaoten-Unterwanderung zurückgezogen. Laut „Tagesspiegel“ vom vorigen Dienstag ist jetzt angeblich eine 48-jährige Frau als Demo-Anmelderin übrig geblieben.
Sorry, 48 Jahre – das dürfte deutlich näher an der Schwelle zu den Wechseljahren als zur Gen Z (16-21 Jahre) liegen.
Bei der Bremer Anmelderin soll es sich erfreulicherweise um eine Schülerin handeln…
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„SPD MACHT BILDUNG BESSER“
Die Bremer SPD hat jüngst eine Veranstaltung unter obigem Titel durchgeführt. Eine Berichterstattung darüber habe ich leider nirgends gefunden.
Dafür flatterte der Brief eines engagierten Pädagogen in mein Email-Fach. Der Mann war Rektor einer Förderschule im Umland, gehörte in der Schulzeit seines Kindes dem Zentralelternbeirat Bremen an und ist weiter sehr am Thema Bildung interessiert. Vor 20 Jahren ist er aus Protest aus der SPD ausgetreten. Sein Name: Bruno Ehrlich
Hier sein empörtes Schreiben an den Bremer SPD-Landesvorsitzenden Falko Wagner:
ZITAT:
„Sehr geehrter Herr Wagner,
mit Erstaunen habe ich mittels eines Plakates zu Kenntnis genommen, dass die Bremische SPD „Bildung besser machen“ will. Selbige hatte ja eigentlich über 70 Jahre Zeit, um das große Versprechen, dass auch und gerade Kinder aus Arbeiterfamilien höhere Bildungsabschlüsse erreichen können, einzulösen. Ergebnis nach über 70 Jahren: Das Versprechen wurde nicht einmal ansatzweise erfüllt, im Gegensatz zu vielen anderen Ländern, z.B. in England.
Außerdem landet Bremen ja insgesamt bei Vergleichuntersuchungen regelmäßig auf einem beschämenden letzten Platz.
Meine Hoffnung, dass es dieser Partei in absehbarer Zeit gelingt, die „Bildung besser (zu) machen“ tendiert daher gegen null. Seit Jahren ist sicher auch Ihnen bekannt, dass Bremen im Vergleich mit den anderen Stadtstaaten am wenigsten Geld für Bildung ausgibt. Wenn sich dass nicht massiv ändert, helfen auch keine roten Plakate.
Schauen Sie sich die Hamburgischen Erfolge an: Dort wurde mehr Geld eingesetzt und damit viele hilfreiche Verbesserungsmaßnahmen erfolgreich umgesetzt.
Aber vielleicht fällt Ihnen als Landesvorsitzender und Bürgerschaftsabgeordneter bzw. Ihren ParteikollegInnen ja bis Mai noch endlich ein, wie wichtig eine engagierte Bildungspolitik für die Zukunft unseres Bundeslandes ist.
Die Hoffnung stirbt zuletzt…
Mit freundlichen Grüßen
Bruno Ehrlich, Förderschulrektor a. D.“
Soweit das Schreiben des Pädagogen an den SPD-Landeschef und die SPD-Bürgerschaftsfraktion.
Munter bleiben!
Herzlichst
Ihr Axel Schuller
P.S.: Wie bereits angekündigt: Am Wochenende können Sie im Blog einen wirklich ungewöhnlichen Gastkommentar lesen – und das ist keine Übertreibung!
Moin Herr Schuller, Bremen hat keine Goldvorräte vergraben, wir haben ein FIAT-Geldsystem. Banken erschaffen das Geld aus dem Nichts. Die Rückzahlung der „Staatsschulden“ erfolgt nie, dass geht technisch gar nicht, weil dann die Geldmenge schrumpfen würde. Die Geldmenge und die Schulden sind immer gleich groß. Das Geld und die Schulden werden im Rahmen einer sogenannten Währungsreform gelöscht, wenn der Staat als letzter Schuldner die Zinsen nicht mehr bezahlen kann. Das heißt, die Schulden und Bankguthaben werden gestrichen, die entstandenen Vermögenswerte nicht.
Allerdings sind auf dem Weg dahin – überspitzt formuliert die meisten Vermögensgüter an die Besitzer der Banken geflossen. Ich weis das ist in etwa so als hätte man im späten Mittelalter behauptet das Gott eine literarische Erfindung ist.
Hmmm… Um nicht auf die „überspitzen Formulierungen“ reinzufallen, die der Herr Büchse hier so von sich gibt, rate ich allen Lesern, mal eine beliebige KI anzuschmeißen, den obigen Text von Herrn Büchse zu kopieren, und mit folgender Fragestellung an die KI zu schicken: „Was ist an der folgenden Aussage alles falsch bzw. nur halb richtig?“. Gemini Argon hat mir ein sehr ausführliches, ca. zehnseitiges Dokument ausgespuckt. Das Ergebnis würde den Rahmen dieses Forums sprengen. Aber jeder kann sich ja selbst schlau machen.
PS.: Falls jemand das Ergebnis haben möchte, weil er selber keine KI hat oder aus Prinzip nicht nutzt, stelle ich den Antworttext gerne bei Bedarf als PDF via Mail zur Verfügung.
Moin Volker Redder, ich habe hier schon einige male die Deutsche Bundesbank zitiert, darum hier nur der entscheidende Link. Nicht für Sie, ich gehe davon aus das man Menschen nicht von ihren Glaubensüberzeugungen abbringen kann.
https://www.bundesbank.de/de/aufgaben/themen/wie-geld-entsteht-665288
Da Sie als libertär-konservativer Politiker alle Abweichler für Schwurbler halten, verweise ich für die anderen Leser noch auf Prof. Dr. Richard A. Werner hin. Er führte im August 2013 ein wissenschaftliches Experiment bei der Raiffeisenbank Wildenberg in Bayern durch.
Was hat er nachgewiesen?
1. Werner nahm bei der Bank einen Kredit über 200.000 Euro auf.
2. Er durfte gemeinsam mit der Bank die internen Buchungsvorgänge untersuchen.
3. Dabei wurde dokumentiert, dass die Bank das Geld nicht zuvor von anderen Sparern eingesammelt oder von anderen Konten abgezogen hatte.
4. Stattdessen wurde mit der Kreditvergabe ein neues Guthaben auf seinem Konto geschaffen.
Damit untersuchte er empirisch, ob Geschäftsbanken durch Kreditvergabe selbst neues Buchgeld erzeugen.
Es ist überhaupt ein interessanter Sachverhalt, dass etwas, das durch Software kodifiziert ist, wissenschaftlich untersucht werden muss, nicht wahr? Vielleicht sollten wir den Begriff Forensik benutzen, denn eigentlich müsste man ja nur in die Spezifikation schauen. Und das wird sicherlich durch ein Gesetz geregelt, oder?
Wer ist Richard Werner?
– Professor für International Banking an der University of Southampton.
– Ehemaliges Mitglied des sogenannten EZB-Schattenrats (ECB Shadow Council) bis 2019.
– Wirtschaftswissenschaftler und Geldschöpfungsforscher.
https://professorwerner.org/pubs/can-banks-individually-create-money-out-of-nothing-the-theories-and-the-empirical-evidence/?utm_source=chatgpt.com
Eine interessante Schlussfolgerung daraus: Wenn Banken durch Kreditvergabe neues Geld erzeugen, stellt sich die Frage, wer eigentlich darüber entscheidet, wie viel neues Geld in unserer Wirtschaft entsteht und wohin es fließt. Genau damit beschäftigt sich ein großer Teil von Werners weiterer Forschung.
Da fällt mir ein Zitat von George Orwell ein: „In einer Zeit universeller Täuschung ist das Aussprechen der Wahrheit ein revolutionärer Akt.“
Ach, Herr Büchse. Der „libertär-konservative“ Mensch in mir ist es einfach leid, ständig gegen Fake News und Halbwahrheiten anzukämpfen. Und auch Ihre Name Droppings umstrittener Zeitgenossen machen populistische Verkürzungen ( = Lügen) nicht wahrer. Und dass Sie sich dann auch noch mit einem Orwell’schen Zitat als „Aufklärer“ inszenieren, toppt es.
Aber vielleicht provozieren Sie einfach nur gerne, weil es Sie in Wirklichkeit nach Wahrheit dürstet? Möchten Sie etwas dazu lernen? Dann lesen Sie die Kurzfassung der KI-Analyse Ihres ersten Posts. Da steht eigentlich alles drin.
https://www.dropbox.com/scl/fi/7mi19v9rsxir2myvtvdw3/Zusammenfassung-der-Geldkritik.pdf?rlkey=nx874cugj588wpau1zz4u9ndp&dl=0
Hier das Pressestatement der Freien Kliniken Bremen
29.10.2026
Stabilität der Patientenversorgung in Gefahr: Freie Kliniken Bremen
fordern trägerübergreifende Krankenhaus-Ressourcen- und
Finanzierungsplanung
Seit dem Mai 2026 haben die Freien Kliniken Bremen direkt – und auch die Bremische
Krankenhausgesellschaft (HBKG) im Namen ihrer Mitgliedskrankenhäuser – Briefe, Hilferufe
und Bitten um gemeinsame Gespräche an die Gesundheitssenatorin geschickt. Wir haben
damit auf die bestehende finanzielle Mehrbelastung der Krankenhäuser und die drohenden
Auswirkungen durch das GKV-Beitragsstabilisierungsgesetz reagiert. Zuletzt wurde mit
einem gemeinsamen Hilferuf aller Krankenhäuser auf einer trägerübergreifenden
Pressekonferenz am 24.9. im Tagungszentrum des Rotes Kreuz Krankenhaus öffentlich auf
die Problematik aufmerksam gemacht. Bis heute haben die Freien Kliniken keine Antwort,
keinen Lösungsvorschlag, keine Unterstützungszusage des Senats erhalten.
In dieser Woche (KW44), vor dem Hintergrund der akuten Insolvenzgefährdung der
Gesundheit Nord, gibt es dann eine „Antwort“: Geld gibt es – allein für die GeNo.
Natürlich will niemand – auch die Freien Kliniken nicht! – eine Insolvenz der GeNo. Das
zugesicherte Finanzvolumen für die GeNo ist jedoch viel größer als nur Abwendung der
unmittelbar drohenden Insolvenz. Es wird ein über fünf Jahre laufender Sanierungskredit
über 293 Mio. EUR bewilligt – zusätzlich zu dem bisherigen Betriebsmittelkredit über
230 Millionen EUR. Letzterer wäre nach Erwartung der GeNo wohl bis Ende kommenden
Jahres vollständig aufgebraucht – und muss wohl aus Sicht des Steuerzahlers verloren
gegeben werden. Ein solches Volumen über einen längeren Zeitraum erreicht vielmehr die
Größenordnungen, die der Bund für die Transformation der gesamten bremischen
Krankenhausstrukturen, also aller Häuser vorgesehen hatte, der sogenannte
Transformationsfonds.
Bremen könnte für die erforderlichen Anpassungsinvestitionen und Abfederungsleistungen
der zu verändernden Krankenhausstrukturen mit den Geldern des Transformationsfonds
insgesamt 450 Mio. EUR einsetzen und müsste dafür insgesamt nur ca.190 Mio. EUR selbst
aufbringen. Der Rest käme vom Bund. Statt jedoch diese für einen geordneten Umbau
der Krankenhauslandschaft dringend notwendige Kofinanzierung verlässlich auf den Weg
zu bringen, wird jetzt ein deutlich höherer Betrag, und verteilt auf nur fünf Jahre, allein der
GeNo zur Verfügung gestellt, um deren Transformation wirtschaftlich abzufedern.
Bisher sind insgesamt 190 Mio. EUR der maximal zu erwartenden 450 Mio. EUR
Transformationsfondsmittel für das Land Bremen bewilligt worden, davon 170 Mio. für den
geplanten Umzug der Herzmedizin vom Klinikum Links der Weser zum Klinikum Bremen-
Mitte, der Rest für das Klinikum Reinkenheide – also alles für die beiden kommunalen
Träger. Weitere Mittel sind derzeit nicht in Aussicht gestellt, vorrangig wohl, weil der Senat
sich über eine Finanzierung nicht verständigen konnte.
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Die Freien Kliniken fordern jetzt: Die Kofinanzierung der Bundesmittel durch das Land
muss unbedingt auf den Weg gebracht werden, zumal bis 2029 der Bund 70% der
Mittel trägt, das Land nur 30% aufbringen muss!
Zu dem angekündigten Maßnahmenpaket zur wirtschaftlichen Sanierung soll auch eine
Schließung der somatischen Bereiche des Klinikum Bremen-Ost (KBO) zählen. Die Freien
Kliniken Bremen weisen darauf hin, dass solche Veränderungen unweigerlich auch
Auswirkungen auf andere Bremer Kliniken hätten. Zusätzliche Patienten wären dort zu
versorgen, dafür müssten Kapazitäten erhöht werden, wofür natürlich auch Investitionen
getätigt werden müssten. Es wäre kurzsichtig, davon auszugehen, dass die bisherigen
KBO-Patienten – zumal die Notfallpatienten der allgemeinen Inneren Medizin und
Allgemeinchirurgie – alle zukünftig zu einem weiter entfernt gelegenen GeNo-Krankenhaus
fahren würden. Dieses Kalkül wird bei der geplanten Schließung des Klinikum Links der
Weser nicht aufgehen, und bei Bremen-Ost wäre es genauso. Die Krankenhausstrukturen in
Bremen werden sich durch die Schließungen verändern. Dies hat unmittelbare
Auswirkungen auf die freigemeinnützigen Krankenhäuser.
Insgesamt brauchen wir für Bremen nach fester gemeinsamer Überzeugung der Freien
Kliniken eine wirklich trägerübergreifende Krankenhaus-Ressourcenplanung und auch
-Finanzierung! Die Konzentration der Mittel allein auf die GeNo würde alle anderen
Häuser in den nächsten Jahren vor unkalkulierbare Risiken stellen und die
Gesundheitsversorgung der Menschen in der Region aufs Spiel setzen.
Die Gesundheitssenatorin Claudia Bernhard hat richtigerweise immer wieder öffentlich
darauf hingewiesen, dass alle Träger gleichermaßen durch das GKV-
Beitragssatzstabilisierungsgesetz in ihrer Existenz bedroht werden. Die Freien Kliniken
erwarten, dass die Behörde die im Bremer Krankenhausrecht verbriefte Trägervielfalt
berücksichtigt – das gilt für notwendige Investitionen wie auch für die Vergabe von
Bundesfördermitteln.
Wenn das Land Bremen seine Kliniken nicht unterstützt und zudem keine weiteren Mittel
aus dem Transformationsfonds und dem Länder-und-Kommunal-Infrastrukturgesetz
(LuKIFG) für Modernisierung und Sanierung aller Kliniken – nicht nur der kommunalen
Häuser – zur Verfügung stellt, dann wird es in Bremen Krankenhauspleiten, Wartelisten und
eine deutlich schlechtere Akutversorgung geben. Die nachhaltige Schwächung der Freien
Kliniken hätte vermutlich die Folge, dass dann die Häuser – aus wirtschaftlicher Not,
einfach um zu überleben – gezwungen sein könnten, hochqualifizierte Leistungsangebote
einzuschränken oder gar ganz aufzugeben. Damit geriete die bisherige hochwertige
Patientenversorgung im Land Bremen selbst in große Gefahr, ggf. fielen hoch spezialisierte
Leistungsangebote in Bremen ganz weg.
Systemrelevante Kliniken, die erst einmal nachhaltig in der Substanz geschädigt sind,
lassen sich später nicht mehr gesund pflegen. Sie können dann auch keine Patienten
aufnehmen und betreuen, die durch Schließung anderer, kommunaler, Häuser keine
Versorgung mehr haben. Für die von ihnen zu bewältigenden Anpassungsleistungen
sowie durch Veränderungen der Leistungsangebote, Kooperationen und/oder die
Übernahme von notwendigen Versorgungsleistungen sind auch die freien Kliniken in
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Bremen zwingend auf die Unterstützung des Senats und die vollumfängliche
Förderung aus dem Transformationsfonds angewiesen.
Die freigemeinnützigen Krankenhäuser Freie Kliniken Bremen (FKB), DIAKO, St. Joseph-
Stift, Rotes Kreuz Krankenhaus (RKK) und Roland-Klinik, leisten einen wesentlichen Teil der
medizinischen Versorgung in Bremen (siehe PDF Pressevorlage Magazin Gesundheit
Bremen) – auch und gerade in anspruchsvollen, sensiblen Bereichen (z.B. Krebsmedizin,
komplexe Gefäßchirurgie, Geburtshilfe, Notfallversorgung). Sie sind für die
Daseinsvorsorge unverzichtbar. Hier nur einige Beispiele für die Stadt Bremen zur
Verdeutlichung:
• über 75% der Brustkrebserkrankungen werden in FKBs behandelt (St. Joseph-Stift/DIAKO
gegenüber Klinikum Bremen-Mitte),
• ebenso knapp 75% der Darmkrebsoperationen (St. Joseph-Stift/DIAKO/RKK gegenüber
der GeNo in Mitte und Nord) und
• 63% der Gallenblasen-OPs (SJS/DIAKO/RKK gegenüber GeNo-Kliniken)
Thomas Kruse
Manfred Volmer
Dr. Walter Klingelhöfer
Geschäftsführer der Freien Kliniken
Moin Volker Redder, ich habe die Antwort des LLM mit Gewinn gelesen. Ich biete allen Lesern hier ein persönliches KI-Coaching an. Wenn Sie eine KI ohne Domänenwissen zum jeweiligen Sachgebiet befragen und keine Gegenfragen stellen, keinen Rechercheauftrag geben, bekommen Sie eine Mainstream-Antwort, die niemanden beunruhigt. Das ist die innere Logik eines LLM: „Liefere die naheliegendste Antwort.“
KI-These 1: Einzelne Anleihen werden ständig getilgt. Auch die Gesamtschulden wurden historisch oft reduziert. Zudem kann private Kreditaufnahme staatlichen Schuldenabbau kompensieren.
Fragen Sie die KI, wann das genau war und welche wirtschaftliche Entwicklung in der Folgezeit sichtbar war. Wie hat sich das BIP entwickelt?
Fragen Sie die KI, ob die Kreditaufnahmefähigkeit des privaten Sektors durch die Basel Abkommen begrenzt ist. Und wo das Geld für die Zinsen herkommt wenn man sich dieser Grenze nähert?
Fragen Sie die KI, welche Wirtschaftsteilnehmer werden zuerst und welche zuletzt von der Frischgeldversorgung abgeschnitten? Berücksichtige den Cantillon-Effekt
KI-These 2: Die Geldmenge und die Schulden sind immer gleich groß. Ein fundamentaler Bilanzirrtum. Nicht jede Schuld ist Geld (z. B. langfristige Kredite, Staatsanleihen), und Banken haben auch Eigenkapital.
Im Text steht, was die Sache noch schlimmer macht (ich wollte das niemanden zumuten).
„Schulden sind viel größer als die Geldmenge: Wenn du einem Freund 1.000 Euro leihst oder ein Unternehmen eine Anleihe an einen Pensionsfonds verkauft, entstehen Schulden, aber es entsteht kein neues Geld (die Geldmenge M1/M2/M3 bleibt unverändert). Weltweit betragen die Gesamtschulden (Staat, Unternehmen, Haushalte) ein Vielfaches der existierenden Geldmenge.“
Wenn das jetzt keine neuen Fragen aufwirft weis ich auch nicht mehr weiter.
Fragen Sie die KI, ob das stimmt: Das sieht man tatsächlich in der Wirklichkeit – beispielsweise an Börsenwerten von DAX-Unternehmen, deren „Wert“ viel stärker steigt als ihre Gewinne. Oder an dem Phänomen, dass es angeblich 100-mal mehr verbrieftes Gold als physisches Gold gibt.
KI-These 3: Geld und Schulden werden in einer Währungsreform gelöscht, wenn der Staat die Zinsen nicht zahlen kann. Es gibt keinen solchen Automatismus. Staaten bauen Schulden meist durch Wirtschaftswachstum oder moderate Inflation ab. Währungsreformen sind seltene historische Extremszenarien (meist nach Kriegen).
Im Text steht:
„Der Denkfehler beim Zins: Zinsen, die ein Staat oder ein Kreditnehmer zahlt, verschwinden nicht in einem schwarzen Loch. Sie fließen zurück in den Wirtschaftskreislauf (als Zinserträge für Sparer, Lebensversicherungen, Bankgewinne, Gehälter von Bankangestellten, Steuern an den Staat). Das Geld für die Zinsen muss also nicht ständig komplett neu geschöpft werden, es zirkuliert.“
Fragen Sie die KI wie hoch die Geldumlaufgeschwindigkeit ist. Ist die historische Entwicklung von 3 Umläufe auf 0,8 oder 0,9 richtig? Ist das die Ausweitung der Geldmenge? Was bedeutet das?
Fragen Sie die KI: Wie sieht die Vermögensverteilung aus? Wie viel Prozent der volkswirtschaftlichen Erträge fließen in den Konsum oder in reale Investitionen, beispielsweise in neue Maschinen und Anlagen, neue Immobilien, Forschung und Entwicklung oder Bildung?
KI-These 4: Schulden und Guthaben werden gestrichen, Sachwerte nicht. Sachwerte überleben einen Währungsschnitt, aber der Staat greift in solchen Fällen historisch fast immer über Zwangshypotheken und Vermögensabgaben (wie 1952 beim Lastenausgleich) auf Sachwerte zu.
Im Text steht:
„Kein Freifahrtschein für Sachwertbesitzer: Der Staat lässt Sachwertbesitzer bei einer Währungsreform nicht einfach ungeschoren davonkommen. Nach der Währungsreform von 1948 verabschiedete Deutschland 1952 das Lastenausgleichsgesetz: Wer Immobilien oder Betriebsvermögen besaß, musste eine Zwangsabgabe in Höhe von 50 % seines Vermögenswertes (zahlbar über 30 Jahre in Raten) an den Staat abführen, um diejenigen zu entschädigen, die ihre Ersparnisse oder ihr Hab und Gut verloren hatten.“
Fragen Sie die KI: Hat das Lastenausgleichsgesetz von 1952 Privat- oder Betriebsvermögen getroffen? Gibt es Seminare für Gutbetuchte, in denen man lernen kann, sein Privatvermögen in einen Unternehmensmantel zu verpacken? Welche Auswirkungen hat das 2024 in Kraft getretene neue Sozialgesetzbuch XIV zur Regelung des Sozialen Entschädigungsrechts in diesem Zusammenhang?